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Geislingen

600 Helfer wuppen das Ringtreffen: Geislinger Narrenzunft ist geschafft, aber glücklich

03.02.2020

Von Rosalinde Conzelmann

600 Helfer wuppen das Ringtreffen: Geislinger Narrenzunft ist geschafft, aber glücklich

© Rosalinde Conzelmann

Schon am Sonntagabend haben die Helfer mit dem Abbau begonnen. Am Montag ging es nahtlos weiter.

Auf das Wetter hatten die Narren keinen Einfluss, alles andere lief wie am Schnürchen. Am Montag hieß es für zahlreiche Helfer nochmals anpacken, um das Festzelt abzubauen und den Schlossplatz aufzuräumen. Mittendrin Zunftmeister Uwe Geitlinger – erschöpft, aber zufrieden, dass das dreitägige närrische Spektakel ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist.

„Allen zur Freud‘, keinem zum Leid“ – diese Fasnetsregel hat sich die Narrenzunft an den drei Tagen auf die Fahne geschrieben und zur Freude aller durchgehalten.

Narrenzunft dankt den Anliegern

„Heute morgen hat sich eine Geislingerin, die am Schlossplatz wohnt, bei mir persönlich bedankt, dass es während der drei Tage keine extremen Belästigungen gab“, erzählt Uwe Geitlinger.

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Manche waren unterunterbrochen drei Tage auf den Beinen, das ist eine tolle Leistung. Zunftmeister Uwe Geitlinger

Es wird immer schwieriger, freiwillige Helfer zu finden und gleichzeitig werden die Auflagen immer größer. Ehrenzunftmeister August Schädle

Eine Reaktion, die ihn auch deshalb freut, weil der Großteil der Geislinger, vor allem die Anlieger des Schlossplatzes, Verständnis zeigten. „Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, sagt der Narrenchef. Es sei nicht selbstverständlich, dass alle so mitziehen bei einem Großereignis dieser Art, das natürlich Beeinträchtigungen mit sich bringe.

Ein schönes Ringtreffen ist zu Ende

„Es war ein schönes Ringtreffen mit fröhlich feierenden Menschen“, zieht der Zunftmeister dieses Fazit nach einem anstrengenden Wochenende. Hunderte von Menschen hätten dazu beigetragen, dass das Ringtreffen ein Erfolg wurde. Für die Narrenzunft allein wäre das nicht zu schaffen gewesen. „Ohne die Geislinger Vereine hätten wir das nicht geschafft“, betont Geitlinger.

600 Helfer sind im Einsatz

Von Freitag bis Sonntag waren knapp 500 Menschen im Einsatz, die in vier Schichten im Einsatz waren, um den Besucheransturm zu bewältigen. Rechnet man noch den Auf- und Abbau dazu, kommen weitere 100 Helfer dazu. Und natürlich, bekennt der Organisationschef, „hätten es in den Spitzenzeiten noch mehr Leute sein können.“

Viele opfern ihren Urlaub

Eine tolle Leistung. „Manche waren ununterbrochen drei Tage auf den Beinen“, lobt Geitlinger, der mit seinem Elferrat schon vor einem Jahr mit der Organisation begonnen hat. Nicht wenige hätten ihre Freizeit oder sogar ihren Urlaub dafür geopfert. Die heiße Phase begann dann im Herbst. Seither ist die Narrenzunft im Ausnahmezustand.

Bauhof ist im Einsatz

Ein wichtiger Partner bei der Ausrichtung war und ist die Stadt. Die kümmerte sich um die Umsetzung der verkehrsrechtlichen Anordnung und unterstützte die Zunft nach Kräften. Feuerwehrmänner aus alle drei Abteilungen kümmerten sich um die Brandwache, der Hundeverein hielt die Nachtwachen und das DRK war alle drei Tage in Bereitschaft.

Unmittelbar nach dem großen Umzug wurden die Sperrungen aufgehoben und der Bauhof setzte sofort die Kehrmaschinen in Bewegung.

Nur Petrus zickt

Einzig Petrus widersetzte sich dem Geislinger Organisationsmarathon. „Und dabei haben alle für gutes Wetter gebetet“, meint Geitlinger lachend. „Hut ab vor den vielen Zuschauern, die trotz Nieselregen zum Umzug gekommen sind“, sagt er.

Es ist eine logistische Meisterleistung, die der Verein alle zehn Jahre vollbringt. Für Geitlinger ist es das dritte Ringtreffen, das er mitorganisiert und miterlebt. „Eines als Prinz, eines als Vize und eines als Zunftmeister“, erzählt er.

600 Helfer wuppen das Ringtreffen: Geislinger Narrenzunft ist geschafft, aber glücklich

© Rosalinde Conzelmann

Stadtbaumeister Markus Buck (rechts) war das Bindeglieder zwischen der Stadt und der Zunft und Ansprechpartner für Uwe Geitlinger (links) und Vize Matthias Killmayer.

Und so wie es aussieht, wird er beim nächsten Ringtreffen in der zweiten Reihe stehen. Mehr will er aber zum bevorstehenden Machtwechsel an der Spitze der Zunft noch nicht verraten.

Für den fasnetsbegeisterten Geislinger ist auch dieses Ringtreffen wieder der Beweis für eine gewachsene Fasnet in Geislingen. „Es ist einfach schön, wenn die Menschen zu uns kommen und uns unterstützen.“

Unmittelbar nachdem am Sonntagabend die letzten Besucher das Zelt verlassen haben, begannen die Helfer mit dem Abbau und waren bis 23 Uhr am Arbeiten. Am Montagmorgen ging es dann nahtlos weiter.

Es wird schwieriger

Auch Ehrenzunftmeister August Schädle packte mit an. Für ihn ist es nicht das erste Ringtreffen, das er mitorganisiert. Er bezweifelt aber, dass die Großveranstaltungen in der Zukunft weiterhin gestemmt werden können. „Es wird immer schwieriger, freiwillige Helfer zu finden und gleichzeitig werden die Auflagen immer größer“, sagt er.

Darüber nachzudenken haben die Zunftmitglieder wenig Zeit. Am Dienstag sind sie nochmals im Einsatz. Danach gilt es, das nächste Event vorzubereiten: die Geislinger Prunksitzung am 15. Februar in der Schlossparkhalle, der am 22. Februar der große Umzug folgt.

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