Frohnstetter Babyleiche: Mutter hatte Drogen konsumiert

Frohnstetten, 11.01.2019

Frohnstetter Babyleiche: Mutter hatte Drogen konsumiert

Die Mutter des toten Säuglings konnte nach wie vor nicht gefunden werden. Nun gibt es aber Hinweise, die in die Drogenszene führen.

von Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft  

Trotz der umfangreichen und intensiven Nachforschungen der von der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen beim Kriminalkommissariat Sigmaringen eingerichteten Ermittlungsgruppe „Wald“ konnte die Mutter des am 3. September 2018 in einem Waldstück auf der Gemarkung Frohnstetten tot aufgefundenen Jungen bislang nicht ermittelt werden.

In diesem Waldstück an der Landesstraße 453 wurde die Babyleiche gefunden.
In diesem Waldstück an der Landesstraße 453 wurde die Babyleiche gefunden. Foto: Benno Schlagenhauf (Archiv)

Unter anderem war auch mit einer Flugblattaktion und Anwohnerbefragung in den Gemeinden Frohnstetten und Kaiseringen nach Hinweisen auf die Mutter des toten Kinds, dem vom Standesamt der Name Joris gegeben wurde, gesucht worden.

Toxikologisches Gutachten gibt Hinweise auf Drogenkonsum

Zwischenzeitlich liegt allerdings das Gutachten der toxikologischen Untersuchung vor. Demzufolge dürfte die Mutter des Säuglings während der Schwangerschaft Betäubungsmittel und Medikamente konsumiert haben.

Die Kriminalpolizei schließt deshalb nicht aus, dass sich die Frau möglicher Weise in der Drogenszene aufhält oder aufgehalten hat. Durch diesen Umstand erhoffen sich die Beamten neue Ermittlungsansätze, die sie auf die Spur der Mutter des Neugeborenen führen, dessen Todesumstände nach wie vor unklar sind.

Mit Blick auf den möglichen Drogenumgang werden Personen, denen sich die Frau eventuell offenbart hat oder denen die Schwangerschaft aufgefallen ist, gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Sigmaringen unter der Rufnummer 07571/104-0, zu melden.

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