Talent kennt keine Herkunft

Albstadt/Stuttgart, 16.11.2018

Talent kennt keine Herkunft

Elma Adrovic aus Albstadt wurde als eine von 51 Stipendiaten in das Programm „Talent im Land“ aufgenommen.

 

Mit dem Stipendienprogramm „Talent im Land“ (TiL) unterstützen die Baden-Württemberg Stiftung und die Robert Bosch Stiftung seit 2003 begabte Schüler auf ihrem Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife.

Talent kennt keine Herkunft

51 neue Stipendiaten werden seit September auf ihrem Bildungsweg umfassend unterstützt. Sie wurden am Mittwoch von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann sowie dem Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, Christoph Dahl und Uta-Micaela Dürig, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung GmbH, feierlich im Neuen Schloss in Stuttgart in das Programm aufgenommen.

Mit dabei: Elma Adrovic aus Albstadt. Die 18-Jährige geht in die 12 Klasse des Wirtschaftsgymnasiums Ebingen, ist in Montenegro aufgewachsen und kam vor einem Jahr nach Albstadt. „Die Deutsche Sprache habe ich mir selbst beigebracht“, erzählt sie. Die talentierte junge Frau interessiert sich für logisches Denken sowie die Fächer Mathe, Physik, Chemie und Biologie. Daher möchte sie nach dem Abitur auch Mathematik studieren. In ihrer Freizeit geht Elma zum Joggen oder liest ein Buch. Neben der Schule gibt sie noch Nachhilfe.

Ihr gesellschaftliches Engagement und ihre Zielstrebigkeit machen die Schüler zu wahren Talenten, betonte Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport. Für die 31 Mädchen und 20 Jungen, die aus insgesamt 300 Bewerbern ausgewählt wurden, öffnen sich als TiL-Stipendiaten neue Perspektiven. Außer einer monatlichen Unterstützung von 150 Euro erhalten sie Zugang zu einem umfangreichen Seminar- und Bildungsprogramm, lernen bei der Sommerakademie berufliche Vorbilder kennen und bekommen aus dem Netzwerk des Programms Ratschläge für Schule und Berufsplanung.

Förderung für Engagierte

Während 27 Stipendiaten in Deutschland geboren sind, kommen andere Jugendlichen beispielsweise aus Rumänien, Pakistan, Afghanistan, Iran, Sri Lanka, dem Libanon und von den Philippinen. Die mit elf Schülern größte Gruppe stammt aus Syrien. „Herkunft darf nicht über den Zugang zu Bildung entscheiden. Mit Talent im Land fördern wir auch diejenigen, die bisher vielleicht übersehen wurden und die sich trotz mancher Hindernisse nicht unterkriegen lassen“, erklärt Christoph Dahl.

Die Stipendiaten haben sich bereits sozial oder politisch engagiert oder Auszeichnungen erhalten. „Talent im Land“ ermutigt Schüler, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“, sagt Uta-Micaela Dürig. In diesem Jahr stehen besonders technische Studienfächer wie Mathematik, Ingenieurwesen oder Informatik hoch im Kurs.

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