20.02.2019

Leserbrief

Wie steht's ums Gewissen der Gemeinderäte?

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: Diskussion um Winterlinger Windindustrieanlagen
Ihr Winterlinger Gemeinderäte zusammen mit euerm Bürgermeister: Wie steht es mit eurem Gewissen? Ist euch eigentlich bewusst, was ihr meiner Familie, mir und meinen Tieren hier auf dem Hof Hermannslust mit diesem von euch vorangetriebenen, unseligen Windindustrieprojekt antut?
Im Sicht- und Schallbereich zu unserem Wohnhaus und den Ställen, in unmittelbarer Nähe zu unseren Äckern, Wiesen und Weiden wollt ihr, dass sich sieben Windräder im Wald drehen und uns womöglich die Lebensgrundlage zerstören? Je intensiver ich mich mit der Windräderproblematik beschäftigt habe, auf umso mehr Ungereimtheiten und Fallstricke bin ich gestoßen. Ich nenne da nur brennende Windräder, verseuchtes Grundwasser, unerträglicher Schall und Schattenwurf, für Menschen und Tiere nur schwer auszuhalten.
Unser Hof ist ein abgeschiedenes landschaftlich schön gelegenes Anwesen. Den Tieren (Kühe, Schafe, Pferde) merkt man an, dass sie hier ihre Ruhe haben, dass es ihnen gut geht. So etwas, meine Damen und Herren Gemeinderäte, leichtfertig zu zerstören, nur um die „paar Kröten“ Pacht zu kassieren, ist geradezu niederträchtig. Sie tragen die Verantwortung für die Zerstörung von über zehn Hektar Wald um unseren Hof herum. Sie stimmen kommentarlos zu, dass wir eventuell durch die Windräder zu Schaden kommen, es stört sie nicht, dass hier lebende Wildtiere vertrieben und gegebenenfalls getötet werden, und dies alles mit dem sicheren Wissen, dass sich dieses Windrädervorhaben wirtschaftlich nicht rechnet.
Von all den anderen Unbillen erst gar nicht zu reden. Wie weit reicht ihre Verantwortung? Wie steht es mit ihren Gewissen, wenn sie sich einmal in unsere Lage hier auf dem Hof versetzen?
Hans Schmied
Hof Hermannslust, Bitz

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