SüdWest Markt 05.07.18

Umfrage 2 Ratgeber 3 Kino 4 Jugend 5 Immobilien 12 Stellenmarkt 14 DieseWoche Positiver Umfrage Die Bundesbürger bli- cken optimistischer in die Zu- kunft als die meisten anderen Europäer. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Markt- forschungsunternehmens Niel- sen hervor. Besonders ihre Job- aussichten sehen die Deut- schen positiver. Seite 2 Sinnvoll Finanzen Sommerzeit ist Rei- sezeit. Doch Reisen während der Schulferien sind teuer. Wie man gleichwohl sinnvoll spart, steht auf . Seite 3 Für den Bereich Balingen: Heute mit Balingen aktuell ach Feststellung des Statistischen Landes- amtes erhielten 60.049 reine Wohngeldhaushalte in Baden-Württemberg am 31. Dezember 2017 Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz. Damit ist die Zahl der Empfän- gerhaushalte gegenüber dem Jahr 2016 mit 63.726 Haushal- ten um 5,8 % leicht rückläufig. Der Anteil der Wohngeld be- ziehenden Haushalte an den rund 5 Millionen Privathaus- halten im Land beträgt somit 1,2%. ohngeld ist ein von Bund und Ländern zu gleichen Teilen getragener Zuschuss zur wirt- schaftlichen Sicherung ange- messenen und familiengerech- ten Wohnens. Zum Jahresende 2017 erhielten dabei 56.889 Mieter (94,7 %) einen Mietzu- schuss, an 3.160 Besitzer von Wohneigentum ging ein Las- tenzuschuss. Die Zahl der Mietzuschusshaushalte verrin- gerte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,7 %, die Zahl der Lastenzuschusshaushalte um 7,5 %. eichlich die Hälfte der reinen Wohngeldhaus- halte (55,7 %) waren Einpersonenhaushalte (33.469), 11,3 % fielen auf Zweipersonenhaushalte (6.804). Die Anteile der Haus- halte mit drei bzw. vier Perso- nen lagen bei 7,3% (4.393) bzw. 11,2% (6.750), während die 8.633 Haushalte mit fünf und mehr Personen 14,4% aus- machten. er durchschnittliche monatliche Wohngeld- anspruch lag Ende 2017 insgesamt bei 170 Euro (Vor- jahr: 175 Euro). Für Haushalte mit Mietzuschuss lag er bei 166 Euro (171 Euro) und für Haushalte mit Lastenzuschuss bei 235 Euro (247 Euro). Die durchschnittliche tatsächliche monatliche Miete betrug 491 Euro (480 Euro), die durch- schnittliche berücksichti- gungsfähige monatliche Miete lag bei 469 Euro (460 Euro) und das durchschnittliche Ge- samteinkommen lag bei 983 Euro (950 Euro). Errechnet man den Anteil der Wohnkos- ten am maßgeblichen Gesamt- einkommen (Durchschnitts- werte im Monat) spricht man von der Wohnkostenbelastung der Haushalte mit Wohngeld- bezug. Das Wohngeld verrin- gerte die Wohnkostenbelas- tung dieser reinen Wohngeld- haushalte von 40,0 % des Ein- kommens auf nur noch 26,1 %. ■ red N W R D Die Zahl der Woche nders als man vielleicht erwarten könnte, schei- nen sich Kinder heutzu- tage besser zurückhalten zu kön- nen als die Kinder der 1960er Jahre – zumindest, wenn es um einen Marshmallow geht. Zu die- sem Ergebnis kamen Wissen- schaftler, die untersucht hatten, wie lange Vorschulkinder eine mögliche Belohnung hinauszö- gern können. ei dem berühmten Marsh- mallow-Test geht es da- rum herauszufinden, wie lange Kinder einer süßen Versu- chung widerstehen können, wenn als Belohnung für das Aufschie- ben die doppelte Portion winkt. Um herauszufinden, ob sich seit den 1960er Jahren etwas verän- dert hat, verglichen Psychologen der University of Minnesota und Kollegen Ergebnisse der ersten Studie mit Tests aus den 1980ern und frühen 2000ern. Es zeigte sich, dass Kinder in den 2000ern innerhalb eines 10-Minuten-Tests zwei Minuten länger warteten, um eine Belohnung in Form eines zweiten Marshmallows zu bekom- men, als in den 1960er Jahren. Dies berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Developmental Psychology. nteressanterweise hatten Er- wachsene angenommen, dass Kinder heutzutage impulsiver seien und weniger lange auf eine Belohnung warten können. Dies hatte eine Online-Befragung von 358 US-Amerikanern ergeben. In- tuitiv gehen offenbar viele davon aus, dass die Selbstkontrolle in der heutigen Zeit leidet, in der schnelle Belohnungen an der Ta- gesordnung sind und alles ein- fach via Smartphone und Internet erreichbar ist. Die Forscher ver- muten jedoch, dass digitale Tech- nologien, der Einfluss von Kinder- gärten und die elterliche Erzie- hung zur besseren Impulskontrol- le von Kindern beitragen könn- ten. arüber hinaus spiele es möglicherweise eine Rolle, dass der IQ über die vergangenen Jahrzehnte leicht angestiegen sei, wie die Wissenschaftler berichten. Ich bin im Jahr rund 40.000 Ki- liometer auf deutschen Straßen unterwegs. Wenn ich mir die Ver- haltensweisen mancher Verkehr- teilnehmer vergegenwärtige, wa- ge ich das zu bezweifeln. Es bleibt das Prinzip Hoff- nung. ■ Basti A B I D Übrigens tadt oder Land? Wo wol- len die Menschen in Deutschland wohnen? Die Bertelsmann Stiftung unter- sucht die aktuellen Trends des Wanderungsgeschehens – von den Metropolen bis zu den ländlichen Räumen. eit einiger Zeit gilt: Im- mer mehr Menschen zie- hen in die Stadt. Stimmt das? Und wenn ja, wohin ge- nau? Im Bertelsmann-Daten- portal Wegweiser-Kommune.de werden verschiedene Wande- rungsdaten, zum Beispiel nach Alter und Geschlecht, aber auch nach Ziel oder Herkunft, für al- le Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern seit 2006 kostenlos bereitgestellt. So las- sen sich für die Kommunen Wanderungsbewegungen de- tailliert nachvollziehen. Auf Ba- sis dieser Daten hat jetzt das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH die Zu- und Fortzüge in Deutschland analysiert. Das Er- gebnis: Leben in der Stadt liegt im Trend. Dabei zieht es die Menschen aber nicht nur in die Millionen-Metropolen wie Ber- lin, Hamburg, München, Stutt- gart oder Köln. Vor allem Mit- tel- und Kleinstädte sind die Gewinner des aktuellen Trends. Neben kleineren Städten an den Rändern der Metropolen zählen aber auch Kommunen in ländli- chen Räumen dazu. ür diese Analyse hat das ILS detailliert herausge- arbeitet, dass neben den Großstädten auch Klein- und Mittelstädte vom Zuzug aus dem Umland profitieren – auch wenn nicht alle kleineren Städte in Deutschland von dieser Ent- wicklung profitieren können. Daneben konnte ein sogenann- ter „Überschwappeffekt“ der Großstädte nachgewiesen wer- den. Das heißt, besonders die großen Großstädte verlieren zunehmend Bevölkerung an ihr direktes Umland, den „Speck- gürtel“. In den ländlichen Räu- men setzt sich zudem die konti- nuierliche Abwanderung dünn besiedelter Gebiete fort – aller- dings auf einem relativ geringen Niveau. Strukturschwache Re- gionen jenseits städtischer Ver- dichtung sind dabei besonders von Schrumpfung betroffen. o heterogen die Entwick- lungen auf regionaler Ebene sind, so vielfältig sind die Gründe für Bevölke- rungsbewegungen innerhalb Deutschlands: Sie reichen vom Umzug wegen eines Arbeits- platzwechsels oder in besseren – und vor allem bezahlbaren – Wohnraum bis zum Wunsch, im Alter in der Nähe der Kinder zu leben. Die Daten im Wegweiser Kommune zeigen, dass hohe Mieten ein starker Treiber für Bevölkerungsbewegungen sind. Aber auch die jeweilige Le- bensphase der Menschen spielt eine wichtige Rolle für die Wan- derungsbewegungen