SüdWest Markt 6.9.18

2 Ratgeber 3 Kino 4 Jugend 5 Immobilien 23 Stellenmarkt 22 DieseWoche Alternativlos Studie Kinder von gebildeten Eltern sind offenbar in der Re- gel gesünder als der Nach- wuchs von Müttern und Vätern ohne Bildungsabschluss, so die Krankenversicherung DAK in ei- nem Report. Seite 2 Alternativ Umwelt Die EU will Plastik ver- bieten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland gibt Tipps, um Feste mit leicht verfügbaren und bezahlbaren Alternativen plastikfrei zu ge- stalten. Seite 3 Für den Bereich Balingen: Heute mit Balingen aktuell m Prüfungsjahr 2017 wur- den an den baden-würt- tembergischen Hochschu- len 77.061 Abschlussprüfun- gen erfolgreich abgelegt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stagnierte die Zahl der Hochschulabschlüsse da- mit auf dem Vorjahresniveau (77.057). Die starke Zunahme der Absolventinnen und Ab- solventen in den Prüfungsjah- ren 2003 bis 2015 setzte sich somit 2017 wie auch 2016 nicht weiter fort. Der Frauen- anteil an den bestandenen Prüfungen betrug 47,7% (36.723) und lag 0,4 Prozent- punkte über dem Wert des Vorjahres. it einem Anteil von 46% (35.600) wurde knapp die Hälfte aller Abschlüsse an den Universitä- ten erzielt. Auf die Hochschu- len für Angewandte Wissen- schaften (HAW) entfiel gut ein Drittel der Abschlüsse (34% bzw. 26.336). Es folgten die Duale Hochschule Baden- Württemberg (DHBW) mit 13% (9.804), die Pädagogischen Hochschulen mit 6% (4.305) und die Kunsthochschulen mit 1% (1.016) der Abschlüsse. ie meisten Abschlüsse wurden in der Fächer- gruppe „Rechts-, Wirt- schafts- und Sozialwissen- schaften“ erworben (32.225). Auf den weiteren Plätzen folg- ten die „Ingenieurwissenschaf- ten“ mit 23.930 Abschlüssen, die Fächergruppe „Mathema- tik, Naturwissenschaften“ mit 7.589 und die „Geisteswissen- schaften“ mit 5.243 bestande- nen Prüfungen. Während die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in den „Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissen- schaften“ gegenüber dem Vor- jahr um 1.058 Personen (+3%) anstieg, ging die Zahl in den „Geisteswissenschaften“ um 439 (−8%) zurück. Der Frauen- anteil an den bestandenen Prüfungen fiel sehr unter- schiedlich aus: In den „Geistes- wissenschaften“ erlangten Frauen 70% (3.660), in den „Ingenieurwissenschaften“ 22% (5.310) der Abschlüsse, so das Statistische Landesamt in Stuttgart. ■ red I M D Die Zahl der Woche iele Menschen unter- schätzen die positive Wirkung, die eine kleine Notiz mit einem „Dankeschön“ haben kann. ich bei anderen zu bedan- ken, ist etwas, von dem beide profitieren: Der Dank gibt sowohl dem Sender als auch dem Empfänger ein gutes Gefühl. Der Frage, warum wir dies dann nicht häufiger tun, sind Forscher der University of Texas at Austin nachgegangen. In drei Experi- menten baten sie Studienteilneh- mer, jemandem, der ihnen etwas Gutes getan hatte, einen kleinen Dankesbrief zu schreiben und anschließend die Reaktion des Adressaten einzuschätzen. Im Ge- genzug berichteten die Empfän- ger, wie sie sich tatsächlich ge- fühlt hatten. Es zeigte sich, dass die Briefeschreiber in allen Ver- suchsszenarien überschätzten, wie peinlich berührt sich der Empfänger durch die freundliche Geste fühlen würde. Dagegen un- terschätzten sie die überraschen- de und positive Wirkung eines solchen Briefes, so das Ergebnis, das in der Fachzeitschrift Psycho- logical Sciences veröffentlicht wurde. iese Fehleinschätzung sei vermutlich der Grund, warum