SüdWest Markt 28.6.18

Umfrage 4 Horoskop 4 Immobilien 14 Stellenmarkt 14 DieseWoche Sorgen Umfrage Die Mehrheit der Er- werbstätigen in Deutschland blickt mit Sorge auf den Eintritt ins Rentenalter, so eine Studie. Besonders groß ist der „Ren- ten-Frust“ demnach in der so- genannten Babyboomer-Gene- ration, den heute 55- bis 64- Jährigen, die vor dem Renten- eintritt stehen. Seite 2 Beilage Dienstleister Mit der beiliegen- den Sonderpublikation beteili- gen sich fast 100 Firmen am „Servicepreis Zollern-Alb“. Für den Bereich Balingen: Heute mit Balingen aktuell ie privaten Haushalte in Baden-Württemberg gaben im Jahr 2016 für ihren Konsum fast 238 Milliar- den (Mrd.) Euro aus. Wie das Statistische Landesamt nach aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirt- schaftliche Gesamtrechnun- gen der Länder“ feststellt, la- gen die privaten Konsumaus- gaben im Land damit nominal um 3,2 Prozent über dem Vor- jahreswert. Pro Kopf wendeten die Baden-Württembergerin- nen und Baden-Württember- ger im Jahr 2016 durchschnitt- lich 21.800 Euro für den Kauf von Waren und Dienstleistun- gen auf. Das waren gut 440 Euro oder 2,1Prozent mehr als im Vorjahr. Bundesweit belie- fen sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte pro Kopf auf rund 20.330 Euro. ie privaten Haushalte können ihr Einkommen entweder konsumieren oder sparen. Das nicht für Konsumzwecke verwendete verfügbare Einkommen zu- züglich der Zunahme der be- trieblichen Versorgungsan- sprüche stellt das Sparen der privaten Haushalte dar. Im Jahr 2016 haben die privaten Haushalte im Südwesten mit insgesamt gut 30,6 Mrd. Euro 2,1 Prozent mehr gespart als im Vorjahr. Dies entsprach ei- ner Pro-Kopf-Ersparnis von über 2.800 Euro. Die Sparquo- te, der Anteil des Sparvolu- mens am verfügbaren Einkom- men (zuzüglich der Zunahme betrieblicher Versorgungsan- sprüche), belief sich hierzulan- de 2016 auf 11,4 Prozent. Im bundesweiten Vergleich war Baden-Württemberg damit auch 2016 das sparfreudigste Bundesland. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Bayern und Hessen mit einer Sparquo- te von 10,9 Prozent bzw. 10,7 Prozent, heißt es in einer Mit- teilungdes Statistischen Lan- desamtes in Stuttgart. ■ red D D Die Zahl der Woche chaut man Fußballern auf die Beine, könnte manch- mal schon der Eindruck entstehen, dass der Ballsport und O-Beine zusammenhängen. Ob dem tatsächlich so ist, haben Wissenschaftler der Ludwig-Ma- ximilians-Universität in München jetzt untersucht. ntensives Fußballtraining kann offenbar die Entstehung von O-Beinen begünstigen, so das Ergebnis der systematischen Übersichtsarbeit, die im Deut- schen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Wird Fußball von Heran- wachsenden intensiv als Leis- tungssport betrieben, haben sie ein erhöhtes Risiko für O-Beine. Wie aus der Analyse der Daten hervorging, war bei jugendlichen Fußballern der Abstand zwischen den Knien im Schnitt 1,5 Zentime- ter größer als in der Kontrollgrup- pe. Damit einher gehe eine Ab- weichung der Unterschenkel nach innen und ein Vorstehen der au- ßenseitigen Knieanteile, so die Forscher. Die Fehlstellung erhöhe im Erwachsenenalter das Risiko für das Entstehen oder beschleu- nigte Fortschreiten einer Kniege- lenkarthrose, warnen die Wissen- schaftler. ie