in vier ver- schiedenen Altersgruppen: Die jüngere Generation in Ausbil- dung und Studium zieht eher in die Großstadt, während Famili- en oder die älteren Generatio- nen auch gerne in kleinere und mittlere Städte ziehen. „Für die kleinen und Mittelstädte ist die- ser Trend eine Chance für Wachstum“, so Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertels- mann Stiftung. „Damit diese Städte auch in Zukunft für die Menschen als Lebensort attrak- tiv bleiben, ist eine moderne S S F S und funktionierende Infrastruk- tur eine zentrale Voraussetzung. Hier sind die Kommunen in der Pflicht, bei Investitionen und Stadtplanungen die richtigen Prioritäten zu setzen. Wenn man dabei an den öffentlichen Personennahverkehr, ärztliche Versorgung oder Breitbandaus- bau denkt, ist klar, dass viele kleinere Städte dies nicht ohne Unterstützung von Land und Bund schaffen können“, so Pe- tra Klug, Kommunalexpertin bei der Bertelsmannstiftung. eben der gestiegenen Zuwanderung nach Deutschland zählen so- genannte Binnenwanderungen zu den entscheidenden Fakto- ren, die die Entwicklung und Zusammensetzung der Bevölke- rung in den Städten und Ge- meinden beeinflussen. Sie ver- ändern die Alters- und Sozial- struktur der Bevölkerung maß- geblich – mit Konsequenzen für das Gemeinwesen. Damit die verantwortlichen Entscheider in den Kommunen die richtigen Weichen für kommunale Pla- nungen stellen, ist eine klein- räumige Betrachtung von Wan- derungsbewegungen und die Analyse der Daten von entschei- dender Bedeutung, heißt es in der Pressenmitteilung zu der neuen Studie. Neben den Zu- und Fortzügen gilt dies vor al- lem auch für die Entwicklung in den verschiedenen Altersgrup- pen. So können aktuelle Trends der Raumentwicklung differen- ziert erkannt und für eine zu- kunftsfähige Kommunalpolitik verwendet werden, heißt es. Industrieländer sind die Gewinner der Glo- balisierung Die Menschen in den Indus- trieländern profitieren wirt- schaftlich am stärksten von ei- ner zunehmenden Globalisie- rung. Das zeigt der Globalisie- rungsreport 2018, der von der Prognos AG im Auftrag der Ber- telsmann Stiftung erstellt wur- de. Der Report misst für 42 In- dustrie- und Schwellenländer den Grad der internationalen Verflechtung und die daraus re- sultierenden Wohlstandsgewin- ne. Deutschland gehört laut Un- tersuchung zu den zehn Län- dern, die am stärksten von der zunehmenden Globalisierung profitieren (6. Platz). Konkret N „ hat sich das reale Bruttoin- landsprodukt je Einwohner (BIP pro Kopf ) hierzulande zwischen 1990 und 2016 in Fol- ge einer voranschreitenden Glo- balisierung jährlich um rund 1.150 Euro erhöht. Insgesamt summieren sich die BIP-Zu- wächse pro Kopf in Deutsch- land auf rund 30.000 Euro für den untersuchten Zeitraum. „Der Report zeigt: Globalisie- rung kann eindeutig Wohl- standsgewinne schaffen. Pro- tektionismus ist der falsche Weg. Doch die Globalisierung muss so gestaltet werden, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Nur so können wir ihr Er- folgsversprechen einlösen“, kommentiert Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Ber- telsmann Stiftung, die Ergebnis- se. ruundlage für die Be- rechnung der globali- sierungsbedingten Wohlstandsgewinne ist ein In- dex, der sich eng am sogenann- ten KOF Globalisierungsindex der Technischen Hochschule Zürich orientiert und den Grad der internationalen Verflech- tung anhand von Indikatoren zur wirtschaftlichen, politi- schen und sozialen Ausprägung der Globalisierung misst. Ge- mäß dem Index sind die Nie- derlande und