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Sigmaringen

37 Fälle in Sigmaringen – Über 80-Jähriger mit Lungenentzündung und Coronavirus verstorben

17.03.2020

von Pressemitteilung

37 Fälle in Sigmaringen – Über 80-Jähriger mit Lungenentzündung und Coronavirus verstorben

© Pascal Tonnemacher

Das Zollernalbklinikum in Balingen hat an der rechten Gebäudeseite einen Eingang für Patienten mit Verdacht auf Corona eingerichtet (Symbolfoto).

Im Landkreis Sigmaringen gibt es Stand Dienstag 37 Fälle von Covid-19. Ein über 80-Jähriger aus dem Landkreis Rottweil verstarb im SRH-Krankenhauses in Sigmaringen. Er hatte an einer schweren Lungenentzündung gelitten. Bei ihm wurde auch das Coronavirus festgestellt.

Seit Dienstag gibt es 37 Corona-Fälle im Landkreis Sigmaringen. Das teilt der Landkreis mit.

Ein über 80-jähriger Patient, der an einer schweren Lungenentzündung litt, wurde am Montag ins SRH-Krankenhaus Sigmaringen eingeliefert. Er verstarb dort wenig später. Bei ihm wurde auch das Coronavirus festgestellt.

Wie das Landesgesundheitsamt und das Gesundheitsamt Rottweil mitteilen, stammte der Mann aus dem Landkreis Rottweil und litt an einer chronischen Vorerkrankung.

Fallzahlen werden wohl weiter rapide steigen

Aktuell sind laut Landratsamt noch 219 Tests offen, das Gesundheitsamt rechnet mit weiter rapide steigenden Fallzahlen in den nächsten Tagen.

Auch angesichts dieser Nachricht erneuert Landrätin Stefanie Bürkle ihren eindringlichen Appell an die Bürger, zuhause zu bleiben: „Wer trotz Quarantäne sich unter anderen Menschen aufhält, riskiert, dass das Virus an ältere und erkrankte Mitbürger weitergegeben wird. Und für diese kann es mitunter tödlich enden.“

Auch all diejenigen, die keine Quarantäne haben, bittet die Landrätin, soziale Kontakte zu meiden: „Sport in Gruppen, Treffen mit Freunden im Bauwagen, der Eisdiele oder dem Restaurant müssen nun nicht mehr zwingend sein.“

Testcenter geht morgen in Betrieb

Das Testcenter in der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen geht am Mittwochabend in Betrieb. Die Feuerwehr, das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst haben gemeinsam die Container-Test-Station eingerichtet. Sie unterstützen nun auch beim Betrieb.

Das medizinische Personal sowie der anwesende Arzt wird von der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt.

Viele Hilfskräfte im Einsatz

„Mein Dank geht an die Hilfsorganisation und die Ärzteschaft im Kreis. Nur dank ihrer raschen Hilfe konnten wir das Testcenter nun so rasch auf die Beine stellen“, sagt Landrätin Stefanie Bürkle. Die Mitarbeiter dort arbeiten künftig tagsüber in ihre Praxen nach Feierabend in der Teststelle zusätzlich.

Die Teststelle soll zur Entlastung der Hausärzte und der Krankenhäuser dienen. Tests sollen zunächst von 18 bis 21 Uhr durchgeführt werden.

Termin ist notwendig

Wichtig, so das Landratsamt weiter in der Mitteilung: Getestet werden kann nur, wer einen Termin vom Gesundheitsamt erhalten hat. Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, soll telefonisch Kontakt zum Hausarzt aufnehmen.

Dieser prüft, ob ein Test sinnvoll ist und leitet den Namen an das Gesundheitsamt weiter. Der Patient erhält dann vom Gesundheitsamt einen Termin. Menschen, die ohne Termin die Teststelle aufsuchen, müssen abgewiesen werden.

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