SüdWest Markt 13.9.18

Umfrage 2 Ratgeber 3 Kino 4 Jugend 5 Immobilien 8 Stellenmarkt 22 DieseWoche Skeptisch Umfrage Die Deutschen stehen dem Einsatz von künstlicher In- telligenz im Allgemeinen eher skeptisch gegenüber. Knapp je- der Zweite nimmt zwar ein aus- geglichenes Nutzen-Risiko-Ver- hältnis wahr. Aber: Das Aber überwiegt in vielen Nutzungs- bereichen. Seite 2 Optimistisch Umwelt Jeder Mensch hinterlässt einen CO 2 -Fußabdruck. In Deutschland sind das gut elf Tonnen CO 2 pro Jahr. Und jeder kann etwas gegegen tun .Seite 3 Für den Bereich Balingen: Heute mit Balingen aktuell ie Zahl der Baden- Württemberger, die stationär im Kranken- haus behandelt wurden, hat sich zwischen 2005 und 2016 deutlich erhöht. Nach Mittei- lung des Statistischen Landes- amtes stieg die Zahl männli- cher Patienten in diesem Zeit- raum um fast 21 %. Bei Patien- tinnen betrug das Plus knapp 14 %. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatten die Anstiege in den fallstarken Di- agnosekapiteln „Krankheiten des Kreislaufsystems“, „Krankheiten des Muskel-Ske- lett-Systems und des Bindege- webes“ sowie „Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursa- chen“. Deutlich verhaltener entwickelten sich dagegen die stationären Behandlungen aufgrund von „Neubildungen“ (z.B. Tumore). Hierbei dürfte die Verlagerung von Krebsthe- rapien vom stationären in den ambulanten Bereich eine gro- ße Rolle gespielt haben. Am- bulante Behandlungen werden von der amtlichen Statistik nicht erfasst. ie Alterung der Bevöl- kerung in Baden-Würt- temberg übte einen starken Einfluss auf die Ent- wicklung der stationären Krankenhausbehandlungen zwischen 2005 und 2016 aus. Nach den Ergebnissen einer Modellrechnung des Statisti- schen Landesamtes entfielen mehr als die Hälfte des An- stiegs der stationären Behand- lungen von Männern (11 Pro- zentpunkte) und knapp die Hälfte des Anstiegs der statio- nären Behandlungen von Frau- en (6 Prozentpunkte) allein auf die demografische Alte- rung. Hintergrund: Aufgrund der in den vergangenen Jahr- zehnten durch Geburtenrück- gang und steigende Lebenser- wartung entstandenen Alters- struktur stiegen die Einwoh- nerzahlen im Untersuchungs- zeitraum vor allem in hohen Altersgruppen, in denen das Krankenhaus ohnehin häufiger in Anspruch genommen wird. ■ red D D Die Zahl der Woche s gibt Studien, die bele- gen, dass Menschen unter Zeitdruck selbstsüchtiger werden. In anderen wurden sie dagegen prosozialer. Dass dies kein Widerspruch sein muss, deckten Forscher aus den USA und China nun auf. Sie konnten zeigen, dass Menschen unter Zeitdruck offenbar eher ihrer Grundeinstellung folgen. enn sie schnell rea- gieren müssen, ver- halten sich egoisti- sche Menschen eigennütziger und prosoziale Menschen sozia- ler. Dies ging aus Experimenten mit 102 Studenten aus den USA und Deutschland hervor, die 200 Runden eines Spiels spielten, das häufig für psychologische und ökonomische Experimente ver- wendet wird. Dabei müssen die Teilnehmer jedes Mal entschei- den, ob sie einem Spielpartner ei- nen bestimmten Betrag von ih- rem Geld abgeben oder nicht. Manchmal entspricht ein Dollar einem Dollar, manchmal reicht zum Beispiel schon ein Dollar, da- mit der Partner zehn bekommt, umkehrt kann es sein, dass ein Teilnehmer zehn Dollar abgeben müsste, damit der andere drei er- hält. Die Zeit, die Teilnehmer für die Entscheidung hatten, variierte zwischen zwei und zehn Sekun- den, berichten die Forscher. ir haben herausge- funden, dass Zeit- druck offenbar die Prädisposition von Menschen ver- stärkt, sei es egoistisch zu sein oder prosozial“, sagt Ian Krajbich von der Ohio State University. Werden Menschen gedrängt, greifen