05.10.2018

Leserbrief

Unverständnis für Vertäfelung

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Laut Pressebericht vom 27. Juni 2018 im ZAK sind die Engagierten Lautlinger Bürger (ELB) auf die Antragstrasse 1G1 mit Verbesserungen umgeschwenkt. Nach dem Aufstellen der „Tafeln“ durch die ELB entsteht der Eindruck, dass sie keine Ortsumfahrung von Lautlingen mehr wollen. Auf einem Bild wird Natur pur und daneben die Antragstrasse, die von der ELB erneut als „Monstertrasse“ bezeichnet wird, dargestellt.
Nach Aussage des RP Tübingen ist diese Darstellung unrealistisch. Die ELB will kein Viadukt im Meßstetter Tal. Stattdessen wollen sie einen Damm im Meßstetter Tal. Wird im Meßstetter Tal ein Damm gebaut, wird dieser die Fallwinde erheblich beeinträchtigen. Die Fallwinde sind für die Luftzirkulation, nicht nur für Lautlingen, sondern für das ganze Eyachtal enorm wichtig.
Außerdem proklamieren sie „Viadukt – Lärmbelästigung - Wollt Ihr das?“ Oberbürgermeister Herr Konzelmann hat versprochen, dass beim Bau der Antragstrasse die Stadt Albstadt viel Geld in die Hand nehmen wird, um den gesetzlich eingehaltenen Lärmschutz noch zu verbessern. Lärmbelästigung ist somit kein Argument gegen die Antragstrasse. Nun ist die ELB auch noch gegen das geplante Gewerbegebiet Hirnau, mit der Begründung, die „Kornkammer von Lautlingen“ bewahren zu müssen. Das ist einfach nur noch lächerlich und polemisch zugleich. Wurden nicht auch für ein namhaftes Lautlinger Textilunternehmen landwirtschaftlich genutzte Flächen zur Gewerbefläche umgewandelt? Dies geschah damals wie auch heute zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Sollten nicht ehemalige Lautlinger Geschäftsleute sich für die Schaffung neuer Gewerbegebiete und somit für die Schaffung neuer Arbeitsplätze einsetzen anstatt sie zu verhindern? Ohne Gewerbegebiet braucht Lautlingen auch keine Bauplätze mehr und sowieso nicht am Ortsrand.
Laut Baubürgermeister Hollauer müssen ohnehin erst die freien Plätze im Ort bebaut werden. Erst danach kann im „Wohngebiet Rißlinger“ gebaut werden. Übrigens würde beim Bau der 1G1 das „Wohngebiet Rißlinger“ nicht wegfallen. Übrigens: das Weilstetter Neubaugebiet direkt an der B 463 wurde erst vor kurzem sogar deutlich vergrößert. Die massive „Vertäfelung“ Lautlingens hat sicherlich viel Geld gekostet, stößt aber bei nicht wenigen Bürgern auf Unverständnis.
Edwin Schreyeck
Laufener Str. 24
Lautlingen
Thomas Schmid
Laufener Str. 5
Lautlingen

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Südumfahrung Lautlingen.

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