Menschen im Alltag nicht häufiger ihre Dankbarkeit ausdrückten, so die Forscher. Kluge Entscheidungen orientierten sich daran, wie der Wert einer Handlung einge- schätzt werde. Ergo könne das Unterschätzen des Wertes, wie im Fall des Dankesagens, Menschen davon abhalten, dies häufiger zu tun. „Ich glaube nicht, dass es et- was Gesellschaftliches ist“, sagt Studienautor Amit Kumar. Es sei vielmehr fundamentaler und ge- he darauf zurück, wie der menschliche Verstand arbeite und wie wir uns selbst und ande- re einschätzten. Dankbare Gefüh- le häufiger niederschreiben und abschicken – das solle man viel öfter tun, so das Fazit der For- scher. Man benötige nur ein paar Minuten, geringer Aufwand, gro- ßer Nutzen. ■ Basti V S D Übrigens itte folgen“ – wer diese Zeilen im Rückspiegel sieht oder mit einer Kelle aus dem Verkehr gewinkt wird, bekommt oft zittrige Knie. Ob es sich nun um eine Routi- nekontrolle handelt oder die Polizei einem Verdacht nach- geht: Es ist immer gut zu wis- sen, wie man sich bei einer Poli- zeikontrolle korrekt verhält. Wozu ist man als Fahrer ver- pflichtet? Was dürfen die Beam- ten verlangen und was nicht? Der ROLAND-Partneranwalt Jürgen Frenz aus der Kanzlei Wittmann und Partner kennt die Antworten. Welche Papiere muss ich als Autofahrer immer dabei- haben? In Zeiten von Apps, On- line-Tickets und anderen scann- baren Dokumenten ist man es kaum noch gewohnt, „reale“ Pa- piere mit sich zu führen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte laut Rechtsanwalt Jürgen Frenz zwei Dinge immer mit sich führen: den Führerschein und die Zulassungsbescheini- gung Teil I, früher Fahrzeug- schein genannt. „Kann der Fah- rer bei einer Kontrolle die Do- kumente nicht vorlegen, weil er diese zum Beispiel zu Hause vergessen hat, kann das als Ord- nungswidrigkeit mit einer Geld- buße von 10 Euro geahndet werden“, so der Anwalt. Zwar könne man die Dokumente auch nachreichen – an der Ord- nungswidrigkeit ändere das je- doch nichts. B Muss ich Verkehrsverstöße zugeben, wenn die Polizei mich danach fragt? Bewegte sich die Tachonadel jetzt über oder unter der 50-Stundenkilo- meter-Grenze? Und war die Ampel eben dunkelgelb oder et- wa doch schon rot? Gerade in der Alltagshektik lassen es viele Autofahrer auch mal fünfe gera- de sein. Blöd nur, wenn an der nächsten Straßenecke die Poli- zei auf einen wartet. Doch muss der Fahrer einen Verkehrsver- stoß eigentlich zugeben, wenn die Polizei ihn danach fragt? Vom Anwalt gibt es hierzu ein klares Nein: „Niemand ist ver- pflichtet, einen Verkehrsverstoß zuzugeben. Der Fahrer darf auch schweigen.“ Bin ich verpflichtet, der Durchführung eines Alkohol- oder Drogenschnelltests zu- zustimmen? Besonders an den Karnevalstagen oder in der Vor- weihnachtszeit ist das Promille- level in vielen Fahrzeugen recht hoch – hoffentlich nur bei den Beifahrern! Doch was passiert, wenn der Fahrer dazu aufgefor- dert wird, einen Alkohol- oder Drogenschnelltest zu machen? Darf er sich diesem verweigern? „Als Verkehrsteilnehmer darf ich einen Atemalkohol- oder Drogenschnelltest grundsätz- lich verweigern. Diese Tests hätten nämlich in einem Straf- verfahren vor Gericht ohnehin keinerlei Beweiskraft“, so Jür- gen Frenz. Verweigert ein Ver- kehrsteilnehmer den Atemalko- hol- oder Drogenschnelltest, so müssen die Polizisten laut dem Rechtsexperten entscheiden, ob sie einen Bluttest durchführen lassen. Dafür bräuchten sie al- lerdings einen richterlichen oder