sie offenbar darauf zu- rück, was sie in ähnlichen Situa- tionen getan haben und tendie- ren dazu, ihrer vorgefassten Ein- stellung zu folgen. Mit genügend Zeit wird es dagegen eher wahr- scheinlich, dass sich Menschen gegen ihre vorgefasste Meinung entscheiden, weil sie die mögli- chen Optionen gegeneinander abwägen können. Wenn jemand zum Beispiel dazu neige, eigen- nütziger zu sein, aber erkenne, dass er nur einen Dollar abgeben müsse, damit sein Partner 20 be- komme, könne das dazu führen, dass er sich prosozialer verhalte, so Krajbich. ■ Basti E W W Übrigens igentümer von Wohnge- bäuden in Deutschland sanieren ihre Immobi- lien nur sehr zögerlich. Beson- ders auffallend sind Wohnungs- eigentümergemeinschaften. Sie erreichen nur 60 Prozent der durchschnittlichen Sanierungs- rate. Die Gründe sind meist he- terogene Interessen in den Mehr-Parteien-Gemeinschaf- ten. Über zwei Drittel der Woh- nungen sind daher unsaniert, so viel wie bei keiner anderen Ei- gentümergruppe. Dieser Sanie- rungsstau soll künftig besser aufgelöst werden durch gezielte Beratungen und attraktive Fi- nanzierungsangebote mit nied- rigen Zinsen und hohen Til- gungsraten. Darauf weisen die Experten von Zukunft Altbau hin, dem vom Umweltministeri- um Baden-Württemberg geför- derten Informationsprogramm. Energie-Contracting kann ebenfalls zu mehr Sanierungen führen: Wer die Dienstleistung in Anspruch nimmt, muss we- der Eigenmittel noch einen Kre- dit in Anspruch nehmen und braucht keine umfangreichen Fachkenntnisse, um eine zu- kunftsfähige energetische Mo- dernisierung umzusetzen. aut einer Prognose des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raum- forschung soll die Eigentümer- quote bis 2030 von 45 auf rund 50 Prozent ansteigen. Damit wächst auch die Zahl von Woh- nungseigentümergemeinschaf- ten (WEG). Bereits heute ist über ein Fünftel aller Wohnun- gen Teil einer Eigentümerge- meinschaft. Damit bilden WEG nach Privatpersonen die zweit- wichtigste Eigentümergruppe. Beim energetischen Zustand ih- rer Immobilien sind sie jedoch E L das Schlusslicht. Die Gründe für das zögerliche Vorgehen liegen vor allem in den unterschiedli- chen Interessen und Finanzie- rungsmöglichkeiten der Eigen- tümer. „Energetische Sanierun- gen betreffen oft das Gemein- schaftseigentum, wie Fassaden, Dächer oder Heizungssysteme“, sagt Dr. Axel Nawrath, Vorsit- zender des Vorstands der L- Bank. „In vielen Fällen haben die Eigentümer einer WEG da- zu verschiedene Vorstellungen.“ Wer etwa eine Erdgeschoss- wohnung besitzt, bevorzugt eher die Dämmung der Keller- decke als des Daches, obwohl nach der Dachdämmung alle Ei- gentümer zumindest anteilig bei der flächenbezogenen Um- legung der Heizkosten von sin- kenden Energiekosten profitie- ren. Bei einer Vermietung kommt hinzu: Nur ein Teil der Sanierungskosten kann auf die Mieter umgelegt werden. apitalanleger sind eben- falls nicht die sanie- rungsfreudigsten Eigen- tümer: Sie wollen vorwiegend eine hohe Rendite zu geringen Kosten erzielen. „Auch die hete- rogene Altersstruktur ist ein Grund für die niedrige Sanie- rungsrate. Denn Senioren be- vorzugen meist kurzfristige wirtschaftliche Vorhaben, wäh- rend Familien mit Kindern langfristiger planen“, so Naw- rath weiter. Über alle Sanierungsmaß- nahmen, die das Gemein- schaftseigentum betreffen, muss die WEG abstimmen. Lan- ge Zeit galt hier das Einstim- migkeitsprinzip. Eine Reform des Wohnungseigentumsgeset- zes hat hier vor ein paar Jahren die Zustimmungsrate deutlich reduziert. So reichen bei einer K modernisierenden Instandhal- tungsmaßnahme im Fall einer Reparatur schon 50 Prozent der Miteigentumsanteile aus. Bei ei- ner bestandsverbessernden Sa- nierung ohne Reparaturanlass ist eine Mehrheit von 75 Pro- zent aller Stimmberechtigten notwendig, die über mehr als der Hälfte aller Miteigentums- anteile verfügen müssen. Wird beispielsweise eine noch funkti- onsfähige, aber alte Heizungs- anlage durch eine effizientere Anlage ersetzt, müssen drei Viertel aller Eigentümer, die gleichzeitig mehr als die Hälfte aller Wohnun- gen besitzen, zustimmen. Seit der Geset- zesreform ist es somit ein- zelnen Eigen- tümern nicht mehr möglich, das Sanie- rungsvorhaben der gesamten WEG zu blo- ckieren. ie Ent- schei- dung über eine ener- getische Sanie- rung ist nicht zuletzt auch ei- ne finanzielle Frage. Die För- derbank KfW stellt den Hauseigentü- mern hierfür zinsgünstige Kredite zur Verfügung. Seit einigen Jahren bieten auch ei- nige Förder- banken der einzelnen Bundesländer Darle- hen an. Vorreiter war hierbei die baden-württembergische L-Bank, die 2012 als erstes Lan- desförderinstitut WEG-Finan- zierungen eingeführt hat. Der große Vorteil: Nicht der einzel- ne Eigentümer muss einen An- trag stellen. Die Beantragung des Förderkredits erfolgt nach Beschlussfassung durch die Ei- gentümergemeinschaft, viel- mehr durch die bevollmächtigte Hausverwaltung. Es ist also nur noch ein Kreditantrag für das gesamte Vorhaben notwendig. Dabei liegt der effektive Jah- reszins einer WEG-Finanzie- rung nach dem Förderpro- gramm Wohnungsbau BW bei 0,0 Prozent. Bei energetischen Sanierungen zum Effizienzhaus oder bei Vorliegen eines Sanie- rungsfahrplans gibt es zudem einen Tilgungszuschuss in Hö- he von drei Prozent der zuwen- D dungsfähigen Kosten. Zusätz- lich gewährt die L-Bank je nach Umfang der energetischen Sa- nierungsvorhaben einen Til- gungszuschuss zwischen 7,5 und 27,5 Prozent. „Die Hürde für eine Sanie- rung bei Wohnungseigentümer- gemeinschaften ist inzwischen deutlich gesenkt worden“, sagt Frank Hettler von Zukunft Alt- bau. „Hinzu kommen extrem günstige Finanzierungsbedin- gungen – in Baden-Württem- berg etwa fallen für den Kredit keine Zinsen an, zudem wird ein Teil der Schuld erlassen.“ Auch WEG mit geringen fi- nanziellen Spielräumen können übrigens energetisch sanieren: Beim Energie-Contracting übernimmt ein Unternehmen sowohl Planung und Ausfüh- rung als auch die Finanzierung der Sanierung. Es trägt damit das verbundene Risiko. Die Ent- lohnung der Dienstleister er- folgt über mehrere Jahre durch die nachweislich erzielte Ener- gieeinsparung. ollten sich die Eigentü- mer einer WEG trotz al- ler Hilfen nicht auf eine Sanierung einigen, helfen quali- fizierte Gebäudeenergieberater. Sie können unterschiedliche In- teressen in Einklang bringen und bei der Sanierungsentschei- dung beratend zur Seite stehen. Die Fachleute analysieren bei- spielsweise den energetischen Zustand der Immobilie und schlagen sinnvolle Maßnahmen sowie einen Sanierungsfahrplan vor. Außerdem helfen sie bei ei- ner möglichen Kreditaufnahme. Oft lassen sich durch Bera- tungsgespräche auch grundle- gende Vorurteile gegenüber Sa- nierungen aus dem Weg räu- men. Eine Liste mit Energiebe- ratern aus der Region finden Hauseigentümer unter www.zukunftaltbau.de/im-ei- genheim/beratung. Infos zu Förderkrediten der L-Bank für Wohnungseigentümergemein- schaften gibt es unter www. l-bank.de/weg, heißt es in der Pressemitteilung. ■ red S Wege aus demSanierungsstau Wohnen Beratungen, bessere Förderdarlehen und Contracting erleichtern energetische Modernisierungen Anzeige Recht Der Apfel lacht Spazier- gänger geradezu an, wie er da an dem Ast über den Gehweg hängt! Ist Obst zu pflücken er- laubt, auch wenn es auf frem- den Grundstücken wächst? Die Rechtslage ist in dieser Hinsicht ganz