Pur-Sänger Hartmut Engler. Foto: Sebastian Gollnow
Pur-Sänger Hartmut Engler. Foto: Sebastian Gollnow
Pur-Sänger Hartmut Engler. Foto: Sebastian Gollnow
Pur-Sänger Hartmut Engler. Foto: Sebastian Gollnow

Berlin, Mittwoch, 12. September 2018

„Wir geben positive Energie ab“

Der Pur-Sänger Hartmut Engler spricht über das neue Album und den Einfluss des Buddhismus.

von DPA

Pur legen ein neues Album vor: „Zwischen den Welten.“ Der Buddhismus und viel positive Energie spielen eine Rolle – wie Sänger Hartmut Engler erzählt.

Wie kann man „Zwischen den Welten“ einordnen?

Hartmut Engler: Im Prinzip ist es für jeden Menschen wahnsinnig wichtig, über seinen Tellerrand hinauszuschauen und andere Perspektiven im Leben zu haben. Politisch betrachtet, können wir die Grenzen dicht machen und sagen: Wir sind satt, uns geht es gut. Die Anderen interessieren uns nicht. Wir können aber teilen. Wir sind 82 Millionen Deutsche gegenüber einer Million Flüchtlingen. Das sind 82 Menschen, die sich um einen kümmern müssten. Das sollte doch drin sein.

Sind Pur für das Konzert gegen Rechts in Chemnitz angesprochen worden?

Bands wie Kraftclub oder die Toten Hosen haben immer miteinander zu tun. Allein schon durch das Management. Da sind wir außen vor. In Bietigheim-Bissingen sind wir weit ab vom Schuss. Wenn wir gefragt worden wären, hätten wir zugesagt.

In „Zwischen den Welten“ geht es sicherlich auch um Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen?

Ja, natürlich. Es geht darum, eine andere Perspektive einzunehmen und sich für Anderes zu interessieren. Und nicht einfach zu sagen, was die Anderen glauben, ist bescheuert.

Seit wann und warum beschäftigen Sie sich mit dem Buddhismus?

2008 hatte ich eine Lebenskrise. In dieser Zeit hat mir ein Freund ein paar Bücher gegeben. Die Lektüre hat mir wahnsinnig viel gegeben. Ich hatte plötzlich das Gefühl, ein Licht zu sehen, das vorher nicht da war. Es gibt mir die Möglichkeit, mich zwischen dem ganzen Terminstress zu entspannen. Ich habe auch Meditation für mich entdeckt. Das grenzt mein Lampenfieber unheimlich ein.

Warum polarisieren Pur, ohne provokant zu sein?

Ich würde nicht sagen, unsere Fans lieben und die anderen Leute hassen uns. Uns hasst niemand, wir tun schließlich niemanden weh. Wir versuchen positive Energie abzugeben. Jeder, der aus einem Pur-Konzert kommt, fühlt sich zwei Wochen lang positiv energetisch aufgeladen. dpa

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