Ursache für die Ent- stehung von O-Beinen liegt nach Ansicht der Forscher vermutlich in einer chro- nischen, asymmetrischen Über- lastung der kniegelenknahen Wachstumsfuge durch sich wie- derholende Bewegungen und dem Zug der hinteren Ober- schenkel-Muskulatur. Durch Ma- növer wie etwa Richtungswechsel im Lauf entstehe eine erhöhte mechanische Belastung. Anderer- seits verringert sich bei Ermü- dung der Muskulatur die Stabili- sierung des Kniegelenks. Auch die beim Fußball verwendeten Stollenschuhe könnten einen An- teil an der O-Bein-Bildung haben. Ein besonders sensibles Alter sei die Wachstumsphase vor der Pu- bertät, warnen die Forscher. Es gebe jedoch keine Hinweise da- für, dass auch Freizeitkicker ein erhöhtes Risiko für krumme Beine hätten. Na, da bin ich ja echt beru- higt . . .! ■ Basti S I D Übrigens er Urlaub ist seit Mo- naten geplant, die Kof- fer sind gepackt, doch dann die schlechte Nachricht: Der Flug fällt wegen eines Streiks aus. Welche Rechte ha- ben Reisende in diesem Fall? Oder was ist, wenn das Hotel mehr verspricht, als es vor Ort hält? ROLAND-Partneranwalt Oliver Titze erklärt, welche Rechte man bei Reisemängeln hat. Frust am Flughafen – wenn der Flug verspätet startet: Ist ein Flug annulliert, ist die Ent- schädigung klar in der EU-Flug- gastrechteverordnung 261/2004 geregelt. Nach der Rechtspre- chung steht Passagieren auch ab drei Stunden Flugverspätung folgende Entschädigung zu: 250 Euro bei einer Entfernung bis 1.500 Kilometer, 400 Euro bei einer Entfernung zwischen 1.500 und 3.500 Kilometer und 600 Euro bei einer Entfernung über 3.500 Kilometer (außer- halb der EU). „Dies gilt auch bei Nicht-EU-Fluglinien – sofern der Abflugort innerhalb der EU liegt“, erklärt der Rechtsexper- te. Außerdem gibt es mit dem Montrealer Übereinkommen ei- ne Art weltweiten Mindeststan- dard an Passagierrechten. Die- ses Abkommen haben fast alle Länder unterzeichnet. Und was ist, wenn ein Ur- lauber wegen eines verspäte- ten Flugs sein Kreuzfahrt- schiff verpasst? „Dann muss der Reiseveranstalter für den entstandenen Schaden aufkom- men“, weiß Oliver Titze. Dies gilt auch für Hotelurlaube, die infolge der Verspätung nicht zum gebuchten Termin angetre- ten werden können. Maulende Mitarbeiter – wenn das Personal wild streikt: Anders stellt sich die D Situation bei höherer Ge- walt dar. Ver- späten sich Flüge aufgrund eines Vulkan- ausbruchs, Sturms, aber auch Streiks oder fallen sie ganz aus, haf- ten Fluggesell- schaften grundsätzlich nicht. „In ei- nem aktuellen Urteil hat der EuGH jedoch eine Aus- gleichszah- lung nach Flugausfall trotz ,wilden Streiks‘ des ei- genen Flugper- sonals bejaht. Der EuGH sieht bei einem ‚wilden Streik‘ keinen außerge- wöhnlichen Umstand“, erklärt der Anwalt. Ein „wilder Streik“ folgt keinem Aufruf der Arbeit- nehmervertreter. Vielmehr mel- deten sich die Mitarbeiter in dem konkreten Fall, der vor dem EuGH verhandelt wurde, spontan krank, nachdem ein Luftfahrtunternehmen überra- schend Umstrukturierungsplä- ne angekündigt hatte. Voller Flieger – wenn das Flugzeug überbucht ist: Es kommt immer wieder vor: Am Flughafen warten mehr Passa- giere auf den Flug, als Sitzplätze vorhanden sind. Finden sich bei einer Überbuchung des Flugs Freiwillige, die stattdessen ei- nen späteren Flug wählen, ist das Problem meist schnell aus der Welt geschafft. Diese erhal- ten dann von der Fluggesell- schaft zusätzliche Extras oder Entschädigungen. „Sofern sich keine Freiwilligen finden, wählt die Fluggesellschaft aus, wer mitkommt“, erklärt Oliver Tit- ze. „Bevorzugt werden grund- sätzlich mobilitätseinge- schränkte Personen sowie de- ren Mitreisende, Familien mit Kindern oder Vielflieger, also Stammgäste der Airline.