12.09.2018

Leserbrief

Um den Schlaf gebracht

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Das Gedicht „Nachtgedanken“ von Heinrich Heine beginnt mit: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Diese Zeilen stehen deutlich vor meinem inneren Auge auf, wenn ich an die Entwicklungen der letzten Jahre in unserem Land denke. Exemplarisch dafür stehen aktuell die Ereignisse in Chemnitz. Da werden immer öfters deutsche Bürger Freiwild von ausländischen Kriminellen. Doch wer das öffentlich anprangert, findet sich mir nichts dir nichts am öffentlichen Pranger wieder. Diffamierung, Ausgrenzung und Überwachung sind ihm sicher. Doch Obacht, liebe Mitbürger! Jede totalitäre Regierung hat sich gerade dadurch ausgezeichnet, dass sie oppositionelle Kräfte überwacht und gegängelt hat. Viele ehemalige DDR-Bürger können ein Lied davon singen, weshalb gerade im Osten noch Tausende auf die Straßen gehen, um für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit zu demonstrieren.
Diese Menschen als Nazis zu verunglimpfen kann im besten Fall nur im Mangel an Argumenten begründet liegen. Im schlimmsten Fall ist es eine unerträgliche Verhöhnung der wahren Opfer der NS-Diktatur.
Jochen Scherzinger
Schönhaldenstraße 35
Truchtelfingen

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