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Albstadt

Aufbruch in Tailfingen: Das Gemeindezentrum Stiegel soll das Haus der Zukunft werden

16.08.2019

Von Susanne Conzelmann

Aufbruch in Tailfingen: Das Gemeindezentrum Stiegel soll das Haus der Zukunft werden

© Holger Much

Das Gemeindezentrum in Tailfinger Stadtteil Stiegel soll das "neue Haus der Zukunft" der evangelischen Kirchengemeinde werden.

Die Veränderungen in der evangelischen Kirchengemeinde Tailfingen sind in vollem Gange. Wie jüngst berichtet, hat das traditionsreiche Gemeindehaus Moltkestraße einen Käufer gefunden. An seiner Stelle - ob abgerissen wird oder umgebaut, wurde noch nicht verraten - sollen Wohnungen und Geschäftsräume entstehen.

Mit dem Verkauf und Wegfall des zentral in der Tailfinger City gelegenen Gemeindehauses soll, so wurde jüngst im Rahmen eines Pressegespräches bekannt, das Gemeindezentrum im Stadtteil Stiegel deutlich an Gewicht gewinnen.

Zukunftswerkstatt sammelte Ideen

Dies wird nicht nur organisatorische, sondern auch bauliche Maßnahmen nach sich ziehen. So sammelten jüngst Arbeitsgruppen im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ Ideen für den Umbau des Gemeindezentrums Stiegel.

Kirchengemeinderat sieht das Zentrum auf Stiegel als Haus der Zukunft

„Es ist der erklärte Wunsch und Wille des Kirchengemeinderates, dass das Gemeindezentrum Stiegel das Haus der Zukunft wird“, eröffnete Pfarrer Johannes Hartmann den Abend.

Aufbruch in Tailfingen: Das Gemeindezentrum Stiegel soll das Haus der Zukunft werden

© Susanne Conzelmann

Das Konzept für das Gemeindezentrum Stiegel wird gemeinsam erarbeitet.

Andreas Mader, gewählter Vorsitzender des Gremiums, zeigte kurz die Historie dieses Beschlusses auf, bei dem es galt, neben Oberkirchenrat und Kirchenbezirk auch die Gemeinde mit ins Boot zu holen.

Dankeschön an Unterstützer

Hilfreich sei es nach dem Abschied vom Gemeindehaus Moltkestraße auch gewesen, dass andere ihre Räumlichkeiten für die kirchlichen Gruppen zur Verfügung gestellt hätten, so Mader. Er dankte dem CVJM Tailfingen, der nun den Mittagstisch beherbergt, sowie der Tailfinger Augustenhilfe, in dem seit neuestem der Kinderchor proben darf, herzlich für ihre Unterstützung.

Gedankenspiele über die Zukunft

„Gedankenspiele sind erlaubt“, sagte Kirchengemeinderätin Birgit Beck und ihr Kollege Paul-Gerhard Alber ergänzte: „Schieben Sie die Barrieren des Denkens beiseite.“ Das ließen sich die Anwesenden nach der Besichtigungstour durch Haus und Garten nicht zweimal sagen.

Aufbruch in Tailfingen: Das Gemeindezentrum Stiegel soll das Haus der Zukunft werden

© Susanne Conzelmann

Gemeinsam sammelte man im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Ideen für eine guten Zukunft des Gemeindezentrums Stiegel.

CVJM-Vorsitzender Wolfgang Schairer zum Beispiel träumte offen von einem Bistrobereich, an dem man sich nach Gottesdienst und anderen Veranstaltungen gemütlich auf eine Tasse Kaffee treffen könne.

Raum für junge Menschen

Elias Klapper als einer der jugendlichen Vertreter an diesem Abend wünschte sich einen Raum, in dem sich junge Menschen zwanglos treffen können. Auch eine freundliche Terrasse zum Aufenthalt steht auf der Wunschliste, gerne auch als Wintergarten.

Der Raum soll moderner werden

Ob nach der Neugestaltung noch weiterhin eine Orgel im Gemeindesaal stehen müsste, fragten sich einige. Moderner soll der Raum durch fest installierten Beamer, entsprechende Leinwand und Keyboard auf jeden Fall werden, auch benötigt das Ganze eine hellere, einladende Beleuchtung.

Nachhaltiger soll das Gemeindezentrum werden und barrierefrei, auch im unteren Stockwerk. Außerdem wurde in allen Gesprächsgruppen eine größere Küche gewünscht.

Kirche kommt dem „Grundbedürfnis Gemeinschaft“ nach

Dass der Standort des Gemeindezentrums nicht mehr in der Stadtmitte ist, hätten die Gemeindeglieder überraschend gut aufgenommen, sagte Andreas Mader.

Aufbruch in Tailfingen: Das Gemeindezentrum Stiegel soll das Haus der Zukunft werden

© Holger Much

Das Gemeindehaus Moltkestraße in Tailfingen wurde verkauft.

Auch sehen die Verantwortlichen die Chance, auf Stiegel dank den vielen dort ansässigen Familien und dem nahen Neubaugebiet auf Langenwand in der Zukunft in einer „prominenten Lage“ vor Ort zu sein. Dem „Grundbedürfnis Gemeinschaft“ möchte die Kirchengemeinde hier nachkommen.

Freude über die gute Stimmung

Pfarrer Johannes Hartmann freute sich abschließend über die gute Stimmung und die vielfältige Ideensammlung. Vorschläge könnten auch weiterhin gemacht werden und sicher kamen auch beim Familienfest am Sonntag noch einige hinzu.

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