Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Albstadt

Albschreiber Thomas Faltin ist schockverliebt in die Schönheit der Alb

06.11.2019

Von Katja Weiger-Schick

Albschreiber Thomas Faltin ist schockverliebt in die Schönheit der Alb

© Katja Weiger

Thomas Faltins Fotografien sind in einem Bildband erschienen. Selbstverständlich gab es zur Signatur auch einen kleinen Plausch – hier unter anderem mit dem einstigen Oberbürgermeister Hans Pfarr.

Der neue Albschreiber ist ein Fan und Kenner unserer Landschaft. Eine Ausstellung zeigt seine Fotografien in der Ebinger Stadtbücherei.

Thomas Faltin ist nicht nur versierter Albschreiber, sondern auch ein brillanter Albfotograf. Seit Dienstag stellt er eine Auswahl seiner Arbeiten in der Ebinger Stadtbücherei aus.

Der Albschreiber kennt die Alb bestens

Faltin lebt in Nürtingen, stammt aber aus Haigerloch. Die Schwäbische Alb kennt er also bestens, nicht zuletzt durch ausgedehnte Wandertouren in der Natur. Aufgrund dieser engen Verbundenheit zur Alb, so schmunzelte Oberbürgermeister Klaus Konzelmann bei der Vernissage, sei Thomas Faltin als Albschreiber geradezu prädestiniert: „Sie sind in unsere Heimat ja geradezu verliebt.“

Ein fotografischer Blick ins Herz

Und fürwahr: Faltin schaut der Schwäbischen Alb fotografisch tief ins Herz. Er erkennt ihren rauen Charme, auch wenn dieser sich mitunter erst beim zweiten Blick offenbaren mag. Nadelbäume, die im dichten Herbstnebel verschwinden. Ein Winterwald, der in der Sonne glitzert.

Die Schönheit des Moments eingefangen

Buntes Herbstlaub, die weißen Felsen, die majestätisch übers malerische Donautal hinausragen, oder der sachte Tagesanbruch über der Kuppenalb: Der erfahrene Fotograf fängt mit viel Gespür den Moment ein. Dafür, das erzählte er den vielen Besuchern der Vernissage mit leisem Lächeln, müsse er nicht nur geduldig sein, sondern häufig sogar mitten in der Nacht aufstehen: „Und das, obwohl ich wirklich ein totaler Morgenmuffel bin.“

Es gibt jede Menge zu schauen

Davon, dass sich dieser Einsatz lohnt, überzeugten sich die Gäste umgehend – und zwar bei einem ausgiebigen Gang durch die liebevoll präsentierte Ausstellung. Denn es gab jede Menge zu gucken, zu träumen und zu schwelgen: Faltins Werke gab es nicht nur klassischerweise – gerahmt von Bruno Schlagenhauf – an den Wänden zu bestaunen, sondern auch in einer multimedialen Präsentation, untermalt von klassischer Musik.

Typische Touristenplätze werden gemieden

Das Zellerhorn, das Felsenmeer, der Irrenberg, der Böllat und die Schalksburg: Der Albschreiber weiß halt, wo es hierzulande schön ist. Aber er meidet die üblichen „Touristenplätze“. Nichts sei schlimmer, so erzählte er, wenn man frühmorgens irgendwo in Ruhe fotografieren wolle und 20 andere Herrschaften genau denselben Gedanken gehabt hätten.

Auch den Kilimandscharo hat Faltin schon erwandert

Von einem ist der fotografierende Albschreiber, der im Brotberuf als Journalist arbeitet, jedoch überzeugt: „Unsere Alb kann es mit jedem anderen Gebirge dieser Welt aufnehmen.“ Ein schönes Kompliment durchaus, denn Thomas Faltin kann in Sachen „Bergerfahrung“ durchaus mitreden. Außer der Schwäbischen Alb hat er in seinem Leben schließlich schon manche Höhe „erwandert“, unter anderem den Kilimandscharo oder den Machu Picchu.

Zuerst einmal raus in die Natur, zum Wandern

Dass sein Herz jedoch ausschließlich der Alb gehört, glaubten ihm die Besucher aufs Wort. Zumal ihnen der passionierte Naturfreund sein einfach anmutendes Foto-Erfolgsrezept verriet: „Ich gehe raus zum Wandern – und dabei fotografiere ich.“ Dass er das am liebsten alleine tut, gibt er offen zu. „Die Natur“, sagt er, „ist für mich Hauptperson, nicht nur Kulisse.“

Dank an Hausmeister Michael Merz

Klaus Konzelmann dankte Thomas Faltin für zweierlei. „Zum einen teilen Sie diese wundervollen Aufnahmen mit uns“, bekannte der OB, „zum anderen machen Sie uns bewusst, in was für einer herrlichen Landschaft wir leben dürfen.“ Und Faltin selbst? Er dankte einem Herrn, der sich dezent im Hintergrund hielt, für seinen besonderen Einsatz.

„Nur wer weltoffen ist wie Sie, kann seine schöne Heimat schätzen“

Das war Michael Merz, der rührige Hausmeister des Bildungszentrums. „Er hat der Ausstellung Leben eingehaucht, indem er mir mit Engelsgeduld beim Arrangieren der Fotos geholfen hat“, sagte Thomas Faltin. Dass nicht nur die Höhen der Alb, sondern auch ihre Menschen sein Herz im Sturm erobert haben, gab er bei dieser Gelegenheit freimütig zu: „Nur wer weltoffen ist wie Sie, kann seine schöne Heimat schätzen.“

Diesen Artikel teilen: