Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

5100 Unternehmen erhielten im ersten Halbjahr 2019 eine Förderung der L-Bank

01.08.2019

von Pressemeldung L-Bank

5100 Unternehmen erhielten im ersten Halbjahr 2019 eine Förderung der L-Bank

© Nikiko/Pixabay.com

Aus der Wirtschaft in Baden-Württemberg kommen derzeit nur wenig gute Nachrichten. Umso erfreulicher ist die Förderbilanz der L-Bank im ersten Halbjahr 2019.

Mit den L-Bank Förderprogrammen wurden von Januar bis Ende Juni fast 5.100 Unternehmen mit einem Fördervolumen von mehr als 1,7 Mrd. Euro erreicht. Wesentliche Entwicklungsimpulse gingen von der Digitalisierungsprämie und der Innovationsfinanzierung aus.

„Stillstand ist Rückschritt: Für eine dynamische Wirtschaft brauchen wir immer wieder frische Ideen und Mut für neue Konzepte, Veränderungen in den Unternehmen, aber auch neue Impulse durch Startups“, sagt Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstandes der L-Bank, bei der Vorstellung der Wirtschaftsförderbilanz des ersten Halbjahrs 2019.

Die Digitalisierungsprämie und die Innovationsfinanzierung geben hierzu in den Unternehmen wichtige Veränderungsimpulse, die Gründungsförderung halte sich auf hohem Niveau und trage dazu bei, dass die Startbedingungen für Gründungen und Nachfolgen stimmen. „In Summe blicken wir auf ein erfreuliches erstes Förderhalbjahr. Dabei haben wir mit fast 5.100 unterstützten Unternehmen unsere Breitenwirkung nochmals verbessert“, so Nawrath. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 4.400 Unternehmen.

318 Millionen Euro an Existenzgründer

Die L-Bank reichte von Januar bis Juni 1,72 Milliarden Euro an baden-württembergische Unternehmen aus. 318 Millionen Euro davon gingen an Existenzgründer. Etablierte kleine und mittelständische Unternehmen erhielten Finanzierungen über 1,13 Milliarden Euro. Landwirtschaftsbetriebe wurden mit Krediten in Höhe von 105 Millionen Euro unterstützt. Weitere 168 Millionen Euro kamen der Wirtschaft in Form von Finanzhilfen zu Gute.

Die insgesamt finanzierten Unternehmen planen mit diesen Mitteln Investitionen von rund 2,5 Milliarden Euro. „174.000 Arbeitsplätze werden dadurch gesichert und der Aufbau von 4.500 neuen Stellen ermöglicht“, heißt es von Seiten der L-Bank.

„In der Existenzgründungsfinanzierung bewegen wir uns weiter auf einem sehr hohen Niveau. Auch 2019 liegen wir über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Besonders die Startfinanzierung 80 – unser gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg seit vielen Jahren im Markt etablierter kleiner „Venture Credit“ – läuft sehr gut“, stellte Nawrath fest.

Spezielles Gründergen in Baden-Württemberg

„Und die Zielrichtung für die Zukunft stimmt. Die Ergebnisse unseres gerade veröffentlichten ZEW/IAB-Gründerpanels für Baden-Württemberg zeigen eine spannende Entwicklungsperspektive: Unsere Gründer haben ein besonderes Gründergen – sie gründen seltener als anderswo in Deutschland aus der Not. Und sie gründen auch nicht mangels Alternativen, sondern weil sie spannende Gründungsideen haben. Sie wollen ihre Ideen zu eigenen Unternehmen entwickeln: Ihr Ziel ist es Mittelständler zu werden, sie wollen nicht den schnellen Exit!“

Für Innovation und Digitalisierung

In der Mittelstandsfinanzierung liegen Innovation und Digitalisierung weiter im Trend. Seit dem Start der neugestalteten Innovationsfinanzierung am 1. März 2019 wurden mehr als 92 Mio. Euro Kreditvolumen ausgereicht. „Zum 1. Juli wurde das Programm um das Fördermerkmal innovative Unternehmen erweitert. Dies dürfte die Resonanz im zweiten Halbjahr noch einmal deutlich erhöhen“, sagte Nawrath.

„Beachtlich ist aber vor allem die Entwicklung der Digitalisierungsprämie. Die Digitalisierungsprämie wurde im zweiten Halbjahr 2018 von rund 920 Unternehmen in Anspruch genommen. Im ersten Halbjahr 2019 haben wir 1.270 Unternehmen erreicht. Die von der Landesregierung hierfür bereitgestellten Haushaltsmittel geben so grundlegende und vielfältige Impulse.“

Die Kombination der Digitalisierungsprämie mit einem kompletten Finanzierungsangebot für die jeweilige Digitalisierungsmaßnahme hat sich bewährt. Im Programm und bei den einzelnen Programmteilen besteht ein guter Branchen- und Vorhabensmix. „Die durchschnittliche Darlehenshöhe von 31.500 Euro spricht für die gute Akzeptanz des Programms beim kleineren Mittelstand, der so einen ersten wichtigen Schritt in die digitale Zukunft macht. Während größere Unternehmen die Chancen der Digitalisierung bereits gut nutzen, hat es bei den kleineren Unternehmen eines Impulses bedurft um die Digitalisierung in Fahrt zu bringen“, erläutert Nawrath. „Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei ein weiteres Mal die schlagkräftige Bündelung von Bundes- und Landesförderung in einem Produkt.“

Prognose: Moderates Wachstum

Die aktuellen Prognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung lassen langfristig ein eher moderates Wachstum erwarten. „An Wachstumsraten wohl unter einem Prozent müssen wir uns erst einmal gewöhnen“, so Nawrath.

„Aber nicht nur quantitatives Wirtschaftswachstum zählt. Wichtig ist letztlich die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen, also die Qualität des Wachstums. Und die Stabilität und Kontinuität der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung. Als Förderbank des Landes haben wir unsere Instrumente entsprechend justiert.

Mit mehr als 16 Milliarden Euro haben wir die Entwicklung der baden-württembergischen Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren begleitet. Wir denken in langen Linien und können die baden-württembergische Wirtschaft bei den gewaltigen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte nachhaltig und mit langem Atem unterstützen.“

Diesen Artikel teilen: