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Balingen

Abkühlung voraus: Der Frommerner Schiefersee darf eine Badestelle bleiben

21.07.2020

Von Nicole Leukhardt

Abkühlung voraus: Der Frommerner Schiefersee darf eine Badestelle bleiben

© Nicole Leukhardt

Ein grünes Idyll, das zum Baden einlädt – eine Badestelle darf der Frommerner Schiefersee bleiben.

Badegewässer ja, Badeaufsicht nein: Der Frommerner Schiefersee darf auch weiterhin für einen Sprung ins kühle Nass genutzt werden – auf eigene Gefahr.

Zu diesem Schluss kommt Prof. Dr. Carsten Sonnenberg von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, der den Frommerner Schiefersee unter die Lupe genommen hat. Sein Fazit stellt der den Balinger Gemeinderäten in der Sitzung kommenden Dienstag vor.

Keine Aufsicht und kein Zaun

Seine Untersuchung hat ergeben, „dass es sich bei der Wasserfläche des Schiefersees um ein Badegewässer handelt“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Wasserqualität sei daher zu kontrollieren, was ohnehin bereits geschieht. Der Fachmann sieht keine Anhaltspunkte, die für das Vorliegen eines Naturbades sprechen. „Insofern sind keine permanente Wasseraufsicht

und keine Einzäunung erforderlich“, schreibt er weiter.

Lediglich eine Beschilderung sei anzubringen, „Nutzungskollisionen im Badeareal sind weiterhin zu vermeiden“, heißt es. Der Wasserzugang sollte nur am Ostufer und mit Hilfe des Geländers erfolgen, rutschige Steine sollten entfernt werden, so sein Rat. „Im übrigen Uferbereich, insbesondere beim Schilfgürtel sowie den Sträuchern sollte der Wasserzutritt verboten werden“, schreibt Sonnenberg. Ein Plan soll den Badefreunden zeigen, wo das Baden möglich und wo es unter Umständen verboten ist.

Geld für den Parkplatz?

Die vorhandene Infrastruktur, also das Toilettenhäuschen und die Parkplätze künftig nicht mehr kostenlos zur Verfügung zu stellen, davon rät der Experte ab. Nicht erlaubt sei jedenfalls, ein Entgelt für die Liegewiese zu erheben. Und auch an seinem Namen Schiefersee Frommern will Sonnenberg nicht rütteln. Es dürfe nur kein falscher Eindruck dahingehend erweckt werden, dass eine Wasseraufsicht vorhanden sei.

Hausaufgabe für die Verwaltung: Der Fachmann mahnt eine Haus- und Badeordnung an. Außerdem sollten an der Badestelle aus Sicherheitsgründen Rettungsgeräte wie Ringe oder Stangen vorgesehen werden.

Naturbad wäre teurer

Sein ausdrücklicher Rat an die Stadt: Der Schiefersee soll als Badestelle weiter betrieben werden. Gegenüber eines Naturbads habe dies Vorteile bezogen auf die Verkehrssicherungspflicht und auf die Kosten.

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