Albstadt, 02.08.2018

Bürgerinitiative fordert Landeplatz für Ebinger Klinik

Die BI Albstadt beschäftigt sich intensiv mit der ärztlichen Versorgung der Bewohner im Zollernalbkreis.

von Pressemitteilung der Bürgerinitiative  

Aufgrund der jüngsten Kreistagssitzung setzte sich die Bürgerinitiative Albstadt (BIA) erneut mit der ärztlichen Versorgung der Bewohner im Zollernalbkreis auseinander. In einer Pressemitteilung formuliert die BIA den Vorschlag eines Hubschrauberlandeplatzes auf einem neuen, dritten Parkdeck beim Albstädter Klinikum.

In Ebingen wurde die Versorgungseinheit Stroke Unit (Spezialstation für Schlaganfallpatienten) eingerichtet. Diese Schlaganfallstation muss nach dem Urteil des BSozG in der Lage sein, innerhalb von 30 Minuten die Verlegung eines Patienten in ein überregionales Versorgungszentrum durchzuführen. Wenn nicht, fließt weniger Geld von der Krankenkasse und die Station wird unrentabel für das Klinikum. Diese 30 Minuten seien für fast kein Krankenhaus im Land zu schaffen, auch nicht für das Zollernalbklinikum. Zollernalbklinikums-Geschäftsführer Dr. Gerhard Hinger zeigte für die Versorgung von Schlaganfallpatienten im Zollernalbkreis zwei Wege auf. Erstens: Das Klinikum begnügt sich mit der geringeren Fallpauschale und erhöht dadurch den Jahresverlust erheblich und auf Dauer. Oder, zweitens, in Albstadt und später auch im Zentralklinikum (ZK) wird auf die Versorgung von Schlaganfallpatienten verzichtet. Nach Ansicht der BI Albstadt gibt es eine dritte Option: Ein zusätzliches Deck als Hubschrauberlandeplatzes auf dem neuen Parkdeck beim Klinikum in Albstadt.

Die Anforderungen des BSozG sollten, schlägt die BI im Schreiben vor, in die aktuelle Planung der zentralen Notaufnahme (ZNA) in Albstadt einfließen. Der Landeplatz würde die schnelle Erreichbarkeit eines Neurochirurgischen Zentrums wie Tübingen, Villingen-Schwenningen oder Freiburg garantieren, die bestehende Teleneurologie mit dem Freiburger Klinikum und der hiesige Ausbau der neurologischen Abteilung wären drei Faktoren, die dem Schlaganfallpatienten im Kreis bessere Chance böten. Der Landeplatz wäre für zehn bis 15 Jahre ein Garant für die Patientenversorgung, für den Bestand des Zollernalbklinikums und der Stroke Unit.

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Klinikdebatte.

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