SüdWest Markt 2.8.2018

SüdWest Markt 2.8.2018

Freizeit Rund 98 Prozent der Badegewässer in Deutschland erfüllen die Qualitätsanforde- rungen der EG-Badegewässer- richtlinie. Etwa 91 Prozent wur- den sogar mit der besten Note „ausgezeichnet“ bewertet. Dies zeigen die am 29. Mai von der EU-Kommission veröffentlich- ten Daten zur Wasserqualität der Badegewässer 2017. Die Er- gebnisse geben einen guten An- haltspunkt, wo Urlauber in die- sem Sommer die besten Bade- gewässer finden können. Nur acht deutsche Badege- wässer wurden 2017 von der Kommission mit mangelhaft be- wertet. Außerdem waren 20 Ba- degewässer während der ge- samten Badesaison geschlossen. Ursachen für die Schließungen waren Sanierungsarbeiten, das Fehlen eines Betreibers oder zu wenig Badende. Nur in drei Fäl- len waren die Badegewässer wegen schlechter Wasserquali- tät oder Cyanobakterien (Blau- algen) geschlossen. Damit bleibt die Qualität der deutschen Ba- degewässer weiterhin gut – auch 2016 wurden ähnliche Er- gebnisse gemeldet. Badegewässer sind nicht nur zum Baden da, sondern werden wie alle Gewässer vielfältig ge- nutzt und damit potentiell ver- schmutzt – zum Beispiel durch Abwassereinleitungen oder Ab- schwemmungen von landwirt- schaftlichen Flächen. Daher wird die hygienische Wasser- qualität regelmäßig von den zu- ständigen Behörden der Bun- desländer überprüft. In der Badesaison 2017 wurden 2.287 deutsche Badegewässer unter- sucht, insgesamt wurden 13.382 Wasserproben genommen und ausgewertet. Von den Badege- wässern lagen 366 an der Küste von Nord- und Ostsee, 1.889 an Binnenseen und nur 32 an Flüssen. Die Einrichtung von Badegewässern an Flüssen ist schwierig, da die Wasserquali- tät der meisten Flüsse stark schwankt und vor allem nach Regenfällen oft schlecht ist. Das Umweltbundesamt (UBA) rät deshalb bei unbekannter Was- serqualität vom Baden in Flüs- sen ab. Aktuelle Untersuchungen können für jedes Badegewässer online auf den Internetseiten der Bundesländer eingesehen werden. Die Übersicht gibts unter www.umweltbundes- amt.de/wasserqualitaet-in- badegewaessern. Individuelle Badegewässerprofile werden im Internet und als Aushang am jeweiligen Badegewässer veröf- fentlicht. Hier gibt es Informa- tionen zu Verschmutzungsquel- len (zum Beispiel Abwasserein- leitungen) und sonstigen mögli- chen Gefahren für die Baden- den, beispielsweise Cyanobak- terien. Probleme mit massen- haftem Wachstum von Cyano- bakterien erkennt man als soge- nannte „Blaualgenblüte“ an ei- ner blaugrünen Trübung des Wassers. Hier gibt es eine einfa- che Regel, ab wann man in sol- chem Wasser nicht mehr baden gehen sollte: Bis zu den Knien ins Wasser gehen – wenn man seine Füße nicht mehr sieht, sind zu viele Cyanobakterien im Wasser, heißt es. ■ red In allenWassern Umfrage 2 Ratgeber 3 Kino 4 Jugend 5 Immobilien 16 Stellenmarkt 7 DieseWoche Lücken? Umfrage Bei der Abwehr von Cybergefahren achten viele Un- ternehmen laut einer Umfrage wenig auf die Mitarbeiter. Sie sind wohl das höchste Sicher- heitsrisiko. Seite 2 Unterschiede? Handwerk Lebensmittel preis- werter Handelsmarken von Aldi, Lidl, Edeka & Co sind im Schnitt genauso gut wie die von klassischen Marken. Große Unterschiede gibt es aber beim Preis. Trotzdem: genau hin- schauen! Seite 3 ie das Statistische Landesamt im Rah- men der amtlichen