Dotternhausen, 30.05.2018

Obacht auf geschützte Vögel

Der Regionalverband Neckar-Alb befasst sich in seiner Sitzung am 5. Juni erneut mit dem Plettenbergabbau.

Die Mitglieder des Regionalverbandes Neckar-Alb werden in der Verbandsversammlung am Dienstag, 5. Juni, im Tübinger Landratsamt (ab 10 Uhr) die dritte Änderung des Regionalplanes Neckar-Alb auf den Weg bringen. Vor dem Satzungsbeschluss werden sich die Mitglieder umfassend mit dem Umweltbericht für den Steinbruch auf dem Plettenberg auseinandersetzen. Dabei geht es um die geplante Süderweiterung des Holcim-Steinbruchs, die seit Monaten die Bevölkerung spaltet und Naturschützer auf den Plan ruft (der ZAK berichtete mehrfach).

Im Umweltbericht wird festgestellt, dass es zu erheblichen Beeinträchtigungen in Fauna und Landschaft kommen wird. Auch wird in der artenschutzrechtlichen Prüfung auf das Vorkommen relevanter Arten und Sippen, wie Feldlerche, Heidelerche und Neuntöter als Brutvögel im ganzen Untersuchungsgebiet hingewiesen. Die Flächen seien zudem Nahrungshabitate von Rotmilan, Uhu, Wanderfalke und Hohltaube, eventuell auch Braunkehlchen und Steinschmätzer sowie Feldermausarten. Deshalb wird ein Monitoring zur Überwachung der Umweltauswirkungen vorgeschlagen, welches als eine Maßnahme auch Untersuchungen zu Betroffenheit und Umgang mit den streng geschützten Vogelarten Braunkehlchen, Feld- und Heidelerche vorsieht.

Die Eingriffe in die Natur können so getätigt werden, heißt es in der abschließenden Beurteilung, da direkt oder indirekt betroffene Arten und Lebensraumtypen nicht in einem erheblichen Maß beeinträchtig werden. Eine genauere Verträglichkeitsprüfung müsse im Zuge des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren erfolgen. Die artenschutzrechtlich relevanten Hinweise sollen in die Planunterlagen für die dritte Änderung aufgenommen werden.

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Plettenbergabbau.

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