Albstadt, 08.01.2019

Amnesty: Briefe gegen das Vergessen

Im Januar setzt sich Amnesty International weltweit für Menschenrechte in Indien, Marokko und in Kenia.

 

Pavitri Manjhi ist die Vorsitzende des Gemeinderats von Bhengari, einem Dorf im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh. Die Menschenrechtlerin wirft zwei Privatunternehmen vor, ihre Familie und andere indigene Adivasi um ihr Land betrogen zu haben, um Kraftwerke zu bauen. Die Dorfbewohner berichten, dass sie genötigt wurden, ihr Land an Mittelsmänner der Unternehmen zu verkaufen. Da viele von ihnen bis heute nicht angemessen bezahlt wurden, setzte sich Pavitri Manjhi dafür ein, dass rund 100 Betroffene Anzeige wegen rechtswidriger Enteignung erstatteten. Seither ist sie massiven Einschüchterungen ausgesetzt. Sie wandte sich an die Polizei, diese leitete jedoch keinerlei Schutzmaßnahmen ein.

Bei großen Demonstrationen in der Rif-Region haben Tausende Menschen mehr soziale Gerechtigkeit und eine bessere Gesundheitsversorgung gefordert. Weil Nawal Benaissa die friedlichen Proteste der Hirak-Bewegung mit anführte, wird sie von den Behörden schikaniert. 2017 wurde sie innerhalb von vier Monaten vier Mal festgenommen; außerdem sollte sie ihr Facebook-Profil löschen. Im Februar 2018 ist sie zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie nach Ansicht des Gerichts zu einer Straftat aufgerufen hat. Das Vorgehen der marokkanischen Behörden gegen Benaissa und die Hirak-Bewegung hat System: Hunderte friedliche Demonstranten wurden inhaftiert, manche sogar nur, weil sie Hirak auf Facebook folgen. Nähere Infomationen gibt es auf ai-tuebingen.de.

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Narrenfahrplan 2019

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