So wird's mit Vertrauen nix

Dotternhausen, 13.12.2018

So wird's mit Vertrauen nix

ZAK-Redakteurin Nicole Leukhardt zu den Messungen beim Zementwerk Holcim in Dotternhausen. 

Ein Messergebnis ist zweifelsfrei ein Fakt, auf den man sich verlassen können muss. Dass die Zahlen, die das Dotternhausener Zementwerk Holcim für den Einsatz von Glasabfall zur Klinkerherstellung dem Gemeinderat vorgelegt hat, korrekt gemessen wurden, bezweifelt niemand.

Der Weltkonzern legt vermutlich im Gesamten gesehen täglich Behörden Zahlen und Anträge vor und hat eine gewisse Routine in diesen Dingen.

Dass das Vertrauen der Bevölkerung ausgerechnet in Dotternhausen aber ein sehr zartes Pflänzchen ist, sollte mittlerweile über die Standortgrenzen hinaus angekommen sein.

Dass ausgerechnet im Messzeitraum Revisionsarbeiten und der Austausch eines Filters stattgefunden haben, mag fachlich begründet sein, aber klug, geschweige denn sensibel ist es nicht gerade.

Dass die Räte gerade einmal drei Wochen die Unterlagen in den Händen halten, bevor sie zu einem abschließenden Ergebnis kommen sollen, dass zwischen Sitzung und Abgabefrist der Stellungnahme sogar gerade einmal fünf Tage liegen, kann natürlich organisatorischen Zwängen geschuldet sein.

In Dotternhausen bleibt bei Bürgern und Räten, ob berechtigt oder nicht, der Eindruck der Absicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wie überflüssig!

So wird's mit Vertrauen nix

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