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Meßstetten

Auf der Bittenhalde in Tieringen steht wieder der Schäferkarren: Freiluftsaison startet

15.06.2020

von Pressemitteilung

Auf der Bittenhalde in Tieringen steht wieder der Schäferkarren: Freiluftsaison startet

© Privat

Die Schäferkarren-Saison ist eröffnet. Diakon Olaf Hofmann hofft, dass das Angebot, eine Auszeit in der Natur zu genießen, auf reges Interesse stößt.

Ab sofort ist es wieder möglich, bei einer Übernachtung den Alltag hinter sich zu lassen und dem Himmel eine Spur näher zu kommen. Die erste Draußen-Nacht findet am Freitag, 19. Juni, statt.

Das Projekt „Schäferkarren“ geht in das zweite Jahr. Es wurde von Diakon Olaf Hofmann, Landesreferent der Evangelischen Kirche Württemberg für Freizeit und Tourismus, initiiert. „Ich möchte neue Impulse für Glaubenserfahrungen inmitten der Natur ermöglichen“, lautet seine Intension.

Minimalismus pur

Der Schäferkarren aus der Manufaktur Müller verfügt noch über historische Speichenräder, ansonsten ist aber alles nagelneu. Er steht auf 900 Meter Höhe, ist umgeben von Wald und Wiese und kann für eine Nacht bezogen werden. „So manchem Pilger wurde er schon im vergangenen Jahr zur urigen Herberge“, berichtet Olaf Hofmann. Eine Nacht so schlicht zu verbringen, wie es die Schäfer Jahrzehnte lang kannten, sei ein besonderes Erlebnis. Nur auf einer Matte im Schlafsack, das bedeute Minimalismus pur und Natur satt.

Zeit zur Besinnung

Olaf Hofmann gerät ins Schwärmen. Wer sich dazu entschließe, eine Nacht im Schäferkarren zu verbringen, erlebe sich anders als im Alltag. Die kleine Auszeit werde für die Gäste zur Zeit der Besinnung. „Am abendlichen Lagerfeuer und unter dem weiten Sternenhimmel dürfen aber auch die großen Fragen des Lebens, nach Sinn, Bedeutung und Gott ihren Platz haben“, so der Diakon. Im Weniger liege ein ungeahnter Reichtum, und die Reduzierung schaffe Raum für das Wesentliche.

Stockbrot am Lagerfeuer

Er hofft, dass das Projekt auf reges Interesse stößt. Dafür macht der Diakon mächtig Werbung: „Ein Abend oder eine ganze Nacht am offenen Feuer fühlt sich an, als wären wir mit unseren Vorfahren unterwegs. Da kann man locker mal das Fernsehprogramm vergessen.“ Wer das erleben wolle, brauche nur einen Schlafsack, eine Isomatte, warme Kleidung und Selbstverpflegung für den Abend mitbringen. Außerdem gibt es Stockbrot am Lagerfeuer.

Trotz des Regenwetters geborgen gefühlt

Der letzte Eintrag ins Schäferkarren-Gästebuch ist vom 8. Juni. Er lasse erahnen, dass sich die Wanderer trotz des Regenwetters geborgen gefühlt hätten in ihrem Heim auf zwei Rädern: „Sanftes Regentröpfeln in schwarzsamtener Nacht, fruchtbar und sickernd in Mutter Erde. Freiheit, Zeitlosigkeit, Frieden und niemand sagt mir hab Acht. Alles, alles fürs Herz, damit gesund es werde.“

Feriendorf nimmt wieder Gäste auf

Jetzt zieht auch wieder häufiger der würzige Duft eines Holzfeuers über die Wiese. Das Feriendorf hat wieder geöffnet, und Familien grillen im Freien. Und so gesellen sich ab und zu auch Feriengäste und Besucher der evangelischen Tagungsstätte Haus Bittenhalde zum Schäferkarren. Der Leiter des Feriendorfs, Bernhard Deyhle, freut sich, dass wieder Leben eingezogen ist: „Die Häuser sind zu 80 Prozent ausgelastet.“ Nach der wochenlangen Zwangspause läuft manches trotzdem erst langsam wieder an. Noch gibt es kein festes Kinderprogramm, und die Gruppenräume sind geschlossen. Umlagert werden dafür die putzmunteren Hasen. Die kleinen Gäste überbieten sich bei der Futtersuche für ihre Lieblinge.

Draußen-Nacht

Die nächste Draußen-Nacht findet am Freitag, 19. Juni, statt. Treffpunkt um 20 Uhr beim Hauptgebäude des Feriendorfs, im Oberdorf 1. Eine Teilnahme ist nur nach schriftlicher Anmeldung möglich. Die Adresse lautet: olaf.hofmann@elk-wue.de. Die Platzzahl ist begrenzt. Weitere Informationen auf olafhofmann.info, feriendorf-tieringen.de und haus-bittenhalde.de.

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