“ Für die zurückgelassenen Fluggäste gelten dann wiederum die Ent- schädigungsleistungen gemäß der EU-Verordnung 261/2004. Horror-Hotel – wenn aus dem Traumhotel ein Alb- traum wird : Wenn es statt der im Reiseprospekt versproche- nen großen Poollandschaft nur ein kleines, dreckiges Schwimmbecken gibt, ist der Frust meist groß. Doch Mängel wie diese sollte kein Urlauber hinnehmen (Foto, dpa). Er schließt mit der Buchung der Reise einen Vertrag mit dem Reiseveranstalter oder dem Ho- tel über die mit dem Aufenthalt verbundenen Leistungen ab. Daher kann er Leistungen bean- standen, die von den vereinbar- ten abweichen. „Weicht bei- spielsweise die Quadratmeter- zahl des Hotelzimmers von der im Prospekt ab oder findet der Urlauber dort Schimmel vor, kann er dies beanstanden“, so Anwalt Titze. „Bei einer Pau- schalreise ist der Reiseveran- stalter für sämtliche Mängel der Reise verantwortlich, an ihn sollten sich Betroffene im Man- gelfall wenden.“ Um den Reisepreis zu min- dern, müssen Urlauber den Ver- anstalter umgehend vor Ort auf Mängel aufmerksam machen. Denn: Betroffene Reisende wer- den pro Urlaubstag entschä- digt. „Zeigt man einen Mangel erst am siebten Tag an, obwohl er schon am ersten Tag be- merkt wurde, besteht kein An- spruch auf Entschädigung für die ersten sechs Tage“, erklärt er. Nach der Reise sind die Mängel gegenüber dem Reise- veranstalter innerhalb eines Monats erneut anzuzeigen. Nach Ablauf dieser Frist können Urlauber in der Regel keine An- sprüche mehr durchsetzen. Das gilt für Buchungen bis zum 30. Juni 2018. Für Buchungen ab 1. Juli gilt ein neues Pauschalrei- serecht, bei dem zum Beispiel größere Preisänderungen mög- lich sind, dafür aber die Ein- Monats-Meldefrist entfällt. Wichtig: Im Einzelfall sind die Allgemeinen Geschäftsbedin- gungen (AGB) des Reiseveran- stalters oder des Hotels ent- scheidend – hier können andere Fristen gelten. Der Rechtsan- walt empfiehlt zudem, Mängel genau zu dokumentieren und zu beschreiben: „Fotos und de- taillierte Informationen zur Dauer und zum Umfang der Mängel helfen vor Gericht, et- waige Ansprüche durchzuset- zen. Auch die Aussagen von Dritten sind hilfreich. Ent- täuschte Reisende sollten sich also die Namen möglicher un- abhängiger Zeugen notieren.“ Beginnt der Urlaub verspätet oder entspricht das Hotel nicht den Erwartungen, ist der Ärger meist groß. Doch mit diesen Tipps können Urlauber zumin- dest eine Entschädigung verlan- gen. Weitere Rechtstipps finden interessierte auf www.roland- rechtsschutz.de/rechtstipps, heißt es in der Pressemitteilung vomMontag. ■ red Urlaubsfrust statt Reiselust Verbraucher Ab 1. Juli gilt eine neue Rechtslage bei Preisänderungen Anzeige RENO im ALB CENTER Albstadt-Ebingen | Sonnenstr. 30-34 Bis zu reduziert! 