90 Jahre Tradition: Juwelier Götz und Götz + Nies Optik feiern Jubiläum

Von Jasmin Alber

Andreas Götz legte 1929 den Grundstein für ein Balinger Traditionsunternehmen. Heute lenken dessen Enkel Anke Illing und Roland Nies die Geschicke des Uhren- und Schmuckgeschäftes sowie des Optikerfachbetriebs.

90 Jahre Tradition: Juwelier Götz und Götz + Nies Optik feiern Jubiläum

Anke Illing und Roland Nies leiten den Betrieb in dritter Generation.

Ein Balinger Traditionshaus hat derzeit allen Grund zur Freude: Dieses Jahr feiern Juwelier Götz und Götz + Nies Optik ein nicht alltägliches Jubiläum. Vor 90 Jahren stellte Andreas Götz die Weichen für das erfolgreiche Familienunternehmen. Heute werden das Schmuck- und Uhrengeschäft sowie der Optikerfachbetrieb zwar getrennt geführt, die Ursprünge sind aber dieselben.

Blick in die Geschichte des Traditionshauses

Vor neun Jahrzehnten, am 1. April 1929, gründet Andreas Götz sein Fachgeschäft für Uhren und Schmuck in der Balinger Friedrichstraße 34. Unter Mithilfe der Tochter Heidegund Nies, die von 1953 bis 1956 das Uhrmacherhandwerk erlernt, wird das Geschäft ausgebaut und vergrößert. 1956 wird das Geschäft in der Friedrichstraße komplett umgebaut, die Augenoptikabteilung eröffnet.

1961 tritt der damalige Verlobte von Heidegund Nies, Bernhard Nies als Uhrmachermeister und Augenoptiker (ab 1969 Augenoptikermeister) in das Geschäft ein. 1972 wird das Geschäftshaus komplett umgebaut. 1976 wird in der Schmidstraße 1 ein Geschäftshaus speziell für Optik errichtet, das in Ausstattung und Auswahl neue Maßstäbe setzt, das Angebot wird um optische Geräte, vergrößernde Sehhilfen und Ferngläser erweitert. Der Bereich „Sehberatung“ wird mit modernster Technik ausgestattet.

Tochter Anke Nies (heute Illing) macht von 1983 bis 1986 ihre Ausbildung zur Goldschmiedin. Von 1984 bis 1987 absolviert ihr Bruder Roland Nies seine Ausbildung zum Augenoptiker bei Optik Nill in Mössingen. Im Anschluss an die Ausbildung wird in der Bahnhofstraße ein zweites Fachgeschäft unter dem Namen Optik Nies für Augenoptik eröffnet. 1991 legt er seine Prüfung zum Augenoptikermeister ab und erhält eine Auszeichnung als Jahrgangsbester. Im selben Jahr absolviert Anke Nies ihre Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk.

1988 erwirbt das Ehepaar Nies das Gebäude Friedrichstraße 38, ehemals Modehaus Streich, und eröffnet dort nach Umbau im Jahr 1989 das Geschäft. Es gilt als eines der modernsten Juweliergeschäfte im süddeutschen Raum. 1993 wird das Optikgeschäft in der Schmidstraße den neuen Trends angepasst, der Computer hält Einzug in die Brillenberatung.

Seit knapp 20 Jahren leitet die dritte Generation den Betrieb

Ein weiterer Meilenstein: Am 31. Dezember 1999 übergeben Heidegund und Bernhard Nies die Geschäfte an ihre Kinder. Im September 2000 wird in den Räumen von Optik Götz die „Hörbar“ eröffnet. Das Fachgeschäft für modernste Hörgeräte und Tinnitushilfe, geleitet von Akustikermeister Eberhard Nill, wird zum vollen Erfolg. 2006 fusionieren die beiden Optiker Götz und Nies, beide geführt unter der Regie von Optikermeister Roland Nies, zum neuen Fachgeschäft für Augenoptik Götz + Nies. Das Stammhaus in der Schmidstraße wird zum zentralen Firmensitz. 2012 werden die Räumlichkeiten von Juwelier Götz komplett modernisiert.

Damals wie heute ein Familienbetrieb

In den benachbarten Geschäften – der Juwelier in der Friedrichstraße, der Optiker gleich um die Ecke in der Schmidstraße – finden Kunden ein breites Waren- und Leistungsspektrum. Das Team, bestehend aus insgesamt zwölf Personen, kümmert sich um die Kundschaft. „In unserem Haus wird Service groß geschrieben“, unterstreicht Anke Illing, Geschäftsführerin der Juwelier Götz GmbH. Der Qualitätsanspruch ist hoch. Das gelte für beide Geschäfte. Balingen sei eine tolle Einkaufsstadt, die von der Fußgängerzone profitiere, ergänzt ihr Bruder Roland Nies, Geschäftsführer der Götz + Nies Optik GmbH. „Wir tragen unseren Teil gerne dazu bei.“