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Geislingen

17 Räte und fünf Fraktionen: Der neue Geislinger Gemeindrat ist noch bunter geworden

18.09.2019

Von Rosalinde Conzelmann

17 Räte und fünf Fraktionen: Der neue Geislinger Gemeindrat ist noch bunter geworden

© Rosalinde Conzelmann

Der neue Geislinger Gemeinderat (von links): Melanie Ott, Frank Schlaich (neu), Daniela Hatzenbühler (neu), Martin Dirlewanger, Frieder Klein, Bernd Neuhoff (neu), Jörg Brobeil (neu), Sabine Beck (neu), Dr. Hans-Jürgen Weger, Matthias Hölle (neu), Torsten Acker (neu), Anneliese Hauser, Tobias Pauli, Karl-Heinz Müller, Gerhard Mozer (neu) und Bürgermeister Oliver Schmid.

Am Mittwoch wurden die wiedergewählten und neuen Ratsmitglieder in der konstituierenden Sitzung verpflichtet. Der Landrat führte gemeinsam mit Bürgermeister Oliver Schmid die Ehrungen des Gemeindetags durch. Sechs Räte wurden verabschiedet. Für Robert Schmid gab es Standing Ovations.

Mit fünf Fraktionen bei 17 Räten (ein Ausgleichssitz) wird der Geislinger Gemeinderat bunter. Das stellte Landrat Günther-Martin Pauli, ehemaliger Geislinger Bürgermeister und Bürger der Stadt, am Mittwochabend fest. Es sei wichtig, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Keine SPD mehr, dafür Grüne und SÖL

Mit Bündnis 90/Die Grünen und der Sozial-Ökologischen Liste (SÖL) sind zwei neue Fraktionen vertreten. Die SPD hat keine List mehr.

Bürgermeister Oliver Schmid hatte seinen Vorgänger spontan eingeladen, ihn bei den Ehrungen der langjährigen Stadträte zu unterstützen. Eine Aufgabe, die Pauli gerne ausführte. Im Namen des Gemeindetags wurden Benjamin Eha und Friewald Gulde, die beide entschuldigt waren, sowie Karl-Heinz Müller, Melanie Ott sowie Wolfgang Pauli für jeweils zehnjähriges Engagement in der Kommunalpolitik geehrt.

Seit zwei Jahrzehnten arbeitet Frieder Klein im Gremium mit, auch er wurde geehrt. Ebenso wie Martin Dirlewanger und Gabriele Nurna, die mit ihrer 25-jährigen kommunalpolitischen Erfahrung zu den alten Hasen zählen.

Pauli und Schmid bedankten sich bei den Geehrten. Schmid zitierte Konrad Adenauer: „Ehrungen – das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat.“

Sechs Räte nehmen Abschied

„Sie haben alle das Bild des Gemeinderats mitgeprägt“ – mit diesen Worten verabschiedete Schmid sechs Gemeinderäte. Sie hätten an einer Reihe von Entscheidungen mitgewirkt, die die Stadt gestärkt hätten, betonte Schmid.

Kommunalpolitik befasse sich mit allen Lebensbereichen, dies mache das Amt so spannend. Der Bürgermeister bedankte sich auch bei den Familien der Abschiednehmenden für deren Rückendeckung.

Politische Ämter sind Ämter auf Zeit

Er erinnerte in einer Rückschau an die wichtigsten Projekt, die in der vergangenen Legislaturperiode auf den Weg gebracht wurden und freute sich, dass sich Geislingen dynamisch entwickelt hat. Was das Abschiednehmen betrifft, stellte Schmid fest, dass politische Ämter stets Ämter auf Zeit seien.

Thomas Teichmann rückte 2016 in den Gemeinderat nach. Der Bauingenieur sei ein besonders wertvoller Berater für die Verwaltung gewesen, so Schmid.

Adelheid Kalbacher, die in Binsdorf lebt, war 2014 die einzige Neue im Gremium. Auch ihr bescheinigte Schmid eine gute Arbeit zum Wohle der Stadt.

Friewald Gulde rückte 2009 ins Gremium nach und wurde 2014 wiedergewählt. Schmid fand lobende Worte für seine berufliche Erfahrung und Kompetenz, die er einbrachte. Alle drei waren 2019 nicht mehr wiedergewählt worden.

Nurna war die erste Ortschaftsrätin

Rolf Schädle, Gabriele Nurna und Robert Schmid haben sich auf eigenen Wunsch aus der Kommunalpolitik verabschiedet. Nurna war 1989 die erste Frau im Binsdorfer Ortschaft. Rolf Schädle ist seit 2001 im Gemeinderat und brachte sein Wissen in zahlreichen Ausschüssen ein.

Standing Ovations für Schmid

Mit Robert Schmid verlässt das erfahrenste Mitglied das Gremium. Der Geislinger hat sich ein halbes Leben lang in der Kommunalpolitik eingebracht. Er arbeitete mit drei Bürgermeistern zusammen und bezeichnete seine kommunalpolitische Zeit in seinen Abschiedsworten als interessant, lehrreich und spannend.

Mit Standing Ovations würdigten seine Ratskollegen und die Verwaltung Schmids Leistung für seine Heimatstadt.

Nach einer kurzen Pause nahmen die wieder- und die neugewählten Räte in der Mensa ihre Plätze ein. Schmid bedankte sich bei den Wiedergewählten, dass sie bereit sind, das anspruchsvolle Ehrenamt auszuführen.

17 Räte und fünf Fraktionen: Der neue Geislinger Gemeindrat ist noch bunter geworden

© Rosalinde Conzelmann

Bürgermeister Oliver Schmid (rechts) verabschiedete die Gemeinderäte Adelheid Kalbacher, Rolf Schädle, Thomas Teichmann, Gabriele Nurna und Robert Schmid. Es fehlte Friewald Gulde.

„Es ist ein positives Zeichen, dass sich auch neue Gesichter zum Wohle unserer Gemeinde engagieren“, wandte sich Schmid an die acht neuen Gremiumsmitglieder Jörg Brobeil, Bernd Neuhoff, Matthias Hölle, Torsten Acker, Sabine Beck, Gerhard Mozer, Frank Schlaich und Daniela Hatzenbühler.

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Für Polemik und Häme ist in diesem Gremium auch künftig kein Platz. Bürgermeister Oliver Schmid

Es ist wichitg, dass Menchen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Landrat Günther-Martin Pauli

Sie würden zwar keine Routine, dafür aber frischen Wind in die Ratsrunde bringen. Er forderte sie auf, ihr Amt nach bestem Wissen und Gewissen unparteiisch und nur der gemeinsamen Sache verpflichtet, wahrzunehmen.

Ihr Handeln dürfe sich ausschließlich am Wohl der Stadt orientieren. Schmid hatte noch eine deutliche Botschaft für die neuen Ratsmitglieder: „Für Polemik und Häme ist in diesem Gremium auch künftig kein Platz.“

Drei Stellvertreter für den Bürgermeister

In geheimer Wahl wurden die drei Bürgermeister-Stellvertreter in dieser Reihenfolge gewählt: Wolfgang Pauli (CDU); Martin Dirlewanger (Aktive Bürger) und Torsten Acker (Freie Wähler).

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