SüdWest Markt 6.9.18

2 6. September 2018 M ARKT S ÜD W EST WOCHENBLATT FÜR DEN ZOLLERNALBKREIS Das Thema Courage treibt Se- bastian Krumbiegel nicht erst seit den jüngsten Tagen rechtsetremistischer Umtrie- be in Chemnitz um. Mit dem traumatischen Überfall auf ihn durch Rechtsradikale ist Cou- rage der zentrale Mittelpunkt seines Bürgersinns geworden, einer, der demokratisch-un- beugsam daherkommt und vor allem eines beherzigt: Respekt! Schon als Jugendli- cher im rigiden DDR-System und während seiner Ausbil- dung im Thomanerchor fiel er durch rebellisches Naturell auf. In seinem Buch „Warum ein Leben mit Haltung gut tut“, erschienen im März 2017, zieht Krumbiegel Zwischenbi- lanz seines Lebens und ver- knüpft seine Biographie mit zeitgeschichtlichen Ereignis- sen. Die Machenschaften des Chemnitzer braunen Mobs könnte er heute seinen Be- trachtung von vor Monaten nahtlos hinzufügen. Aber eben auch das Aufstehen der Aufrechten: „Wir sind mehr“, beim Rockkonzert Anfang der Woche. Krumbiegel fragt sich: Wann habe ich mich für et- was stark gemacht? Wann fehlten mir Mut und Haltung? Und was habe ich daraus ge- lernt? Fragen Sie sich das heute nicht auch? ■ Harald Ritter Redaktion SüdWest-MARKT wochenblatt@zak.de Fragen Aufstehen, wenn es an der Zeit ist. Es ist an der Zeit! Kommentar n diesen Tagen beginnen 1.916 junge Frauen und Män- ner eine Ausbildung im Handwerk. Zahlreiche Lehr- stellen sind allerdings unbesetzt geblieben. Insgesamt liegt die Zahl der Neuverträge auf dem Vorjahres- niveau. Bis zum 31. August wur- den 1.916 Neuverträge bei der Handwerkskammer Reutlingen eingetragen, ein Rückgang von 1,1 Prozent (2017: 1.937 Neuver- träge). Rainer Neth , stellvertre- tender Hauptgeschäftsführer der Kammer, rechnet damit, dass in den nächsten Wochen noch zahlreiche Nachzügler ih- re Ausbildung beginnen wer- den. „Erfahrungsgemäß tut sich im Herbst noch einiges“, so Neth. Eine ausgeglichene Bilanz zum Jahresende sei durchaus möglich. Die Entwicklung in den einzelnen Landkreisen ver- I lief uneinheitlich. Während die Zahl der neuen Ausbildungsver- träge in den Kreisen Freuden- stadt, Sigmaringen und Zollern- alb gesunken ist, weist die Kam- merstatistik für die Kreise Reut- lingen und Tübingen zum jetzi- gen Zeitpunkt Zuwächse aus. Im Kreis Freudenstadt wur- den 229 Ausbildungsverträge geschlossen (Vorjahr: 244), im Zollernalbkreis sind es 389 Neuverträge (Vorjahr: 405). Deutlich schlechter fällt die Zwischenbilanz im Landkreis Sigmaringen aus. 258 Frauen und Männer beginnen dort eine Ausbildung in einem Hand- werksbetrieb. Vor einem Jahr waren bereits 311 neue Lehrver- träge gemeldet. Anders die Situation in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen. Die Betriebe im Kreis Tübingen konnten in diesem Jahr bislang 385 Lehrstellen be- setzen (Vorjahr: 379 Neuverträ- ge). Ihre Kollegen im Kreis Reutlingen haben bislang 655 neue Ausbildungsverträge ge- meldet. Ein Zuwachs von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 595 Neuver- träge). „Wer noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen will, hat gute