Schulstatistik feststellte, un- terrichteten an den öffentli- chen beruflichen Schulen im Schuljahr 2017/18 insgesamt 22.153 Lehrkräfte. Damit nahm die Lehrkräftezahl im Ver- gleich zum Vorjahr um etwas mehr als 1% (266 Lehrperso- nen) ab. Nach zwei Jahren mit ansteigenden Werten war da- mit wieder ein Rückgang zu verzeichnen. Gut jede zweite Lehrkraft hatte im Schuljahr 2017/18 einen vollen Lehrauf- trag. Als Teilzeitkräfte waren rund 29% aller Lehrerinnen und Lehrer tätig. Die übrigen 12% waren stundenweise be- schäftigte Lehrkräfte, kirchli- che Lehrkräfte oder Referen- darinnen und Referendare mit selbstständigem Unterricht. m Schuljahr 2017/18 lag der Anteil weiblicher Lehrkräfte an bei gut 49%. Damit war die Geschlechterverteilung dieser Schulart erstmals annä- hernd gleichmäßig. Von die- sen knapp 10.900 Lehrerinnen waren etwas mehr als 40% vollzeitbeschäftigt, rund 45% teilzeitbeschäftigt und gut 15% als sonstige Lehrkräfte tä- tig. Von ihren männlichen Kol- legen waren etwa 77% in Voll- zeiteinstellungen und knapp ein Viertel in Teilzeit- und sonstigen Arbeitsverhältnissen. ie Lehrerschaft an öf- fentlichen beruflichen Schulen im Schuljahr 2017/18 bestand zu etwa 81% aus Beamtinnen und Beamten (17.888 Personen). Als Ange- stellte war ein erheblich gerin- gerer Teil von knapp 16% be- schäftigt (3.488 Personen). Die restlichen rund 4% bestan- den hauptsächlich aus kirchli- chen Lehrkräften sowie Refe- rendarinnen und Referenda- ren. ach Feststellung des Statistischen Landes- amtes kostete im Jahr 2016 eine Arbeitsstunde in Ba- den-Württemberg 35,30 Euro. Im produzierenden Gewerbe zahlten Arbeitgeber im Durch- schnitt 40,17 Euro für eine ge- leistete Arbeitsstunde, wäh- rend dieser Durchschnittswert im Dienstleistungssektor 32,57 Euro betrug. Im Jahr 2016 lagen die Ar- beitskosten je geleistete Stun- de in Baden-Württemberg um 6,7% über dem Bundesdurch- schnitt (33,09 Euro). Den Spit- zenplatz belegte Hamburg mit 37,34 Euro. Die niedrigsten Ar- beitskosten bundesweit wur- den in Mecklenburg-Vorpom- mern mit 25,17 Euro ermittelt. Arbeitskosten setzen sich zu- sammen aus den Bruttover- diensten und den Lohnneben- kosten. Zu den Nebenkosten zählen vor allem die gesetzli- chen Beiträge der Arbeitgeber zur Sozialversicherung (13,1% der Arbeitskosten), die Auf- wendungen für betriebliche Altersversorgung (2,9%) so- wie die Entgeltfortzahlungen vor allem im Krankheitsfall (3,2%). ■ red W I D N Die Zahl der Woche at jemand geschrieben, ein Foto gepostet oder gibt es sonst was Inte- ressantes? Wer glaubt, ein schneller Blick aufs Handy und vielleicht noch eine kurze Ant- wort könnten nicht schaden, der irrt offenbar. Einer neuen Studie zufolge verschlechtert die elek- tronische Ablenkung auf längere Sicht die Noten im Studium. ie Wissenschaftler der Rutgers Universi- ty im Fachblatt Edu- cational Psychology berichten, schnitten Studierende bei Prüfun- gen weniger gut ab, wenn ihnen der Zugang zu elektronischen Geräten wie Handys oder Tablet in Lehrveranstaltungen erlaubt worden war. Zwar verschlechter- ten sich durch diese Erlaubnis die Noten in Verständnis-Tests inner- halb der Lehrveranstaltungen nicht, doch sanken die Noten in Prüfungen am Ende eines Semes- ters um mindestens fünf Prozent ab, was einer halben Note ent- spreche. Dies zeige zum ersten Mal, dass