Albstadt/Chemnitz, 26.07.2018

Albstädter CSD-Pärchen wegen Betrugs in Chemnitz vor Gericht

Das Paar, das 2014 in Albstadt für Aufsehen und Ärger gesorgt hatte, als es einen CSD organisieren wollte, vor der Veranstaltung verschwand und unbezahlte Rechnungen hinterließ, muss sich vor dem Amtsgericht in Chemnitz wegen Betrugs verantworten.

von Holger Much  

Dem 28-jährigen Stefan S. und dem 32-jährigen Manuel K., die mit Handschellen in den Gerichtssaal geführt worden seien, so schreibt queer.de, werde vorgeworfen, Rechnungen in fünfstelliger Höhe nicht bezahlt zu haben. Beiden droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Für den CSD in Albstadt versprach das Paar Ross Antony, Lucy von den No Angels und Culture Beat als Stargäste. Wenig später gründeten beide in Chemnitz die Firma „3 for Factory“ und stellten sieben Mitarbeiter ein, um ein Hochglanzmagazin herauszugeben, das nie realisiert wurde. Auch hier blieben unbezahlte Rechnungen zurück. Nach der U-Haft verschwand das Pärchen laut dem Onlinemagazin.

Stefan S. und Manuel K. seien im März 2018 in Prag festgenommen worden. Nun müssen sie sich vor dem Amtsgericht wegen mutmaßlichen Betrugs in Chemnitz verantworten. Manuel K. habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Er soll als Callboy für teils prominente Kunden gearbeitet haben. Ein Firmentresor mit 20.000 Euro Bargeld, das nach der U-Haft des Paars verschwunden ist, spielt im Prozess eine Rolle. Ebenso sitzt die Mutter von Manuel K. auf der Anklagebank, die das Firmenkonto angemeldet und Farbpatronen im Wert von 1400 Euro bestellt, aber nie bezahlt haben soll. Der Prozess geht am Freitag weiter.

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