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Ratshausen

Anbau Allmend lässt auf sich warten: Genehmigung und Baufirmen fehlen für den Projektstart

11.10.2019

von Lea Irion

Anbau Allmend lässt auf sich warten: Genehmigung und Baufirmen fehlen für den Projektstart

© Architekturbüro Burghardt

Der geplante Anbau des Gewann Allmend verzögert sich bis in das Frühjahr 2020.

Ursprüngliche plante der Ratshausener Gemeinderat mit dem Baubeginn des Anbaus im Gewinn Allmend für das Frühjahr 2020. Nun sorgen eine fehlende wasserrechtliche Genehmigung und mangelndes Interesse seitens der angeschriebenen Baufirmen für eine Verschiebung des Projektstarts.

Allzu erfreuliche Nachrichten warteten nicht auf die Gemeinderäte in der Sitzung am vergangenen Donnerstagabend. Nachdem im Jahr 2016 erstmals die Idee eines Anbaus für das Gewann Allmend aufkam, sollte dessen Durchführung nun eigentlich zeitig beginnen.

Dies verhinderte jedoch die Prüfung des Vorhabens durch das Wasserwirtschaftsamt. Dem Gebiet fehlt nämlich eine wasserrechtliche Erlaubnis für den anfallenden Niederschlag, der zur Entlastung der Kanalisation in einen nahe gelegenen Bach geleitet werden muss.

Horrende Preisvorschläge der Baufirmen

Das nun laufende Wasserrechtsverfahren sieht eine Zahlung von 3.605 Euro vor, damit die Gemeinde die Genehmigung zur Entwässerung für das etwa 1.000 Quadratmeter große Gebiet erhält. Die Kosten für den Anbau belaufen sich laut Plan bereits auf circa 880.000 Euro, auf die nun nochmals 3.605 Euro für die wasserrechtliche Genehmigung kommen.

Dieser Umstand ist jedoch nicht die einzige Hürde, die dem Start des Anbaus momentan im Wege steht. Die ersten Ausschreibungen für das Projekt wurden größtenteils abgelehnt. Einige Firmen, die Interesse und Kapazitäten für den Anbau hätten, legten teils horrende Preisvorschläge mit einem Kostenüberschuss von bis zu 50 Prozent zu den ursprünglichen 880.000 Euro vor.

Projektstart verzögert sich auf mindestens April 2020

Dies zog nach sich, dass der Ratshausener Gemeinderat die Ausschreibung auf Dezember verschieben musste. Dort soll sie mit einem mittlerweile geplanten Projektstart im April 2020 erneut erfolgen. Sollten sich nicht mindestens drei Anbieter für das Vorhaben finden, muss das Kommunalamt hinzugezogen werden.

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