Reutlingen/Zollernalbkreis, 01.09.2018

In jedem dritten Unternehmen sind Ausbildungsstellen frei geblieben

Insgesamt 2372 junge Frauen und Männer in der Region Neckar-Alb starten am Montag in Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe in eine duale Ausbildung.

von Pressemitteilung  

Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang um 1,7 Prozent.

Insgesamt zeigt sich der regionale Ausbildungsmarkt nach Einschätzung der IHK auch in diesem Jahr sehr stabil. „Die Betriebe bilden auf hohem Niveau aus“, sagt IHK-Präsident Christian O. Erbe. Der Rückgang gegenüber 2017 ist aus seiner Sicht vor allem auf nicht zu besetzende Lehrstellen zurückzuführen. Nach einer IHK-Umfrage unter Ausbildungsbetrieben konnte jedes dritte Unternehmen Ausbildungsplätze nicht besetzen.

Technische Berufe legen zu

In der IHK-Lehrstellenbörse im Internet blieben bis zuletzt 130 Angebote offen. Die Entwicklung in den drei Landkreisen der Region fällt leicht unterschiedlich aus: Der Zollernalbkreis und der Landkreis Reutlingen bleiben im Vorjahresvergleich fast konstant. Im Zollernalbkreis wurden 719 neue Verträge unterschrieben (-1,1 Prozent). Im Landkreis Reutlingen sind es 1090 (+1,2 Prozent). Der Landkreis Tübingen verzeichnet zum 1. September mit 550 Verträgen ein Minus von 7,9 Prozent.

Gewinner des Ausbildungsjahres sind die technischen Berufe. Sie kommen auf 976 Verträge. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent. Vor allem der Bereich Elektrotechnik konnte zulegen (+ 9,9 Prozent), hier insbesondere die Ausbildung zum Fachinformatiker (+ 16 Prozent). „Die regionalen Firmen benötigen in den technischen Disziplinen dringend Nachwuchs, den sie aber über den Arbeitsmarkt nicht mehr finden. Also bilden sie noch stärker aus“, erklärt Christian O. Erbe. Das gelte vor allem für den IT-Bereich. Die kaufmännischen Berufe haben an Attraktivität verloren. 1396 neue Ausbildungsverträge bedeuten ein Minus von 6,1 Prozent.

Neuer Beruf

Mit dem Ausbildungsjahr startet auch ein neuer Beruf: der Kaufmann im E-Commerce. Dieser Beruf ist auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtet. Sechs Ausbildungsverträge wurden unterzeichnet, 20 regionale Unternehmen dürfen ausbilden.

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