eindeutig: Nein. Das Obst gehört einzig und allein demje- nigen, auf dessen Grundstück es wächst. Auch bei überhängen- den Ästen vom Birnbaum des Nachbarn auf das nebenliegen- de Grundstück bleibt es dabei: Ernten darf nur der Eigentü- mer. Nur wenn er seine Erlaub- nis gibt, kannst du zugreifen. Deshalb darf er aber nicht einfach ein fremdes Grundstück betreten, um die Früchte seines Baumes zu pflücken – dazu braucht er wiederum eine Er- laubnis. Solange er die nicht hat, kann er nur aus dem Luft- raum ernten, mit einem lang- stieligen Pflücker zum Beispiel. Ganz anders sieht es aus, wenn die reifen Früchte auf dem Boden landen: Dann wer- den sie Eigentum desjenigen, dem der Garten gehört und dür- fen straflos eingesammelt wer- den. Wer mit diesen Gaben der Natur nichts anfangen kann oder will, kann sogar die Entfer- nung verlangen. Allerdings nur, wenn das Fallobst sein Grund- stück ortsunüblich und wesent- lich beeinträchtigt. Bei ein paar Äpfeln kann man das kaum ein- fordern – und ein Nachbar- schaftsstreit lohnt sich dafür nicht. Auch bei Obst am Straßen- rand gilt: Die Früchte gehören demjenigen, der das Grund- stück besitzt, auf dem sie wach- sen. Zumindest ist die freie Ern- te dann verboten, wenn die Früchte agrarisch oder gärtne- risch angebaut sind. Wer sie einfach mitnimmt, begeht ein Delikt: Früher war das Mund- raub, seit der Abschaffung des Mundraubs 1975 sogar Dieb- stahl nach § 242 Strafgesetz- buch (StGB). Allerdings muss niemand mit einem Strafverfahren rechnen, der einmal unerlaubt einen Ap- fel pflückt. Dabei handelt es sich um sogenannte geringwer- tige Sachen und ein Richter wird den Verstoß nur ahnden, wenn tatsächlich jemand Straf- anzeige stellt. Und auch dann nur, wenn sich jemand häufig auf fremden Grundstücken be- dient und mehrfach erwischt wird. Und wilde Beeren und Pilze? Darf man die einfach pflücken? Nach dem Bundesnaturschutz- gesetz (BNatSchG) ist das er- laubt. Pilze, Kräuter, Beeren oder das Obst wilder Bäume darf jeder in kleinen Mengen und zum privaten Gebrauch ernten. Bei wild lebenden Pflan- zen – also solchen, die nicht kultiviert sind – ist es sogar egal, ob sie auf privaten Flächen wachsen, solange das kein Na- turschutzgebiet ist und die Pflanzen auch nicht unter Na- turschutz stehen. Auf öffentlichen Flächen darf sich ebenfalls jeder bedienen, ohne mit Strafe rechnen zu müssen. Allerdings in Maßen, denn oft dienen solche Obst- bäume Tieren als Nahrungs- quelle für den Winter, ■ red Wenn der Apfel anmacht Verkauf: Gold, Uhren, Schmuck Hochzeitsschmuck Eheringe und Second-Hand-Schmuck NEU: Wir kaufen auch Militärar kel vom 1. und 2. Weltkrieg Bahnhofstraße 15 www.goldhaus-balingen.de Bis 50 km auch Hausbesuche möglich Tel. (0 74 33) 2 78 45 89 Mobil: 01 52 29 24 12 85, Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9.00 – 13.00 und 14.00 – 18.00 Uhr, Samstag von 9.00 – 14.00 Uhr M ARKT S ÜD W EST WOCHENBLATT FÜR DEN ZOLLERNALBKREIS 13. September 2018 ■ 43. Jahrgang ■ Nummer 37 Renault-Tag mit Tag der offenen Tür Samstag, 15. 9. 2018 von 9 bis 14 Uhr Lassen Sie sich von unseren beson- deren Angeboten überzeugen! Autohaus Link + Korn GmbH Albstadt-Ebingen Sigmaringer Str. 185 www.link-korn.de seit 1963 RENAULT & DACIA Partner Gold-Ankauf • Gold- und Silber-Schmuck • Platin • Barren • Gold- und Silber-Münzen • Bruch und Zahngold auch mit Zähnen • Versilbertes Besteck • Sammlungsauflösung Gold und Silber Juwelier Seher Grüngrabenstr. 3, 72458 Ebingen Telefon 07431 9812745 Fax 07431 9812744 Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10.00 – 12.30 Uhr 14.00 – 18.00 Uhr Sa. 10.00 – 13.30 Uhr

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