Aussichten“, be- tont Neth. In der Internet-Lehr- stellenbörse der Handwerks- kammer sind für dieses Jahr noch 291 freie Lehrstellen zu finden. Das Angebot reicht vom Anlagenmechaniker für Sani- tär-, Heizungs- und Klimatech- nik über Kraftfahrzeugmecha- troniker und Elektroniker bis hin zum Schreiner oder Zimme- rer. Das Angebot kann unter www.hwk-reutlingen.de/ausbil- dung abgerufen werden. ■ red Handwerk boomt Ausbildung in der Region Fast 300 Lehrstellen noch zu haben inder von gebildeten El- tern sind offenbar in der Regel gesünder als es der Nachwuchs von Müttern und Vä- tern ohne Bildungsabschluss ist. Das berichtet die DAK-Gesund- heit in ihrem Kinder- und Ju- gendreport. 90 Prozent aller Kinder und Ju- gendlichen der DAK-Gesundheit waren 2016 mindestens einmal beim Arzt oder im Krankenhaus, am häufigsten (57 Prozent) we- gen Atemwegserkrankungen, gefolgt von Infektionen (37 Pro- zent). Insgesamt wendete die Kasse dafür 527 Millionen Euro auf, 50 Prozent davon entfallen auf nur drei Prozent der Kinder; das ist eine wesentlich stärkere Konzentration der Hochkosten- fälle als bei Erwachsenen. Dies sind Ergebnisse des in Ber- lin präsentierten Kinder- und Jugendreports 2018 der DAK, der von den Bielefelder Gesund- heitsökonomen Professor Wolf- gang Greiner und Julian Witte erstellt worden ist. Der Report basiert auf einer Vollauswertung aller Daten der bei der DAK versicherten 588.000 Kinder und ihrer K 426.000 Eltern, so die Presse- mitteilung. Der Report erlaubt es, eine Be- ziehung zwischen Bildung, so- zioökonomischem Status und Gesundheit der Eltern und dem Gesundheitsstatus und den Ge- sundheitsrisiken der Kinder her- zustellen. Die Kinder von Eltern, die kei- nen Bildungsabschluss haben, leiden fast dreimal so häufig unter Zahnkaries und zweiein- halbmal so häufig unter Adipo- sitas im Vergleich zum Durch- schnitt. Entwicklungs- und Ver- haltensstörungen sind 50 Pro- zent häufiger. Die Kinder dieser Eltern werden 68 Prozent häufiger hospitali- siert als Kinder von Eltern mit hohem Bildungsabschluss. Auch chronische Krankheit der Eltern schadet der Gesundheit der Kin- der. Beispiel suchtkranke Eltern: Deren Kinder leiden etwa dop- pelt so häufig unter ADHS, Schulangst und Depressionen. Sind Eltern adipös, dann ist das Adipositas-Risiko für Kinder auf das 3,5-fache erhöht. Bei De- pression liegt der Faktor bei 2,8, so die Studie. ■ red Studie: Bildung schafft Gesundheit isch wird im Handel in verschiedenen Formen angeboten. Doch was als frisch beworben wird, muss auch frisch sein. Klare Vor- schriften regeln die Werbung und Kennzeichnung. Doch nicht alle Händler halten sich daran (Foto, dpa). Als der Lebensmitteldiscoun- ter Aldi Süd Ende 2017 in einem Prospekt unter der Überschrift „Einfach mehr Frische“ ein Alaska-Seelachsfilet bewarb, fand Frau B. das Angebot verlo- ckend und kaufte ein. Zu Hause stellte sie fest, dass der Fisch F den vorgeschriebenen Hinweis „Aufgetaut“ auf der Verpackung trug. Es handelte sich also nicht um frischen Fisch, sondern um zuvor tiefgefrorene Ware. Sie beschwerte sich bei der Ver- braucherzentrale. „Mit