Schwaben holen wichtige Punkte

13.11.2018

HBW holt wichtige Punkte

Der Doppelspieltag im Bundesliga-Unterhaus hatte es in sich. Mit zwei Siegen verbesserte sich der HBW Balingen-Weilstetten auf Rang drei. Die Kreisstädter bleiben damit in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Diese nehmen weiterhin der HSC Coburg und Altmeister TUSEM Essen ein.

von Marcus Arndt  

Die „Gallier von der Alb“ nutzten das Momentum, besiegten Dormagen und Hüttenberg. „Ich bin nicht mit allem zufrieden“, gesteht HBW-Manager Wolfgang Strobel ein, „aber die vier Punkte waren wichtig.“

Der HBW Balingen-Weilstetten lieferte gegen Hüttenberg eine starke erste Spielhälfte ab, legte damit den Grundstein für den Sieg.
Der HBW Balingen-Weilstetten lieferte gegen Hüttenberg eine starke erste Spielhälfte ab, legte damit den Grundstein für den Sieg. Foto: Moschkon

Am Freitag erarbeitete sich der Ex-Erstligist einen knappen Erfolg in Dormagen. Mit 27:25 setzten sich die Schwaben nach einem 24:25-Rückstand beim Werksklub durch – und verbesserten sich auf Rang drei. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, atmet HBW-Coach Jens Bürkle auf. Der hatte keine 48 Stunden Zeit, um seine Mannschaft auf Absteiger TV Hüttenberg vorzubereiten.

Die Mittelhessen setzten sich zwar mit 26:25 gegen den TuS Ferndorf durch, blieben am Sonntag in der SparkassenArena aber zunächst blass. Mit 22:14 (39. Minute) führte Balingen-Weilstet-ten bereits, kam in der Schlussphase aber noch in Bedrängnis. „Wir haben es noch einmal unnötig eng werden lassen“, ärgert sich Strobel. Nach dem 27:24 gab es aber keine zwei Meinungen. „Es waren verdiente zwei Punkte für Balingen“, urteilt Hüttenbergs Trainer Emir Kurtagic, welcher unumwunden einräumt: „Ich bin sehr, sehr unzufrieden, weil wir einfach viel zu brav waren. Das war der größte Unterschied.“

Nach dem neunten Sieg führt nun der HBW Balingen-Weilstetten (19:7 Punkte) die Verfolgergruppe an. An vierter Stelle reiht sich der Aufsteiger aus dem Siegerland (19:7) ein, welcher über Bayer Dormagen mit 26:25 erfolgreich war. Auf den weiteren Plätzen folgen der TuS N-Lübbecke (24:24 in Dessau/17:9) sowie das Duo aus Lingen und Hamm (beide 16:10). Währenddessen wurde der VfL Lübeck-Schwartau (14:12) im Klassement von der Konkurrenz durchgereicht, patzte am Wochenende gleich zweimal. Im Nord-Derby am Freitagabend beim Wilhelmshavener HV ging die Hansekogge mit 23:27 unter. „Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht die notwendige Abwehrstabilität – und das obwohl Wilhelms-haven nichts Überraschendes gespielt hat. Und nach der Pause ist der Kampfgeist zu spät erwacht“, erklärt Gerrit Claasen, Co-Trainer des Tabellenneunten. Am Sonntag blieb die Trendwende aus: Auch gegen Eintracht Hagen unterlag Schwartau (Endstand: 21:25). „Das Wochenende tut unheimlich weh, keine Frage“, betont Torge Greve. Der VfL-Kommandogeber ergänzt: „Man hat deutlich gesehen, dass uns der zweite Anzug fehlt.“

Besser kompensiert hat der HSC Coburg seine personellen Probleme. Auch ohne Top-Torjäger Florian Billek hat der Branchenführer (19:5) Rang eins verteidigt. Gegen den TV Großwallstadt gewannen die Veste-städter deutlich mit 33:27. „In der Abwehr können wir manches Detail sicher besser machen, doch der Gegner hat es auch gut ausgespielt“, analysiert HSC-Coach Jan Gorr, „im Angriff haben wir 60 Minuten stark kombiniert, der Ball ist gut gelaufen.“ Auch im zweiten Franken-Derby – am Sonntag bei der DJK Rimpar – siegte der Primus: knapp mit 23:20. Der zweitplatzierte TUSEM Essen (19:5) holte auch vier Zähler. In Hagen gewann der Altmeister ungefährdet (Endstand: 28:22) – ebenso gegen den TV Emsdetten (39:34). „Am Ende ist es ein Doppelspielwochenende, wir haben klar gewonnen, waren die bessere Mannschaft und wir können sehr zufrieden sein mit der Ausbeute. Das waren sehr erfolgreiche Spiele“, bilanziert TUSEM-Übungsleiter Jaron Siewert.

Im freien Fall befinden sich hingegen weiter die Rhein Vikings (3:23). Nach der 20:21-Pleite im Kellerduell gegen die Wölfe aus Rimpar blieben die Westdeutschen auch im zweiten Spiel ohne zählbaren Erfolg. Beim Tabellenvorletzten HC Elbflorenz Dresden (6:20) kassierte das Schlusslicht eine 22:32-Klatsche und hat bereits satte acht Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Unter dem Strich bleiben weiterhin Rimpar (9:15), Großwallstadt (9:17) und Dormagen (7:19).

 

Ostwestfalen überrollen den WHV

Elf Vereine haben in Liga zwei ein negatives Punktekonto. Allerdings liegen zwischen Aufsteiger HSV Hamburg (12:14) auf Platz zehn und dem Tabellennachbarn aus Schwartau gerade einmal zwei Zähler. Was die Nord-Klubs eint: Beide blieben am Doppelspieltag ohne zählbaren Erfolg. Der HSV hat nach der knappen 29:30-Nieder-lage am Freitag in Emsdetten auch am Sonntag verloren: mit 26:30 gegen die HSG Nordhorn-Lingen vor der Rekordkulisse von 4299 Zuschauern. Noch haben die Hanseaten ein Mini-Polster auf die Abstiegsplätze. Zwischen dem Tabellen-16. aus Rimpar (9:15) und den Hamburgern reiht sich das punktgleiche Quintett aus Hüttenberg, Dessau, Aue, Hagen und Wilhelmshaven (alle 11:15) auf den Plätzen elf bis 15 ein. Am kommenden Spieltag sind die „Gallier von der Alb“ beim WHV gefordert. Der wurde nach seinem Coup über Lübeck-Schwartau vom ASV Hamm-Westfalen deklassiert. „Wir haben uns durch eigene Fehler brechen lassen. Dann hat Hamm uns überlaufen“, erklärt Wilhelmshavens Coach Christian Köhrmann nach der 20:34-Pleite beim Tabellensiebten.ar

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