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Optik Metzger
Balingen

Arzt, Sportler, coole Socke: Zollernalb-Klinikum verabschiedet Chefarzt der Zentralanästhesie

08.10.2019

von Renate Deregowski

Arzt, Sportler, coole Socke: Zollernalb-Klinikum verabschiedet Chefarzt der Zentralanästhesie

© Renate Deregowski

Prof. Dr. Boris Nohé mit Frau Bettina (links) übernimmt den Stab von Dr. Volker Hauff mit Frau Christel Heinzelmann-Hauff.

Stabübergabe am Zollernalb-Klinikum: Am Dienstag wurde der Chefarzt der Zentralanästhesie, Dr. Volker Hauff, verabschiedet und sein Nachfolger Prof. Dr. Boris Nohé willkommen geheißen.

Das sportliche Bild hatte Geschäftsführer Dr. Gerhard Hinger aus symbolischen wie naheliegenden Gründen aufgegriffen, wie er in seiner Ansprache verriet: Hauff sei nämlich ein unermüdlicher und exzellenter Läufer – eine Leidenschaft, die er zusammen mit seiner Frau Christa entwickelt hatte.

Hauff war jüngst Teilnehmer beim „Muddy Älbler

Eindrückliche Beweise hierfür lieferte eine Fotoschau vom „Muddy Älbler“, an dem ein knapp 30-köpfiges Team des Zollernalb-Klinikums teilgenommen hatte – einer von ihnen war Hauff. Die nötige Disziplin und Selbstkontrolle sei ihm nicht nur im Sport von Vorteil, hielt Hinger fest. Auch in seiner Tätigkeit als Mediziner sei Hauff das zugute gekommen.

Medizinische Versorgung auf dem Stand der Zeit

1999 war der Metzinger ans Hechinger Klinikum gekommen, leitete dort die Abteilung Anästhesie. Bald wurde er mit dem Aufbau und der Leitung einer übergreifenden Abteilung betreut. Hinger lobte: „Für diese häuserübergreifende Verantwortung war viel Sensibilität und Durchsetzungsvermögen nötig.“ Hauff sei es gelungen, in seinen 20 Jahren im Zollernalbkreis grundlegende Strukturveränderungen mitzugestalten und die medizinische Versorgung auf dem Stand der Zeit zu halten.

Einfach eine coole Socke

Diese Lebensleistung verdiene Dank und Anerkennung. Langjährige Weggefährten aus Pflege und Medizin drückten an diesem Abend ihre Wertschätzung gegenüber Hauff aus, der dem Klinikum vorerst in einer Teilzeitstelle erhalten bleibt. Gelobt wurde neben seiner fachlichen Kompetenz auch sein Führungsstil. Dr. med. Axel Wehrle, leitender Oberarzt der Zentralanästhesie, hielt sich an die Ausdrucksweise seiner Tochter, die der Generation Z angehört, als er es auf den Punkt brachte: „Dr. Hauff ist einfach eine coole Socke.“

Auf den Nachfolger wartet ein Spitzenteam

Das Lob nahm Hauff mit Freude auf und verriet, dass er eigentlich nie Chefarzt werden wollte. Zu viel schlechte Beispiele habe er in Tübingen und Nürnberg erlebt. Doch die Stelle im Zollernalbkreis war dann doch attraktiv – weil er wieder seiner Heimat näher kommen konnte. Seinem Nachfolger wünschte er Erfolg: „Ich habe zwar keine Spitzensportler anzubieten, aber ein Spitzenteam.“

Herzlichkeit und engagierte Mitarbeiter begeistern den neuen Chefarzt

Bereits im April hatten Geschäftsführung und Aufsichtsrat sich für Prof. Dr. Boris Nohé als Nachfolger ausgesprochen. Die Entscheidung ans Zollernalb-Klinikum zu kommen, fiel unter anderem wegen einer Besonderheit: „Sie haben hier etwas, was man im grauen Krankenhausalltag nur selten findet: Herzlichkeit und großes Engagement der Mitarbeiter und Kollegen.“ Außerdem wäre er gern Teil des Teams Captain America, als das die Sportler beim Muddy Älbler angetreten waren, scherzte er.

Als ob Jürgen Klopp die TSG Balingen trainieren würde

Mit ihm kommt nicht nur ein neuer Mediziner, sondern auch ein neuer Name: die Zentralanästhesie wurde in Zentrum für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, kurz ZAINS, umbenannt. Nohé hier zu haben sei so, als ob Jürgen Klopp die TSG Balingen trainieren würde, meinte Dr. Lorenz Welte, leitender Oberarzt der Zentralanästhesie in Albstadt. An ihm sei es nun, die weiteren Veränderungen zu begleiten und gestalten, auch in Hinblick auf das Zentralklinikum.

Plädoyers für das Zentralklinikum

Dieses Thema griffen am Dienstagabend sowohl Hauff als auch Nohé auf. Landrat Günther-Martin Pauli solle weiterhin den Mut haben, die Umstellung auf ein Zentralklinikum durchzuboxen, sagte Hauff. „Nicht für die Ärzte, sondern die Patienten.“

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