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Handball

28:28 im Spitzenspiel: „Gallier von der Alb“ halten Verfolger Coburg auf Distanz

10.05.2019

von Ralph Bilek

28:28 im Spitzenspiel: „Gallier von der Alb“ halten Verfolger Coburg auf Distanz

© Rosenbusch

In Coburg kam der HBW Balingen-Weilstetten am Freitagabend zu einem 28:28.

Immerhin einen Punkt holte Zweitliga-Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten am Freitagabend beim HSC Coburg. 28:28 stand es nach 60 umkämpften Minuten.

Das Topspiel im Bundesliga-Unterhaus hielt, was es im Vorfeld versprach. Sowohl der HBW Balingen-Weilstetten als auch der HSC Coburg kämpften aufopferungsvoll – und bekamen jeweils einen Zähler.

Zufriedener Trainer

Am Ende war es für den HBW vielleicht auch ein verlorener Punkt. Schließlich hatte die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle in Durchgang zwei lange Zeit geführt und letztlich auch noch die Möglichkeit zum Siegtreffer gehabt. „Ich bin mit dem Punkt zufrieden. Es ist gerecht“, stellte der HBW-Coach nach dem Abpiff aber klar. Doch der Reihe nach.

Starker Schwaben-Start

Die Schwaben erwischten in der HUK-Coburg Arena einen Start nach Maß. Den HBW-Mittelblock versuchte der HSC gleich mit einem Kempa-Trick zu überwinden, doch das hatte die „Gallier“-Abwehr irgendwie gerochen, fing das Anspiel ab.

Romas Kirveliavicius sorgte anschließend an alter Wirkungsstätte für die erste Führung des HBW. Und während Coburg auch in der Folge etwas nervös wirkte, waren die „Gallier von der Alb“ von hellwach. Auch dank „Kiwi“. An drei der vier Anfangstreffer war der österreichische Nationalspieler beteiligt.

Fotostrecke
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In Coburg hieß es Erster gegen Dritter.

© Thomas Schips

Der Ex-Balinger Florian Billek spielt für Coburg.

© Thomas Schips

Die Fans unterstützten den HBW lautstark.

© Thomas Schips

Marcel Niemeyer und seine Teamkollegen holten einen Zähler.

© Thomas Schips

Über 3000 Zuschauer sahen das Topspiel.

© Thomas Schips

Ein wenig enttäuscht waren die Schwaben nach dem Remis.

© Thomas Schips

Es war fast ein offener Schlagabtausch, mit hohem Tempo und viel Spielübersicht beider Mannschaften – und zunächst eben auch einem leichten Vorteil für den HBW (2:5/5.).

Dann jedoch kam Konstantin Poltrum im HSC-Tor auf Betriebstemperatur. Während der HBW nun einige Fahrkarten zog, kam Coburg nicht nur zum Ausgleich, sondern beim 7:6 auch zur ersten Führung (10. Minute).

Hauptakteur dabei war Coburgs Kapitän Sebastian Weber, toll von seinen Vorderleuten am Kreis in Szene gesetzt. Da blieb Marcel Niemeyer und seinen Abwehkollegen mehrmals nur der Blick hinterher.

Ausgleich kurz vor der Pause

Auf der anderen Seite ließen die „Gallier“ durch Niemeyer frei am Kreis eine große Chance liegen, was den HSC erst mit zwei, dann mit drei Toren nach vorne brachte. Immer wieder war es die Achse Weber-Prakapenia, die der HBW nicht in den Griff bekam.

Doch die Schwaben kämpften, egalisierten beim 14:14 die jetzt härter werdende Partie (23.). Überragend war die Trefferquote der Coburger kurz vor dem Pausenpfiff – 90 Prozent ihrer Würfe fanden den Weg ins gegnerische Tor. Trotzdem ging es mit einem Remis in die Pause, weil auch der HBW im Abschluss ziemlich konsequent war.

HBW wieder vorne

Nach dem Wiederanpfiff erwischte dann wieder der HBW den bessseren Start. Juan de la Pena machte es zunächst schnell, wenig später netzte Matthias Flohr ins leere HSC-Gehäuse. Coburg haderte – auch mit den Unparteiischen.

So musste die Spielaufsicht zwischenzeitlich auch Trainer Jan Gorr auf der Bank beruhigen.

Der HBW konzentrierte sich auf sich selbst, im Tor lief es für den anfangs noch glücklosen Tomas Mrkva nun deutlich besser. Erst gegen Florian Billek, dann gegen Pontus Zettermann und schließlich gegen Anton Prakapenia parierte er Würfe.

HSC bleibt dran

Weil auch Poltrum auf der anderen Seite Bälle zu fassen bekam, blieb Balingen-Weilstetten zwar vorne, Coburg aber auf Tuchfühlung. Im Gegensatz zum ersten Durchgang verschleppte der HBW im Angriff die Partie, spielte seine Angriff länger aus, Tore waren nun Mangelware.

Damit schienen sie bis Mitte der zweiten Halbzeit das richtige Rezept gefunden zu haben. Coburg schaffte vorerst den Ausgleich nicht (21:23/45.).

Coburg nutzt Torflaute

Dann jedoch leistete sich der HBW fünf torlose Minuten – und die beiden Ex-Balinger Patrick Weber und Billek brachten Coburg den Ausgleich. Mehr wurde es nicht, das lag auch weiterhin an Mrkva.

Letzte Chance für „Kiwi“

70 Sekunden vor dem Abpfiff lagen die Schwaben dann nach „Kiwis“ drittem Treffer mit 28:27 vorne. Gorr rief sein Team an die Seitenlinie – und seine Worte fanden Gehör. Weber markierte noch einmal den Ausgleich. Dem HBW blieben noch 15 Sekunden und ein finaler Wurf von Kirveliavicius, der aber nichts einbrachte. Das Ende – ein leistungsgerechtes Remis, das Balingen-Weilstetten aber mehr nützt als den Coburgern. Der HBW hat weiter drei Punkte Vorsprung. „Es ist für uns eine gefühlte Niederlage“, räumte HSC-Vorstandsprecher Stefan Apfel ein.

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