50% SALE RENO Schuh GmbH · Am Tie 7 · D-49086 Osnabrück reno.de Stiftung Warentest Ein Haus zu bauen ist ein Riesenprojekt – nicht nur finanziell, sondern vor allem auch logistisch. Die Ar- beit zahlreicher Gewerke muss präzise abgestimmt und die Er- gebnisse müssen kontrolliert werden – vor allem, wenn sie im weiteren Prozess verdeckt wer- den. Wird dabei etwas überse- hen, können die Folgen gravie- rend sein. Eine neue Praxis- mappe der Stiftung Warentest in Kooperation mit dem Ver- band Privater Bauherren nimmt Häuslebauer an die Hand und hilft ihnen mit viel Wissen, Checklisten und Formularen, Schritt für Schritt alles Nötige abzuarbeiten. So behalten Bau- herren souverän die Kontrolle über Zeit und Kosten. Schon kleine Fehler auf dem Bau können teuer werden oder einen langen Rechtsstreit nach sich ziehen. Damit aus dem Traum vom Haus kein Albtraum wird, gibt es die neue Praxis- mappe für Bauherren. Sie hilft, gut informiert und bestens aus- gestattet die Leistungen aller Gewerke vom Rohbau bis zum Bodenbelag zu prüfen und ab- zunehmen, Kosten und Termine im Griff zu behalten, Abläufe zu verstehen und den Anspruch auf Gewährleistung durchzuset- zen, falls doch etwas schiefge- gangen ist. Ausführliche Checklisten für alle Gewerke, Abnahmeproto- kolle und Musterbriefe sind verständlich formuliert und können für den sofortigen Ein- satz einfach herausgetrennt werden. Und zuvor gibt es sechs lesenswerte Kapitel rund um die Baustelle: Von den Basics wie Grundsatzentscheidungen in Sachen Bau über die Vorbe- reitung und die Abläufe am Bau bis zur Fertigstellung hat Autor Rüdiger Krisch, selbst Archi- tekt, nichts ausgelassen, denn „Bauen ist ein komplexer Pro- zess und da gilt es, den Über- blick zu behalten.“ Mit dieser Mappe kein Problem. Die Praxismappe „Alle Ab- nahmen“ folgt auf die Praxis- mappe „Finanzierung“, hat 240 Seiten und kostet 19,90 Euro, im Buchhandel und unter www.test.de/bauherrenpraxis- mappe-abnahmen, heißt es in der Pressemitteilung. ■ red Bauherren-Praxismappe: Checklisten, Termine, Prüfung Ausstellung Von der unattrakti- ven Randlage zu innovativen Wohnkonzepten: Dem Tübinger Französischen Viertel, dem Wennfelder Garten und den Wagenburgen widmet das Stadtmuseum seine nächste Sonderausstellung. „Am Rand wird’s interessant – Anders wohnen im Tübinger Süden“ beleuchtet Wohnutopien und Lebenswirklichkeiten in den drei Quartieren. Die gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bür- gern vor Ort entwickelte Aus- stellung ist bis 28. Oktober 2018 im Stadtmuseum zu sehen. „Im Tübinger Süden grenzen drei sehr unterschiedliche Quartiere mit spezifischen Identitäten direkt aneinander. In wohl kaum einer anderen Gegend der Region ist eine so große Vielfalt an unterschiedli- chen Lebensstilen und Lebens- welten auf engstem Raum zu finden“, erläutern die Ausstel- lungskuratoren Guido Szymans- ka und Daniela Übelhör. Zwei Flüsse, eine Bahnlinie und zwei Bundesstraßen trennen den südöstlichen Stadtrand Tübin- gens von der Altstadt. Jahr- zehntelang diente er als Sam- melbecken für alles, was in der altehrwürdigen Universitäts- stadt unerwünscht war. ■ red Wohnen im Quartier Anzeige M ARKT S ÜD W EST WOCHENBLATT FÜR DEN ZOLLERNALBKREIS 28. Juni 2018 ■ 43. Jahrgang ■ Nummer 26 Heute mit dem erfolgreichen Kleinanzeiger

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