sich geteilte Aufmerk- samkeit darauf auswirke, wie gut man sich langfristig an Dinge er- innere und entsprechende Aufga- ben lösen könne, so die Forscher. Der negative Effekt beschränkte sich außerdem nicht nur auf die, die Handys, Laptops oder Tablets benutzten. Auch die Noten jener, die solche Geräte nicht selbst be- nutzten, aber Veranstaltungen besuchten, in denen ihre Benut- zung erlaubt war, waren schlech- ter. Dies deute darauf hin, dass die Benutzung von elektroni- schen Geräten sogar der Lernum- gebung einer ganzen Gruppe schade. An dem Experiment hat- ten 118 Psychologie-Studierende teilgenommen. Laptops, Handys und Tablets waren aus der Hälfte der Vorlesungen verbannt wor- den und in der anderen Hälfte erlaubt. n Frankreich wurde in dieser Woche ein Handyverbot an Schulen beschlossen. Es wird an Vorschulen, Grundschulen und weiterführenden Schulen gelten. Es betrifft demnach Kinder und Schüler im Alter von 3 bis 15 Jah- ren. Französische Gymnasien (Lycées) haben die Möglichkeit, ebenfalls ein Handyverbot einzu- führen, sind aber nicht dazu ver- pflichtet. Die neue Regelung sieht ein Komplettverbot internetfähiger Geräte wie Handys, Tablets und Smartwatches in allen Räumlich- keiten und bei schulischen Aktivi- täten auch außerhalb des Schul- gebäudes vor. Ausnahmen gibt es für den Gebrauch für den Unter- richt selbst sowie für Kinder mit einer Behinderung. Wenn es gilt, sind Franzosen kon- sequent! Respekt! ■ Basti H W I Übrigens eckere Schokolade, safti- ge Erdbeeren, hübsche Vanilleblüten: Die Abbil- dungen auf Speiseeis-Verpa- ckungen machen Appetit. Doch nicht immer erfüllt das Eis die Erwartungen. Dies zeigt ein Marktcheck von Lebensmittel- klarheit, einem Projekt des Ver- braucherzentrale Bundesver- bands (vzbv) und der Verbrau- cherzentralen. Es mangelt an transparenten Informationen zu Zutaten und Zutatenmengen, die helfen, Qualitätsunterschie- de auszumachen. „Im Eisregal fehlt es nicht an schönen Bildern und Worten, aber regelmäßig an einer ver- braucherfreundlichen Kenn- zeichnung. Ist beim Schokola- deneis Schokolade in der Eis- masse? Welche Menge Erdbee- ren ist im Erdbeereis? Antwor- ten auf solche Fragen zu finden, darf nicht zum Suchspiel für Verbraucher werden“, sagt Ste- phanie Wetzel, Projektkoordi- natorin von Lebensmittelklar- heit. eitlinien für die Kenn- zeichnung, Aufmachung und Zusammensetzung von Speiseeis finden sich in den Leitsätzen des Deutschen Le- bensmittelbuchs. Diese sind nicht rechtsverbindlich, aber eine wichtige Orientierung für Hersteller, Handel und die Lebensmittelüberwachung. Die aktuellen Leitsätze für Speiseeis wurden im November 2016 ver- öffentlicht. Ob sich die Herstel- ler an diese halten, hat Lebens- mittelklarheit anhand der Sor- ten Erdbeer-, Schokoladen- und Vanilleeis überprüft und Auf- machung, Kennzeichnung und L L Zutatenliste unter die Lupe ge- nommen. Das Ergebnis ist un- befriedigend: Zwar entsprechen die meisten untersuchten Pro- dukte den Leitsätzen, verbrau- cherfreundlich ist die Kenn- zeichnung jedoch vielfach nicht. rdbeereis, Fruchteis- creme Erdbeere, Eis mit Erdbeergeschmack – schon die Namensvielfalt zeigt: Erdbeereis ist nicht gleich Erd- beereis. Sechs der acht unter- suchten Sorten waren nach Auf- fassung von Lebensmittelklar- heit leitsatzkonform. Doch nur die Hälfte der