13.12.2018

Leserbrief

Schachtdeckel nerven

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Dass das Regierungspräsidium (RP) sofort und so schnell auf die Prioritätsverschiebung unseres Oberbürgermeisters reagiert, hätte er selbst am wenigsten erwartet. Deshalb ist er auch maßlos enttäuscht. Das Regierungspräsidium, eine Behörde, die seit 25 Jahren mit Hochdruck damit beschäftigt ist, die Planung und Realisierung der Ortsumfahrung B 463 Lautlingen voranzutreiben, denkt und plant in anderen zeitlichen Dimensionen als die Anlieger der Ortsdurchfahrt und der Stadtverwaltung. Deshalb ist der Wunsch unseres Oberbürgermeisters, Hirnau first Ortsumfahrung Ortsdurchfahrt Lautlingen last, dem Regierungspräsidium Befehl.
Die für 2018 geplanten Belagserneuerungsarbeiten in der Ortsdurchfahrt Lautlingen werden bis 2021 verschoben. Dafür hat das Regierungspräsidium triftige Gründe. Sie möchte verschiedenste, an der B 463 gelegene Sanierungsmaßnahmen, Tunnel und eine Brücke in Laufen bündeln und dadurch vermeiden, dass innerhalb von einer kurzen Zeit von vier Jahren (von 2018 bis 2021), der Verkehr zweimal hintereinander umgeleitet werden muss. Ausgehend von einer nur wenige Wochen dauernden Sperrung der Ortsdurchfahrt Lautlingen für die Belagserneuerung, fällt es nicht nur den Anliegern der Ortsdurchfahrt, sondern auch jedem objektiven Beobachter schwer, die dahinterstehende Logik dieser Vorgehensweise nachzuvollziehen oder gar zu verstehen. Sie ist schlicht und ergreifend inakzeptabel und kann niemandem zugemutet werden.
Anstatt unsere verzweifelt um verloren gegangenes Vertrauen kämpfende Ortsvorsteherin zu unterstützen oder gar Druck auf das Regierungspräsidium auszuüben, stellt unser Baubürgermeister lapidar fest: „Wir können dem Regierungspräsidium schlecht vorschreiben, was es zu tun hat!“ Ob so viel Hilfslosigkeit und Ratlosigkeit wäre unsere Verwaltung sicherlich nicht abgeneigt, Unterstützung von noch kompetenterer Seite zu erfahren.
Die mit Herrn Verkehrsminister Hermann versammelten Macher und Manager der IHK (Zollern-Alb-Kurier am 18. Mai 2018) haben damals vollmundig verkündet, jetzt den Planern (Regierungspräsidium) Dampf zu machen. Diese könnten jetzt beweisen, wie man heißen Dampf am Konferenztisch in ein Projekt, zeitnah, sinnvoll in eine praktische Lösung umwandelt.
Emil Alber
Rotenächerstraße 8
Lautlingen

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