Geislingen-Binsdorf, 05.09.2018

Einen Blick auf die Schätze werfen

Das ehemalige Dominikanerinnenkloster Binsdorf und der Barockgarten können am Sonntag besichtigt werden.

 

Das Markusheim, das der katholischen Kirchengemeinde als Gemeindehaus dient, war ehemals ein Dominikanerinnenkloster. Der ab 1685 erbaute Haupttrakt blieb bis heute erhalten. Ein hofseitiger Flügel wurde 1829 abgerissen, kurz darauf auch die alte Klosterkirche, die dann durch den heutigen Kirchenbau ersetzt wurde.

Wenn auch immer wieder bauliche Veränderungen am ehemaligen Kloster stattfanden, so hat vieles an historischer Bausubstanz den Wandel der Zeiten überdauert. Die Untersuchungen am eigentlichen Gebäude förderten einige interessante Befunde an Tageslicht. Eine jüngst hergestellte Musterfläche im historischen Conventssaal, die zur Erlangung der Kostensicherheit herausgearbeitet wurde, verdeutlicht die Schönheit dieses Raumes. Große Schäden in der Dachkonstruktion sowie den Auflagern der Balkendecke über dem Erdgeschoss zwingen Kirchengemeinde und Diözese, wie schon mehrfach im ZAK berichtet, zu umfangreichen Eingriffen.

Ein weiteres Juwel der außergewöhnlichen Art ist der barocke Terrassengarten, der in seiner Form des 18. Jahrhunderts noch weitgehend erhalten ist. Er wurde durch ein Stadttor erschlossen, das im Zuge der Bauuntersuchung im Kloster nachgewiesen werden konnte. Aufgrund der bevorstehenden Sanierung bietet sich die Öffnung am Tag des offenen Denkmals am nächsten Sonntag an.

Info

Es werden zwei Führungen angeboten: Um 13.30 Uhr und um 15 Uhr zeigen Architekt Timo Raible, Landschaftsarchitektin Isabel David und Architekt Ralf Schneider vom Bischöflichen Bauamt die Schätze. Die Kirchengemeinde bietet im Conventssaal Kaffee und Kuchen an.

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