Irland die am stärksten globalisierten Länder. Indien und China hingegen sind unter den Letztplatzierten, weil hier die Öffnung der Märkte im Vergleich zu vielen Industrie- ländern später eingesetzt hat, es immer noch viele Marktzu- gangsschranken gibt und der je- weilige Binnenmarkt eine wich- tige Rolle spielt. Von 1990 bis 2016 wuchs das reale BIP aufgrund der voran- schreitenden Globalisierung in allen 42 untersuchten Länder im Schnitt um rund eine Billion Euro pro Jahr. Dies entspricht in etwa der Wirtschaftsleistung einer mittelgroßen Volkswirt- schaft wie Mexiko oder Südko- rea. lle untersuchten Län- der verzeichnen ein globalisierungsbeding- tes Wachstum, jedoch in unter- schiedlichem Ausmaß: Am stärksten profitieren laut Unter- suchung die Schweizer. Das rea- le BIP pro Einwohner wuchs dort globalisierungsbedingt G A zwischen 1990 und 2016 um rund 1.900 Euro pro Jahr. In In- dien, dem Schlusslicht bei den globalisierungsbedingten Zu- wächsen, stieg es nur um durch- schnittlich 20 Euro pro Jahr. Auch China (80 Euro pro Jahr) und Mexiko (120 Euro pro Jahr) verzeichnen nur unterdurch- schnittliche absolute Zuwächse. Grund für diese niedrigen Zuwachsraten in den Schwel- lenländern ist vor allem das dort vorherrschende geringe Ausgangsniveau des BIP pro Kopf zum Startpunkt der Mes- sung. Schwellenländer wie Chi- na und Indien standen 1990 noch ganz am Anfang einer dra- matischen Wachstumskurve und schneiden somit bei den absoluten Zuwächsen insge- samt schlechter ab als Indus- trieländer, die schon damals stärker international vernetzt waren. ls eine der größten Baustellen der Globali- sierung gilt aus Sicht der Bertelsmann Stiftung die ungleiche Verteilung der Globa- lisierungsgewinne zwischen In- A dustrie- und Schwellenlän- dern und in- nerhalb einzel- ner Staaten. Da die Industrie- länder seit lan- ger Zeit über eine höhere Wirtschafts- leistung pro Einwohner verfügen, sind auch die abso- luten Globali- sierungsgewin- ne deutlich hö- her und für die Schwellenlän- der schwierig aufzuholen. Cora Jung- bluth, Wirt- schaftsexpertin der Bertels- mann Stiftung, sieht hier eine Wiederbele- bung der WTO-Han- delsrunden als mögliche Lö- sung: „Wir müssen eine internationale Wirtschaftsordnung fördern, die nicht auf das Recht des Stär- keren, sondern auf gemeinsame, verbindliche Regeln und Stan- dards setzt“, so Jungbluth. Nur so lassen sich Globalisierungs- gewinne möglichst breit vertei- len. Dazu gehören laut Bertels- mann Stiftung Marktöffnungen in Schwellenländern genauso wie der Subventionsabbau in Industrieländern. n den Industrieländern se- hen die Experten der Ber- telsmann Stiftung hingegen die Notwendigkeit, die offen- sichtlichen und materiell greif- baren Vorteile der Globalisie- rung so zu verteilen, dass alle Bürger beteiligt werden. „Wir sehen anhand der Daten, dass uns die Globalisierung, gerade in Deutschland, deutliche Wohlstandsgewinne beschert“, so Jungbluth. Deshalb müsse auch hierzulande das Bewusst- sein gestärkt werden, dass eine Verflechtung mit der Weltwirt- schaft, die auf international an- erkannten Regeln und Stan- dards basiert, materielle Vortei- I Wohnen - wer punktet? Alles im Fluss! Gesellschaft Leben in Klein- und Mittelstädten liegt bei den Deutschen im Trend Anzeige M ARKT S ÜD W EST WOCHENBLATT FÜR DEN ZOLLERNALBKREIS 5. Juli 2018 ■ 43. Jahrgang ■ Nummer 27 Das Werbeduo im Zollernalbkreis! 33 / 2 66 - 0 Ebinge 31 / 93 93 - 0 Balingen: 0 74 n: 0 74 Heute mit dem erfolgreichen Kleinanzeiger

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