untersuchten Produkte wies den Erdbeeran- teil klar aus. Wo der Erdbeeran- teil erkennbar war, lag er zwi- E schen 10 und 36 Prozent – und das bei ähnlicher Aufmachung der Verpackung. „Fehlende oder versteckte Mengenangaben ma- chen es für Verbraucher schwer, Qualitätsunterschiede schnell zu erkennen. Das sollte aber das Ziel jeder guten Verpackung sein“, so Stephanie Wetzel. Lebensmittelklarheit unter- suchte zudem sechs Schokola- deneissorten ohne Schoko- stückchen. Drei davon enthiel- ten lediglich Kakao in der Eis- masse, obwohl Schokolade auf der Verpackung abgebildet war. Elf geprüfte Eissorten mit Scho- kostückchen enthielten zwar Schokolade, bei der Mehrzahl war aber nicht ersichtlich, ob diese auch in der Eismasse steckte. Das ist nach Auffassung von Lebensmittelklarheit zwar leitsatzkonform, aus Verbrau- chersicht aber nicht transpa- rent. Beim Bourbon-Vanilleeis er- füllten nur sieben von 19 unter- suchten Sorten für das Projekt erkennbar die Leitsätze, wo- nach Bourbon-Vanilleeis aus- schließlich Bourbon-Vanille enthalten soll. Ein Produkt ent- sprach nicht den Leitsätzen und enthielt zusätzlich „natürliches Vanillearoma“. Bei elf Produk- ten war die Kennzeichnung nicht eindeutig. Zutaten, die auf der Verpa- ckung hervorgehoben werden, sollen aus Sicht des vzbv in der entsprechenden Qualität ent- halten sein. So suggerierten Bilder von Schokolade neben einem Schokoladeneis Verbrau- chern Schokolade oder Schoko- ladenbestandteile in der Eis- masse. Ist dann nur Kakao- pulver enthalten, könnten sich Verbraucher getäuscht fühlen. Hier fordert der vzbv, dass die Leitsätze des Deutschen Le- bensmittelbuchs präzisiert wer- den und die Verbrauchererwar- tung berücksichtigen. er vzbv fordert zudem die Anbieter auf, die Leitsätze des Deut- schen Lebensmittelbuchs im- mer zu beachten. Nur dann könnten Bezeichnungen wie „Bourbon-Vanilleeis“ oder „Erdbeerfruchteis“ eine verläss- liche Orientierung bieten. Zu- dem sollten Hersteller wertge- bende Zutaten klar benennen und auch angeben, in welcher Menge diese Zutaten enthalten sind – selbst wenn dies keine Pflicht ist. Eine Studie im Auf- trag des Projekts Lebensmittel- klarheit hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass sich die meisten Verbraucher eine trans- parente Produktaufmachung mit eindeutigen Hinweisen in Bezug auf Zutatenmengen wünschen, heißt es in einer Mitteilung der Verbraucher- schützer. Hintergrund: Das Verbrau- cherportal www.lebensmittel klarheit.de ging am 20. Juli 2011 online. Verbraucher kön- nen dort Produkte melden, de- ren Kennzeichnung oder Auf- machung sie als missverständ- lich oder täuschend ansehen. Das Projekt wird finanziell ge- fördert durch das Bundesminis- terium für Ernährung und Landwirtschaft. ■ red D Wie viel Beeren sindwirklich drin? Verbraucher Erdbeereis nicht gleich Erdbeereis / Projekt Lebensmittelklarheit Anzeige Anzeige RENO im ALB CENTER Alb t dt Ebi | Sonnenstr. 30-34 s a - ngen reno.de RENO Schuh GmbH · Am Tie 7 · D-49086 Osnabrück ANBEHALTER der WOCHE 39 95 ab UVP 49 95 Das Werbeduo im Zollernalbkreis! 33 / 2 66 - 0 Ebinge 31 / 93 93 - 0 Balingen: 0 74 n: 0 74 Heute mit dem erfolgreichen Kleinanzeiger M ARKT S ÜD W EST WOCHENBLATT FÜR DEN ZOLLERNALBKREIS 2. August 2018 ■ 43. Jahrgang ■ Nummer 31

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