11.09.2018

Schlaf gut, Helikopterkind

Kinder sind eine absolute Bereicherung. Daran soll kein Zweifel aufkommen, wenngleich ich vor meiner Mutterschaft eine eher naive Sicht auf manche Dinge hatte. Seit der Geburt meiner Tochter lande ich öfter auf dem Boden der Tatsachen als mir lieb ist. Manchmal sogar beinahe im Wortsinn. Denn wer glaubt, ein Kind im Gräbele liege einfach nur da und kuschle sich allenfalls hin und wieder schutzsuchend, von Albträumen geplagt, an Mamas oder Papas Schulter, hat entweder keine Kinder oder kein Gräbele oder ein schlechtes Gedächtnis. Unsere Fünfjährige im Elternbett entwickelt durch fortwährende Rotation um die eigene Achse das Raumbedürfnis eines landenden Helikopters, dessen Pilot die erste Flugstunde absolviert. Mal liegt ein Kopf auf dem Kissen neben mir, mal Füße. Mal liegen auch Kind und Kissen auf mir. Früher hatte ich eine REM-Phase, heute habe ich eine Ramm-Phase. Die Einzige, die sich morgens genüsslich streckt und von den nächtlichen Exkursionen quer durch zwei Betten und retour nichts mitgekriegt hat, ist meine Tochter. Dafür gab sie mir nach unserer Diskussion neulich, wer in welchem Bett am besten aufgehoben wäre, einen guten Tipp: „Es ist schon ok, wenn ich bei Euch bin. Die Mama müsste sich halt manchmal ein biiisschen dünner machen.“ Na dann – gute Nacht, geliebter Helikopter.

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