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Balingen

Auf die Plätze, fertig, los: Der Endinger Kindergarten wird vergrößert, die Nachfrage ist groß

28.07.2020

Von Nicole Leukhardt

Auf die Plätze, fertig, los: Der Endinger Kindergarten wird vergrößert, die Nachfrage ist groß

© Pascal Tonnemacher

Mal mit mir, spiel mit mir: Balingen baut die Kinderbetreuungsplätze auch im kommenden Jahr weiter aus.

Feuchte, gar schimmlige Wände, kühle Räume, zu wenig Platz: Bereits im Januar war klar, dass im Endinger Kindergarten etwas passieren muss. Nun steht ein Erweiterungsbau in den Startlöchern.

Hochbauamtsleiter Michael Theurer stellte in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend den Entwurf für den Anbau vor. Man habe sich in den vergangenen Tagen noch einmal mit der Kindergartenleitung verständigt und habe jetzt ein stimmiges Konzept erarbeitet, das allen Bedürfnissen gerecht werde, so Theurer.

Neue Plätze für Endingen

Mit der Schaffung weiterer Kindergartenplätze trägt auch der Ortsteil Endingen den nach wie vor starken Geburtenzahlen Rechnung. Im Kindergartenbedarfsbericht von Harry Jenter, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Vereine, wurde deutlich, wie dringend der Ausbau der Betreuungsplätze ist: Etwa 150 Plätze fehlen rein rechnerisch insgesamt im Ü3- und U3-Bereich (Kinder, die über oder unter drei Jahre alt sind) in der Gesamtstadt, die es nun aufzufangen gilt.

Zwar habe die Geburtenrate minimal abgenommen, dagegen habe sich die Zahl der zum Stichtag gemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 7 Jahren erneut um 30 Kinder erhöht. Und auch der verlegte Einschulungsstichtag trage dazu bei, dass im kommenden Jahr rein rechnerisch eine zusätzliche Kindergartengruppe

eingerichtet werden muss.

Er sei froh, dass die Stadt jedes Jahr eine Bedarfsplanung mache und nicht nur alle fünf Jahre. „Die Lage ist dynamisch“, so Jenter. Dies zeigt auch ein Blick in sein umfangreiches Zahlenwerkd: „Die Zahl der betreuten Kinder hat sich zum Vorjahr deutlich um 91 erhöht, die Zahl der belegten Plätze um 105“, geht aus dem Bericht hervor. 34 neue Plätze entstehen außerdem in der Frommerner Kita Pestalozziweg, weitere in Roßwangen. Dort wurde bereits eine provisorische Erweiterung in Betrieb genommen, ebenso gibt es neue Plätze in Weilstetten und in der Balinger Kindervilla.

Neuer Wohnraum bedeutet mehr Kinder

Die Frommerner Ortschaftsräte hatten ebenso wie die Erzinger und Engstlatter Bedenken angemeldet, da zum Teil viel neuer Wohnraum geschaffen werde, der junge Familien anzieht. „Der Bedarf wird berücksichtigt“, versprach Oberbürgermeister Helmut Reitemann. Günther Meinhold (CDU) mahnte die wenig aktuellen Zahlen an, die die Verwaltung zur Prognose heranziehe, ließ sich jedoch von Harry Jenter erklären: „Wir verlassen uns nicht auf reine Prognosen, die Kinder, mit denen wir rechnen, sind ja bereits geboren.“

„Die Plätze reichen aus“

Jenter zeigte sich zuversichtlich, dass die Plätze fürs Kindergartenjahr bis 2021 ausreichend seien. „Auch wenn sich Balingen da nicht ländlich, sondern mit städtischem Charakter präsentiert, was die hohen Zahlen angeht.“ Die Räte lobten die Arbeit des Amtsleiters ausdrücklich und gaben ihm als Hausaufgabe mit auf den Weg, die Inklusionsbemühungen der Kitas voranzubringen. Der Bedarfsplan wurde einstimmig angenommen.

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