staatsanwaltschaftlichen Beschluss. „Wenn die Beamten keinen Richter oder Staatsan- walt erreichen und Gefahr im Verzug besteht, dürfen sie ohne den Beschluss legal durch einen Arzt Blut abnehmen lassen“, er- klärt Frenz. Hierfür müssten dann aber konkrete Hinweise auf einen Alkohol- oder Dro- genmissbrauch vorliegen. Dies sei beispielsweise der Fall, wenn der Fahrzeugführer eine Alkoholfahne hat oder es im Fahrzeug nach Drogen riecht. Darf die Polizei einfach meinen Kofferraum durchsu- chen? „Bitte öffnen Sie den Kofferraum“ – dieser Satz ist ein absoluter Klassiker in Kri- mis und Actionfilmen. Doch muss man dieser Aufforderung im realen Leben eigentlich nachkommen? Rechtsanwalt Jürgen Frenz weiß: „Es gibt kla- re Regeln, die festlegen, was Po- lizisten während einer Ver- kehrskontrolle überprüfen dür- fen. Dazu zählen die Feststel- lung der Identität des Fahrers, die Überprüfung von Warndrei- eck, Warnweste und Verbands- kasten, die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs sowie die Fahr- tauglichkeit des Fahrzeugfüh- rers.“ Das Durchsuchen des Fahrzeuginneren sowie des Kofferraums setze dagegen ei- nen Durchsuchungsbeschluss voraus – mit einer Ausnahme: bei Gefahr im Verzug, beispiels- weise wenn der Polizist den Ge- ruch von Cannabis feststellt. Muss der Polizist Angaben über seine Person machen, wenn ich darum bitte? Auch wenn die Polizei als Freund und Helfer agieren sollte, zeigt sich nicht jeder Beamte von seiner besten Seite. So mancher Auto- fahrer würde sich nach einer Verkehrskontrolle gern be- schweren. Dafür muss er aber natürlich zumindest den Namen des Polizisten wissen, gegebe- nenfalls auch den Dienstgrad und das Polizeirevier. Wie Jür- gen Frenz erläutert, hat man als Bürger auf diese Informationen aber kein Anrecht: „Seit Okto- ber 2017 besteht für Polizeibe- amte keine Legitimations- und Kennzeichnungspflicht mehr. Es genügt vielmehr, wenn sie ei- ne Polizeiuniform tragen.“ ■ red „Ihre Papiere, bitte. . .“ Gesellschaft Was man bei einer Polizeikontrolle rechtlich beachten muss Anzeige im Alblet Eschachstr. 7 72459Albstadt Tel. 07431 / 958526 www.alblet.de BEI KAUF AB 30€ *gültig auf unsere S&D Kindermode mit Abgabe dieses Gutscheins 5€ * GUTSCHEIN Finanzen und Gesundheit Zahnersatz geht ins Geld: 3.000 Euro kann ein neues Implantat für gesetzlich Versicherte kos- ten – selbst mit Zuzahlung der Krankenkasse. Jeder fünfte Kas- senpatient sichert sich mit einer Zahnzusatzversicherung gegen solche Kosten ab. Das geht aus aktuellen Zahlen der Kranken- versicherungsverbände hervor. Der gemeinnützige Verbrau- cher-Ratgeber Finanztip hat un- tersucht, für wen sich die Versi- cherung lohnt und welche Al- ternativen Verbraucher haben. Bei den Zahnzusatzversiche- rungen sind die Preisunter- schiede erheblich. Ein 43-Jähri- ger beispielsweise muss für ei- nen Tarif zwischen 40 und 760 Euro im Jahr zahlen. Das Pro- blem: „Gerade die besonders billigen Versicherungen enthal- ten viele Fallstricke“, sagt Julia Rieder, Versicherungsexpertin bei Finanztip. „Tarife mit beson- ders umfangreichen Leistungen sind hingegen sehr teuer.“ Wer genug Geld auf dem Konto hat, sollte den Eigenanteil bei Zahn- ersatz deshalb am besten selbst zahlen. „Die Versicherung ist keinesfalls ein Muss. Fangen Sie schon früh an, regelmäßig Geld für die Behandlungen zurück- zulegen.