Wer- bung sollen Kunden in die Ge- schäfte gelockt werden. Daher muss die Information über die angebotene Ware vollständig und korrekt sein“, bewertet Christiane Manthey, Abtei- lungsleiterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucher- zentrale Baden-Württemberg den Vorfall. Die Verbraucherzentrale lei- tete rechtliche Schritte ein und mahnte die ALDI SÜD Dienst- leistungs-GmbH & Co. oHG ab. Weil der Discounter sich wei- gerte, eine strafbewehrte Unter- lassungserklärung abzugeben, reichte die Verbraucherzentrale Klage ein. Das Landgericht Duisburg hat nun im Sinne der Verbraucherzentrale entschie- den (Urteil vom 31.07.2018, Aktenzeichen 22 O 4/18 noch nicht rechtskräftig). aushaltsbuch erfasst Einnahmen und Ausga- ben: Jeden Einkauf beim Bäcker oder Supermarkt eintragen? In Zeiten von On- H line-Shopping und Internet- Banking mag es vielen überholt erscheinen, ein Haushaltsbuch zu führen. Doch gerade weil bargeldlose Zahlungen per Kar- te oder im Internet nicht mehr direkt im Portemonnaie zu spü- ren sind, ist ihre Planung und Kontrolle wichtiger denn je. Was in Unternehmen Control- ler leisten, kann zu Hause „Das Haushaltsbuch“ der Verbrau- cherzentrale übernehmen. Der Budgetplaner hilft dabei, den Überblick über die Finanzen zu behalten, Sparmöglichkeiten zu entdecken und überflüssige Ausgaben zu entlarven. Mit der Führung des Haushaltsbuchs kann jederzeit begonnen wer- den, denn die zwölf Monats- und 54 Wochenübersichten im Format DIN A4 werden indivi- duell mit Datum versehen. Wer die Tabellen Woche für Woche ausfüllt, sieht am Ende des Mo- nats, ob er etwas gespart oder über seine Verhältnisse gelebt hat. Die Jahresübersicht legt einkommensstarke Monate und Ausgabenspitzen offen. So lässt sich früh erkennen, wenn sich rote Zahlen anbahnen und mit konkreten Zielen für den nächs- ten Monat gegensteuern. Der Ratgeber gibt zudem zahlreiche Spartipps aus verschiedenen Bereichen und hält auch ein kleines Hintertürchen offen - nämlich einen „Schummeltopf“. In den kommen alle Ausgaben, die die Haushaltsmitglieder nicht ganz genau nachhalten können oder wollen. Das „Haushaltsbuch“ kann man als Ringbuch online unter www.vzhh.de bestellen. Weitere Monats- und Wochenübersich- ten zum Ausdrucken und Aus- füllen stehen kostenlos zum Download bereit. ■ red Frisch oder aufgetaut? Fakten müssen Fakten bleiben Verbraucherberatung Wer ein Haushaltsbuch führt, überblickt Ausgaben leichter und kann besser planen SONDERVERÖFFENTLICHUNG Trulla, trulla, trullala: Elferschießen auf dem Bol Die SpVgg Truchtelfingen veranstaltet am Samstag wieder das traditionelle Flecka-Elfmeterschießen. Das Runde muss ins Eckige – Traditionsturnier kehrt zurück Es ist wieder soweit: Am Samstag richtet die SpVgg Truchtelfingen zum 22. Mal ihr beliebtes Flecka-Elfmeterschießen aus. Alle sind herzlich eingeladen. S eid dabei, habt Spaß, wir freuen uns auf euch“, sagt der SpVgg-Vereinsvorsit- zende Torsten Ledabil vor dem Start in das traditions- reiche Turnier des Albstäd- ter Vereins. Während Elfmeterturniere in den vergangenen Jahren geradezu wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, gibt es die Veranstaltung bei der SpVgg bereits seit über 20 Jahren. Nach einer Pause im vergangenen Jahr steht am Samstag bereits die 22. Auf- lage des Flecka-Elfmeter- schießens an. Rund 30 Mannschaften aus dem Tal- gang kamen bei der bislang letzten Auflage des Turniers zusammen – und der Spaß kam dabei nicht zu kurz. Los geht es am Samstag um 16 Uhr auf dem Sportge- lände Bol in Truchtelfingen. 