Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Handball

„Auf einem guten Level“: HBW-Trainer Jens Bürkle ist mit der Vorbereitung bislang zufrieden

23.07.2020

Von Marcus Arndt

„Auf einem guten Level“: HBW-Trainer Jens Bürkle ist mit der Vorbereitung bislang zufrieden

© Moschkon

Bislang ist Jens Bürkle mit dem Verlauf der Vorbereitung und der Verfassung seiner Mannschaft durchaus zufrieden.

Drei Wochen Vorbereitung liegen hinter dem Balinger Bundesligisten, der in Oppenau an der Form für die Mammutsaison 2020/21 feilt.

Sukzessive steigert Jens Bürkle die Belastung, setzt neue Reize und Akzente in der dreimonatigen Vorbereitung. Der Trainer des HBW Balingen-Weilstetten sieht seine Mannschaft bereits „auf einem guten Level“.

Früher als das Gros der Konkurrenten haben die „Gallier“ den Übungsbetrieb wieder aufgenommen. Ganz bewusst nach der langen Pause, schließlich erwartet den letztjährigen Aufsteiger eine intensive Spielzeit mit vielen Unbekannten. Nicht nur die Belastung ist aufgrund der Ligaaufstockung höher – auch die Arbeit vor der Runde musste modifiziert, den neuen Anforderungen nach dem Saisonabbruch im März angepasst werden.

Hohe Verletzungsgefahr

Unumwunden räumt der Sportwissenschaftler ein: „Die lange Vorbereitung ist eher ein Muss, als ein Vorteil . . . Wir müssen auf so vieles Rücksicht nehmen und uns vor allem einfach sauber vorbereiten. Die Spieler haben normalerweise acht bis zehn Einheiten pro Woche – und diese wurden dann ganz plötzlich deutlich runter gefahren. Das Verletzungsrisiko ist da einfach extrem hoch.“

Nichtsdestotrotz greifen die Mechanismen und Automatismen der vergangenen Jahre. Natürlich war die Belastung in den ersten Wochen geringer, „in erster Linie ist es aber einfach die Länge von drei Monaten“, macht Bürkle einen markanten Unterschied aus.

Eingespieltes Team

Nach dem Abgang von fünf arrivierten Akteuren formt der 39-Jährige eine konkurrenzfähige Truppe für die neue Saison – mit nur zwei externen Neuverpflichtungen (Fabian Wiederstein und James Junior Scott, Anm. d. Red.) und Rechtsaußen Moritz Strosack aus dem Perspektivteam.

„Wir müssen nicht so viele Spieler integrieren“, betont Bürkle und fügt hinzu: „Moritz kennt die Abläufe, auch ‚Fabi‘ ist mit den Strukturen einigermaßen vertraut. So haben wir eigentlich nur Scott als einzig echten Neuzugang. Das ist nicht viel, da können wir auf die Sachen aufbauen, die wir haben. Aber es gibt auch ein paar Dinge, welche wir umstellen müssen.“

Erster Test in zwei Wochen

Eine erste Standortbestimmung für die Schwaben ist der Test beim Schweizer Serienmeister Schaffhausen (8. August), weiterhin plant Bürkle nach der einwöchigen Trainingspause im August ein Spiel gegen Winterthur (24. August). Weiterhin soll im kleinen Kreis der Baden-Württemberg-Pokal ausgetragen werden.

Bei der HBL-Mitgliederversammlung in Köln haben die Protagonisten neben der Platte ein Turnier mit sechs Klubs aus einem Bundesland angedacht. Neben den Erstligisten aus Balingen, Stuttgart, Göppingen und Mannheim sollen die klassentieferen SG BBM Bietigheim und HSG Konstanz das Teilnehmerfeld komplettieren. Das Turnier könnte ein Testlauf auf mehreren Ebenen für die Saison 2020/21 sein. Denn die sechs HBL-Klubs wollen sich bei den Duellen sportlich, den Corona-Regularien entsprechend messen; mit Publikum. „Der Testlauf soll mit Zuschauern klappen“, verrät HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel, „optimal wäre, wenn uns ein Pilotprojekt gelingen würde, an dem sich dann alle Hallensportarten in Baden-Württemberg orientieren könnten.“

Auf einem guten Level

Noch ist allerdings weiterhin unklar, ob zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon gespielt werden kann. Vieles sei noch nicht geklärt, sagt Bürkle. Der Balinger Kommandogeber zieht nach dem Re-Start ein erstes, positives Fazit: „Die Mannschaft ist schon auf einem guten Level. Das stimmt mich zuversichtlich. Dennoch müssen wir uns dem Wettkampfniveau Schritt für Schritt nähern und dürfen nicht zu schnell in die Vollen gehen.“

Natürlich habe er die Intensität kontinuierlich gesteigert, „das Spiel Sechs-gegen-Sechs stand zunächst nur vor einem Tor auf dem Programm. Inzwischen geht es wieder über das gesamte Feld zur Sache.“

Trainingslager im Schwarzwald

Das Trainingslager im Schwarzwald hat der Balinger Bundesligist am vergangenen Mittwoch bezogen. Bis Sonntag arbeitet Bürkle mit seiner Mannschaft in Oppenau.

Vor der Mammutsaison mit 38 Spieltagen feilt der frühere Erstliga-Kreisläufer an einem konkurrenzfähigen Team, welches um den Verbleib im Oberhaus mitmischen kann. Der kleine Kader des Kreistadt-Klubs bleibt das große Handicap der Schwaben, zumal der Spielplan eng getaktet ist. „Wir würden uns schon noch einmal einen Spieler wünschen, das ist kein Geheimnis“, gesteht Bürkle ein, „aber es geht auch darum, was sich wirtschaftlich darstellen lässt.“ ar

Diesen Artikel teilen: