04.09.2018

Leserbrief

Es geht um mehr

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Sehr geehrter Herr Müller, es ist schön, dass Sie in China waren und von da aus dennoch Zeit gefunden haben, die Ereignisse hier in Deutschland mit zu verfolgen. Viele Bürger haben hier aufmerksam, mit Interesse, die Geschehnisse in Chemnitz, verfolgt. Es ist etwas anderes, ob man die Ereignisse, die Kommentare, hautnah jeden Tag mehrfach verfolgt oder ob man weit weg, wegen anderer Interessen, denen man wohl die Priorität zuordnet, so nebenbei verfolgt. Es ist so, als wenn ich Nachrichten sehe, wegen der Auseinandersetzungen in Amerika. Es ist gut, wenn man zu einem sich bewegenden Thema eine fundierte Meinung hat. Besser so, als gar keine!
Sie haben dennoch nicht die Bedeutung der Krawalle in Chemnitz begriffen. Selbst Politiker, denen ich im Gegensatz zu Ihnen, nicht unterstelle, dass sie nur dummes Geschwätz von sich geben. Wenn selbst hochrangige Politiker sagen: Chemnitz ist ein Ereignis in der Geschichte der Bundesrepublik mit bundesweitem Unmut, haben diese Politiker im Gegensatz zu Ihnen die Dimensionen, die von Chemnitz für die Bundesrepublik ausgehen, erkannt. Und da ist, und ich bleibe bei der Meinung, die Bundeskanzlerin gefordert. Auch das die Termine in Afrika seit Monaten fixiert sind und in Afrika wichtige Themen behandelt werden, habe ich nicht bestritten und gerade wegen der wichtigen Problematik Alternativen im Leserbrief aufgezeigt.
Hier geht es um mehr als um ein brennendes Haus und die Verhaltensweisen des Bürgermeisters. Ich gehe davon aus, dass Herr Reitemann, wenn das Haus, aufgrund von menschenfeindlichen Attentäter, brennen würde, er sich um die betroffenen Menschen kümmern würde.
Nachtrag: Um meine Englisch-Kenntnisse brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ich habe einige Freunde in England, mit denen ich mich öfter englisch unterhalte und die mich verstehen. Ich glaube nicht, dass ich von Ihnen einen Rat annehmen muss, denn wie nahezu alle Leser dieser Zeitung wissen, bin ich Mitglied in einer demokratischen Partei. Herr Müller, den von Ihnen aufgestellten Anspruch, besser in eine Partei eintreten, gilt auch für Sie!
Und Sie müssen nicht von sich ausgehen. Ich bin Weintrinker und genieße den zum Essen. Zu ihrem Leserbrief bleibt mir nur zu erwähnen: Hauptsache gscheit gschwätzt ist besser als Hauptsache dumm gschrieben.
Bernd Hempel
Römerstraße 8
Weilstetten

Anm. d. Red.: Mit diesem Leserbrief als Antwort ist für unsere Zeitung die öffentliche Diskussion zwischen diesen beiden Leserbriefschreibern beendet.

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