Balingen, 10.11.2018

Mittelhessen nur schwer einzuschätzen

Erst Dormagen, dann Hüttenberg. Nach dem Duell mit dem Werks-klub erwartet der HBW am Sonntag den Absteiger.

von Marcus Arndt  

Die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen die Hessen (Sonntag, 17 Uhr, SparkassenArena) war kurz. Nach dem Duell am Freitag in Dormagen gab es auf der Rückfahrt Videos über die Hüttenberger, „und am Samstag noch einmal eine informelle Einheit“, wie es Jens Bürkle formuliert.

Der Balinger Kommandogeber macht „einen gefährlichen Gegner aus, der noch nicht so richtig in der Liga angekommen ist.“ Nach einem schwachen Start schloss die Truppe von Trainer Emir Kurtagic zwar zur oberen Tabellenhälfte auf – zufrieden ist der ehemalige Erstligist aber nicht. Die nötige Entwicklung im Mannschaftssystem sei noch nicht abgeschlossen, erklärt Kurtagic und verweist auf den Umbruch nach dem Abstieg. Bereits vor der Saison hatte der 48-Jährige gewarnt: „Es wird dauern, bis wir unsere Linie finden.“ Die ist bislang nicht zu erkennen – weder im Angriff, noch in der Abwehr.

„Wir dürfen uns von den Ergebnissen nicht blenden lassen“, fordert Bürkle, welcher vor der starken Rückraumachse der Mittelhessen mit dem Schwedenduo Stegefelt/Johannsson und Björn Zintel in der Mitte warnt. „Das ist schon eine Topbesetzung“, urteilt der frühere Bundesliga-Spie-ler, zumal Hüttenberg adäquate Alternativen auf der Bank besitzt.

„Das ist keine schlechte Mannschaft“, betont der Balinger Trainer, „die auch eine gute Abwehr stellen kann.“ Doch just die 3:2:1-Verteidigung des TVH zeigte häufig ungewohnte Defizite. „Da hatten sie Probleme, sich zu finden“, hat der 38-Jährige beobachtet. „Wir spielen zu Hause“, sagt Bürkle abschließend, „wenn wir oben dabei bleiben wollen, müssen wir gewinnen.“ Saisonübergreifend ist der HBW seit 13 Spielen in der „Hölle Süd“ ungeschlagen.

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