Das nächste Kellerkind

15.03.2019

Junggallier spielen gegen das nächste Kellerkind

Der HBW Balingen-Weilstetten 2 bekommt es am Samstagabend erneut mit einem Abstiegskandidaten zu tun.

Eine Woche nach dem 30:20-Erfolg im Duell mit Neuhausen/Filder empfängt der Drittligist HBW Balingen-Weilstetten 2 nun dessen direkten Konkurrenten TV Willstätt. Die Erwartungen an die Schwaben sind klar.

Der Balinger Perspektivkader (im Bild Fynn Beckmann) erwartet morgen Abend den TV Willstätt. Während die Schwaben vorne mitmischen, kämpft der Aufsteiger um den Klassenerhalt.
Der Balinger Perspektivkader (im Bild Fynn Beckmann) erwartet morgen Abend den TV Willstätt. Während die Schwaben vorne mitmischen, kämpft der Aufsteiger um den Klassenerhalt. Foto: Moschkon

Eigentlich konzentriert sich André Doster lieber auf die Situation seiner eigenen Mannschaft als auf die seines Gegners. Doch diesmal geht sein Blick auch nach Willstätt. Denn wie schon der TSV Neuhausen/Filder, bei dem der HBW 2 in der Vorwoche zu Gast war, gehört auch der TVW zu den Teams, die in akuter Abstiegsgefahr schweben.

Nur der TVS Baden-Baden ist mit 3:43 Punkten abgeschlagen, davor kämpfen die VTZ Saarpfalz (12:34 Punkte), Neuhausen/Filder (14:32), Willstätt (14:30) und auch Oppenweiler/Backnang (18:28) noch akut um lebensnotwendige Punkte. Saarpfalz und der HCOB treten am Sonntag im direkten Duell gegeneinander an, die Filderstädter treffen auf Baden-Baden. Damit steht Willstätt morgen Abend (19.30 Uhr, SparkassenArena) beim HBW 2 die auf dem Papier schwierigste Aufgabe bevor.

„Sie können gegen uns echte Big Points holen“, weiß Balingens Kommandogeber Doster. „Wir wissen, mit welcher Intention, welcher Einstellung sie in das Spiel hier gehen werden.“ Und wie schon in der Vorwoche gegen die Filderstädter kann sich der HBW 2 in die akute Bedrohung, die in Willstätt vorherrscht, nicht hineinversetzen. Schließlich rangiert der Balinger Perspektivkader auf dem vierten Tabellenplatz, auch rechnerisch kann der Mannschaft um Kapitän Julian Thomann nichts mehr passieren.

Doch auch Willstätt will drinbleiben, hat dafür am Personalrad gedreht. Nach nur vier Spielen trennten sich die Verantwortlichen von Aufstiegstrainer Marcus Simowski, der Sportliche Leiter Rudi Fritsch übernahm interimsweise. Seit Januar steht nun Marco Schiemann an der Seitenlinie, auch beim spielenden Personal wurde nachgebessert. Aufgrund der anhaltenden Verletzungsmisere sicherte sich Willstätt während der WM-Pause die Dienste von Christopher Räpple (HC Hedos Elgersweier) und Marius Oßwald (HSG Konstanz 2). „Sie setzen alles auf eine Karte“, urteilt Doster über die Nachverpflichtungen.

Die zeigen Wirkung, in der zweiten Saisonhälfte präsentiert sich Willstätt bislang deutlich erfolgreicher. „Sie haben eine bessere Mannschaft als in der Hinrunde“, betont der HBW 2-Trainer. Am vergangenen Wochenende setzte sich Willstätt mit 31:27 beim – zugegeben schwach aufspielenden – TuS Fürstenfeldbruck durch, zwei Wochen zuvor gab es einen 28:26-Erfolg gegen Horkheim, mit demselben Ergebnis wurde Neuhausen/Filder bezwungen. Und auch bei den Niederlagen gegen Saarpfalz und Haßloch wäre mehr drin gewesen. „Aber nicht nur die Ergebnisse zeigen die Steigerung“, gibt Doster zu bedenken.

Der HBW 2 geht mit nahezu voller Besetzung in die Partie. Einzig hinter dem Einsatz von Christoph Foth steht noch ein Fragezeichen. „Aber nach den vielen kurz- und langfristigen Ausfällen sind wir noch auf der Suche nach der Abstimmung“, räumt Doster ein. Einen Sieg fordert er trotzdem.

Internationale Verstärkung

Saarlouis. Die Drittliga-Konkurrenten des HBW Balingen-Weilstetten 2 feilen ebenfalls bereits am Kader für die kommende Spielzeit. Die HG Saarlouis, im Vorjahr noch Zweitligist und nun auf dem siebten Tabellenplatz, bekommt Unterstützung aus Luxemburg. Tommy Wirtz, aktuell Kapitän des Luxemburger Erstligisten HB Dudelange, schließt sich den Saarländern an. „Ich freue mich sehr, in Saarlouis den nächsten Schritt als Handballer machen zu können“, so Wirtz.eb

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