15.11.2017

Leserbrief

Für einige Räte bestehen Konfliktsituationen

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: Gemeinderatssitzung heute Abend und der Ablehnung des Bürgerentscheids
Als Außenstehender wundert man sich über den in den letzten Jahren entstandenen Unfrieden in der Gemeinde. Erkennt man jedoch die einzelnen Ursachen hierfür, dann ist die Situation sehr schnell klar und verständlich. Ein Zementwerk am Ortsrand beansprucht ein deutlich erweitertes Abbaugebiet auf dem Plettenberg, bis weit hinein in das Naturschutzgebiet.
Laut Firma Holcim ist in diesem Sinne mit der Gemeindeleitung bereits alles verhandelt. Der Bürgerentscheid vom 19. Februar 2017 wird weiterhin ignoriert. Das Zementwerk verbrennt im großen Umfang Müll, sogenannte Ersatzbrennstoffe, rund 600 Tonnen pro Tag. Im Zusammenhang mit der Zementproduktion und der Müllverbrennung fallen in großer Menge gesundheitsgefährdende Luftschadstoffe an.
Der Staat ist meiner Meinung nach mit seinen Behörden deutlich erkennbar absolut überfordert, die Gesundheit der Bürger gegen Schadstoffe der Industrie hinreichend zu schützen. Aktivitäten der Gemeindeleitung in diesem Sinne sind nicht erkennbar. Von einigen Gemeinderäten sind Familienangehörige bei der Firma Holcim beruflich tätig. Somit besteht für diese Gemeinderatsmitglieder eine Konfliktsituation.
Bereits Tage vor der Gemeinderatssitzung am heutigen Mittwoch, bei der die Bürgervertreter zum geplanten Bürgerbegehren berichten wollen, informiert und beeinflusst die Bürgermeisterin den Gemeinderat und die Bürger vorweg über die Presse, dass das Bürgerbegehren angeblich rechtswidrig sein soll. Die Aufzählung weiterer Fakten lässt sich noch fortsetzen. Die vorgenannten Beispiele machen den negativen Einfluss in Dotternhausen und den umliegenden Gemeinden durch die Kommunalpolitik deutlich.
Mit der am 7. November begonnenen Mediation unter der Leitung von Herrn Dr. Schmidt sind für die Mediationsteilnehmer der Gemeindeleitung sowie der BI außergewöhnliche Aufgaben gegeben. Ein Gesinnungswandel mit mehr Bürgernähe und Vertrauen seitens Landrat Günter-Martin Pauli, Bürgermeisterin Monique Adrian und Gemeinderat wäre für eine erfolgreiche Mediationsarbeit wichtige Voraussetzung.
Helmut Gimbel
Schafbergweg 1,Dotternhausen

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Plettenbergabbau.

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