19.05.2018

Leserbrief

Bitte niemals aufgeben

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Zu: „Dotternhausener Rat darf nun entscheiden“, vom Dienstag, 15. Mai.
Verfahrenskosten zahlen zu müssen, wenn man für viele etwas verbessern wollte, ist für die meisten von uns sehr bitter hinzunehmen. So geschehen mit Siegfried Rall, Ex-Gemeinderat aus dem schönen Örtchen Dotternhausen, der sich für den Erhalt des zweiten Bürgerentscheids vor Gericht eingesetzt hat und nun den monetären Abschluss auferlegt bekam.
Ich bin dankbar, dass es in Dotternhausen und Umgebung Leute wie Siegfried Rall gibt. Das sind Leute, die sich mit lauteren Mitteln wehren gegen Bevormundung einer listigen Bürgermeisterin und einer abnickenden Gemeindevertretung, bei denen man eine Hörigkeit gegenüber Holcim und deren Interessen nicht übersehen kann. Im Fall Holcim und der damit verbundenen 100 Prozent Sondermüllverbrennung sowie dem angestrebten Maximalabbau des Plettenbergs, sehe ich meine Interessen seit langem von der Bürgerinitiative (Jetzt: „Verein für Natur und Umweltschutz Zollernalb“) besser vertreten als von der Gemeindevertretung Dotternhausen.
Ohne Leute wie Herrn Rall wäre schon längst zwischen Gemeinde und Holcim im Geheimen alles vertraglich auf ewig gesichert worden, der Plettenberg weiterhin billig an Holcim zur Ausbeutung frei gegeben.
Frau Monique Adrian als Bürgermeisterin klärt kaum auf, erklärt sich nur auf Zwang und gerne aus der Opferstellung heraus, ist stets pikiert, anstatt Bedingungen an Holcim zu stellen die von der Bürgermehrheit erwünscht sind, für die sie sich einzusetzen hat.
Seit zwei Jahren frage ich regelmäßig nach der Aufstellung eines Schadstoffcontainer-Messgeräts bei Frau Adrian nach. Ein solches bekommt man auf Anfrage kostenlos. Längst hätte man dadurch Klarheit erlangt, welche Schadstoffe in welchem Maße durch Holcims Sondermüllverbrennung in Dotternhausen verbleiben. Der rechtzeitig bei Holcim vorangemeldeten, einmaligen Messung für Schwermetalle an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Jahr, traue ich nicht. Allein durchs Bitten wird der Milliardenkonzern Holcim keine besseren, aber auch kostenverursachenden Filter zur Luftreinhaltung einbauen. Geldgier steht mal wieder in aller Deutlichkeit über der Gesunderhaltung derer, zu denen der Wind von Holcim aus weht. Dennoch einen schönen Gruß nach Balingen, Tübingen und Stuttgart.
An alle Leute wie Siegfried Rall: Danke und bitte niemals aufgeben!
Bruno Zöld
Johann-Sebastian-Bach-Straße 9 Dotternhausen

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Plettenbergabbau.

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