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Zollernalbkreis-Sigmaringen

Arbeitslosigkeit im Bezirk Balingen steigt langsamer und weist landesweit den besten Wert auf

03.06.2020

von Pressemitteiluing

Arbeitslosigkeit im Bezirk Balingen steigt langsamer und weist landesweit den besten Wert auf

© Arbeitsamt

Die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt im Mai.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auf dem Arbeitsmarkt weiterhin zu spüren, der Zuwachs scheint aber zunächst gebremst. Das geht aus dem Mai-Bericht der Agentur hervor.

Die Arbeitslosigkeit ist zwar in den vergangenen vier Wochen nochmals gestiegen, aber deutlich geringer als im Monat zuvor. „Es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung, die Arbeitsmarktlage bleibt weiter angespannt“, bewertet Anke Traber, Leiterin der Agentur für Arbeit Balingen, die neuesten Zahlen. „Die Arbeitskräftenachfrage ist nach wie vor niedriger als in den Jahren zuvor, hat aber im Vergleich zum April wieder ganz leicht zugenommen. Erfreulich ist, dass im Mai fast ein Viertel Menschen weniger ihre Arbeit verloren hat als noch im April.“

1360 neue Arbeitslose

Weiter informiert die Balinger Agentur für Arbeit wie folgt in einer Pressemitteilung: Insgesamt haben sich im Mai rund 1360 Menschen arbeitslos gemeldet, fast ein Drittel weniger als im April. Für 1060 Personen endete die Arbeitslosigkeit. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai um rund 300 bzw. 4,5 Prozent auf 7200 gestiegen. Im April betrug die Steigerungsrate mit dem Anstieg um 900 Personen noch mehr als 15 Prozent.

Bester Wert im Ländle

Landesweit stiegen in allen Agenturbezirken die Arbeitslosenzahlen im Mai langsamer als im Monat zuvor. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Balingen mit den beiden Landkreisen Sigmaringen und Zollernalbkreis liegt die weitere Zunahme um 4,5 Prozent unter dem landesweiten Anstieg um 8 Prozent. Nirgendwo sonst im Land hat sich der Anstieg so stark verlangsamt wie in der heimischen Arbeitsmarktregion.

Kurzarbeitergeld bedeutsam

„Gerade die deutlich niedrigere Zahl an Entlassungen im Mai bestätigt die Bedeutung des Kurzarbeitergeldes“, betont Traber. „Mit diesem Instrument können Unternehmen ihre Beschäftigten halten und müssen seltener Kündigungen aussprechen“, so Traber weiter. Seit Beginn der Krise wurden über 3300 Anzeigen auf Kurzarbeit erfasst und bereits geprüft. Besonders stark betroffen sind das Gastgewerbe, der Einzelhandel und die Metall- und Elektroindustrie.

Im April zehnmal soviele Anzeigen

Das Anzeigeaufkommen ist aber inzwischen wieder rückläufig. Im Mai wurden rund 240 neue Anzeigen eingereicht, im April waren es noch mehr als 2400. Wie viele der Beschäftigten in den anzeigenden Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen sein werden, zeigt sich erst nach der jeweiligen monatlichen Abrechnung.

Betriebe halten an Ausbildung fest

Ermutigende Signale gibt es vom Ausbildungsmarkt. Ungeachtet von Corona halten die heimischen Unternehmen überwiegend an ihren Plänen zur betrieblichen Ausbildung fest, um für die Zeit nach der Krise ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Es gibt deshalb noch eine Vielzahl unbesetzter Ausbildungsstellen.

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen für den diesjährigen Ausbildungsbeginn ist fast unverändert zum Vorjahr. Mehr als 1500 davon sind noch unbesetzt. Weil es weniger Bewerberinnen und Bewerber gibt, bieten sich zumindest rechnerisch für Ausbildungsplatzsuchende trotz der aktuell unsicheren Lage gute Chancen auf einen passenden Ausbildungsplatz.

Weitere Telefonhotline

Damit diese Chancen auch in Zeiten eingeschränkter persönlicher Beratungsmöglichkeiten genutzt werden können, wurde eigens eine weitere Telefonhotline eingerichtet. Unter 07433 951-393 ist die Studien- und Berufsberatung für die Landkreise Sigmaringen und Zollernalbkreis für Jugendliche und deren Eltern seit 19. Mai bis Schuljahresende außer an Feiertagen dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr erreichbar.

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