20 Euro beträgt die Startge- bühr pro Mannschaft. Wie in den vergangenen Jahren besteht eine Mann- schaft aus fünf Schützen und einem Torwart, wobei der Torwart auch als Schütze eingesetzt werden darf. Um für einen faire- ren Wettbe- werb zu sor- gen, dürfen Frauen aus verkürzter Entfernung (neun Meter) schießen. Egal ob Jung oder Alt, Mann oder Frau, Hobby- oder Vereins- kicker, Kollegen, Familien – jeder kann teilnehmen. An- meldungen können noch bis Freitagabend vorgenommen werden. Der Verein weist darauf hin, dass teilnehmende Mannschaften sich mit ihrer Anmeldung bereit erklären, dass Foto- und Videoauf- nahmen, die bei der Veran- staltung von Personen ge- macht werden, in sozialen Netzwerken (u. a. Facebook) veröffentlicht werden dür- fen. Rund30MannschaftenwarenbeimbislangletztenFlecka- Elfmeterschießendabei. Fotos: flooy&Silberfuchs/Pixabay.com Daten & Fakten Was? 22. Flecka-Elfmeterschie- ßen der SpVgg Truchtelfingen Wann? Samstag, ab 16 Uhr Wo? Sportgelände Bol in Truchtelfingen Was kostet das? 20 Euro Startgebühr pro Team Danke! n Wir bedanken uns bei allen Firmen, Institutionen, Freunden und Gönnern, die uns dieses Kollektiv durch ihr Inserat ermöglicht haben. SpVgg Truchtelfingen Anwaltskanzlei Karl Witopil Am Markt 6 72461 Albstadt-Tailfingen Altersvorsorge! Fondsverluste? Rückabwicklung E-Mail :kanzlei_am_markt@witopil.info http://www.witopil.info Tel. (0 74 32) 72 33 Fax (0 74 32) 78 90 Reichenberger GmbH & Co. KG · Konrad-Adenauer-Str. 16 · D-72461 Albstadt Telefon (07432) 3125 · Fax (07432) 7506 · info@intersport-rebi.de Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9.30 – 19.00 Uhr · Sa. 9.00 – 16.00 Uhr Ihr Partner in Sachen Sport ! .$/%S7b'7E5 .81'E1S3IE*E/Š Platz 1 %5$1&+E1SIE*E5 Untersucht:5Sportgeschäfte 88,1%D urchschnittlicherZufriedenheitsgrad Freundlichkeit:93,0%(Platz1) Beratungsqualität:90,5%(Platz1) Preis-Leistungsverhältnis:80,8%(Platz2) Kundenbefragung 09-10/2017 N=627(Sportgeschäfte)vonN=908(Gesamt) ________________________________________________ MFConsultingDipl.-Kfm.MarcLoibl www.kundenspiegel.de Tel:0991/2708847 Viel Spaß beim 22. Flecka-Elfmeterschießen! Langenwand-Apotheke Dr. Hans-Joachim Hofmann Stadionplatz 14 72461 Albstadt-Tailfingen Tel. 07432/6224 Fax 07432/3166 E-Mail: info@lawapo.de www.lawapo.de Ihr kompetenter Partner, wenn‘s um Fenster geht. Albstadt-Tailfingen Zitterhofstraße 28 Telefon (07432) 994203 Wir fertigen in eigener Produktion am Standort Albstadt nach individuellen Wünschen unserer Kunden! .unststo໤ Holz-Alu • Holz • Jalousien Markisen • Rollladen Viel Spaß beim Elfmeterschießen!

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