ARCHIV - 17.04.2010, Hessen, Wiesbaden: Sänger Daniel Küblböck steht bei der Premiere seiner Show «Kübelböck's Talk Night» in den Rhein-Main-Hallen. (zu dpa: "Aida Cruises: Daniel Küblböck bei Kreuzfahrt über Bord gegangen" vom 09.09.2018) Foto: Fredrik von Erichsen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Fredrik von Erichsen
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Halifax, Mittwoch, 12. September 2018

Küblböck: Trauer und viele Fragen

Dass sich der Sänger das Leben nahm, gilt als sicher. Ein Suizid stürzt Hinterbliebene in eine Krise.

von DPA

Für Daniel Küblböck gibt es keine Hoffnung mehr. Der mysteriöse Tod des 33-jährigen Sängers hinterlässt Fassungslosigkeit und viele offene Fragen.

Von einem Suizid Küblböcks wird mittlerweile ausgegangen. Darauf deuten neben den letzten Einträgen des Sängers in sozialen Netzen entsprechende Äußerungen von Wegbegleitern hin. Mit einer emotionalen Botschaft nehmen auch seine „DSDS“-Konkurrenten von 2003 Abschied: „Es tut uns unendlich Leid, auf diese Weise zu erfahren, welche grausame Traurigkeit Dich die letzten Monate umgeben haben muss“, schreiben die sieben Mitstreiter aus der ersten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. „Was wir sehen und kennenlernen durften, war ein Mensch mit unglaublich vielen Facetten, einem riesigen, unvoreingenommenem Herzen, aber auch einer sehr zerbrechlichen Seele!“

Für Hinterbliebene erscheint eine Selbsttötung noch radikaler und unbegreiflicher als ein plötzlichen Todesfall durch etwa Herzinfarkt oder Unfall. „Es ist ein schlimmer Prozess“, sagt der Psychologe Armin Schmidtke über die Trauer nach einem Suizid. Viele Angehörige fragten sich, ob sie selbst etwas dazu beigetragen hätten, dass der Betroffene keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat. Hinzu kommt nach Einschätzung der Fachautorin Chris Paul, dass es sich um die am stärksten tabuisierte Todesursache handle. Selbsttötungen seien „von einer Atmosphäre der Unwirklichkeit umgeben, sie bleiben immer rätselhaft“.

Wie reagiert man als Passagier, wenn man mitbekommt, dass ein Mensch über Bord geht? Wer einen Sturz ins Wasser beobachtet, sollte sofort laut „Mann über Bord!“ oder „Mensch über Bord!“ rufen, sagt Helge Grammerstorf, Direktor des Kreuzfahrtverbandes Clia Deutschland. Dieser Grundsatz gelte auf allen Schiffen. Wenn kein Mitglied der Crew das hört, sollte man andere Passagiere auffordern, Bescheid zu geben. Ganz wichtig: Man selbst soll an Ort und Stelle bleiben. „Die Person unbedingt im Auge behalten und einen Ring hinterher werfen, der ist im Zweifel besser im Wasser zu sehen als der Mensch.“ Am Heck eines Kreuzfahrtschiffes gebe es auf jedem Deck mehrere Rettungsringe. Sinnvoll sei auch, mit dem Arm in die Richtung des von Bord Gegangenen zu zeigen. So haben auch andere Passagiere eine Chance, die Person noch zu sehen. „Die Ratschläge klingen banal, aber sie können Leben retten“, betont Grammerstorf. Für alles weitere sei dann die Crew verantwortlich.

Wie und wann kann ein Vermisster für tot erklärt werden? Der Tod eines Menschen wird durch eine Sterbeurkunde belegt, wenn das Ableben zweifelsfrei feststeht. Ist es bei einem Vermissten wahrscheinlich, dass er nicht mehr lebt, kann ein Gericht auf Antrag dessen Tod erklären. Das regelt das Verschollenheitsgesetz. Das Gesetz sieht für eine Todeserklärung unterschiedliche Fristen vor, die verstrichen sein müssen. Ganz allgemein kann jemand für tot erklärt werden, wenn er seit zehn Jahren als verschollen gilt. Wenn Menschen auf See verschwinden, dann gilt eine kürzere Frist von nur sechs Monaten.

dpa/swp

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