“ Um nicht unnötig draufzuzahlen, rät Rieder bei größeren Maßnahmen, den Heil- und Kostenplan des Zahn- arztes zu vergleichen – mit dem Angebot eines anderen Zahn- arztes oder mit Hilfe der Pa- tientenberatung der Zahnärzte- kammern. Wer doch lieber eine Versi- cherung abschließt – beispiels- weise wegen anfälliger Zähne im Familienkreis – vereinbart am besten einen Eigenanteil von 10 bis 20 Prozent. Das macht die Versicherung günsti- ger. Empfehlenswert sind laut Finanztip die Gothaer MediZ Premium, die DKV Kombi Med Zahn KDT85, die Hallesche Megadent, die Janitos Ja dental plus und die Inter Z90. Ent- scheidend ist der Zeitpunkt des Abschlusses: „Hat der Zahnarzt schon vor Vertragsschluss eine Behandlung angeraten, zahlt die Versicherung dafür nicht“, warnt Rieder. „Viele Tarife ha- ben außerdem eine Wartezeit und zahlen für Behandlungen erst nach acht Monaten.“ Wer beim Zahnersatz sparen möchte, kann sich im Ausland behandeln lassen oder Rabatt durch ein zehn Jahre lückenlos geführtes Bonusheft bekom- men. Bei Versicherten mit Brut- toeinnahmen von weniger als 1.218 Euro im Monat greift eine Härtefallregelung: Die gesetzli- che Krankenversicherung über- nimmt in diesem Fall die Kosten für die Regelversorgung voll- ständig, heißt es in der Presse- mitteilung. Weitere Informationen zu Fi- nanzthemen gibt es im Internet unter www.finanztip.de bzw. speziel zum Thema unter www.finanztip.de/kranken- zusatzversicherung/zahnzu- satzversicherung/ Über Finanztip: Finanztip ist mit durchschnittlich mehr als 3 Millionen Besuchen im Monat Deutschlands größter gemein- nütziger Verbraucher-Ratgeber rund um Ihr Geld. Grundgedan- ke und Antrieb der Verbrau- cherorganisation ist es, Men- schen zu befähigen, ihre tägli- chen Finanzentscheidungen richtig zu treffen, Fehler zu ver- meiden und Geld zu sparen. Hierfür recherchieren und ana- lysieren die Finanztip-Experten ausschließlich im Interesse des Verbrauchers und bieten prakti- sche und nachvollziehbare Handlungsempfehlungen. ■ red Zahnzusatzversicherung: Lächeln versichern? Wirtschaft In Zusammenarbeit mit der IHK Reutlingen, bietet die Wirtschaftsförderungder Stadt Balingen eine Kurzbera- tung für Existenzgründer an. Die Kurzberatung findet statt am Donnerstag, 20. September 2018, von 15.00 Uhr bis 17.45 Uhr im Rathaus, Färberstraße 2, Zimmer-Nr. 306. Bei den etwa 20-minütigen sogenannten „Warm-up“-Bera- tungen informiert die IHK Gründer über erste Schritte auf dem Weg zum eigenen Unter- nehmen und gibt einen Über- blick nützlicher Schulungs- und Beratungsangebote für den Start in die Selbstständigkeit. Die Beratung ist kostenfrei, heißt es in der Prssemitteilung der Wirtschaftsförderung. Anmelden können sich Inte- ressierte ab sofort bei Jeannette Klein, Telefon: 07121 201-297, und per E-Mail an j.klein@ reutlingen.ihk.de . Die Anmel- dungen zur Sprechstunde soll- ten bis spätestens Montag, 17. September 2018 eingegangen sien, heißt es. Weitere Informa- tionen zu den Terminen 2018 des Balinger Netzwerkes Exis- tenzgründung & Unterneh- mensnachfolge gibt es unter www.bl-start.de , so Jürgen Martin, Wirtschaftsförderung, Balingen. ■ red Kurzberatung für Existenz- gründer Anzeige M ARKT S ÜD W EST WOCHENBLATT FÜR DEN ZOLLERNALBKREIS 6. September 2018 ■ 43. Jahrgang ■ Nummer 36 Mit Recht auf Ihrer Seite ☎ 0741 / 17540 - 0 Berner Feld 74 78628 Rottweil www.hirt-teufel.de Mirko Metzler Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht Das Werbeduo im Zollernalbkreis! 33 / 2 66 - 0 Ebinge 31 / 93 93 - 0 Balingen: 0 74 n: 0 74

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