Siegel geben Orientierung
In der Kleidung des Nachwuchses können sich Gifte verstecken. Daher sollten Eltern bei der Wahl der Kleidungsstücke auf schadstofffreie Produkte achten.
In der Kleidung des Nachwuchses können sich Gifte verstecken. Daher sollten Eltern bei der Wahl der Kleidungsstücke auf schadstofffreie Produkte achten. Foto: Pixabay
In der Kleidung des Nachwuchses können sich Gifte verstecken. Daher sollten Eltern bei der Wahl der Kleidungsstücke auf schadstofffreie Produkte achten.
In der Kleidung des Nachwuchses können sich Gifte verstecken. Daher sollten Eltern bei der Wahl der Kleidungsstücke auf schadstofffreie Produkte achten. Foto: Pixabay

Siegel geben Orientierung

Kinderkleidung soll nicht nur gut aussehen und robust sein, sie sollte auch keine Schadstoffe enthalten.

von Hannes Mohr   Die Kommentarfunktion ist bei diesem Artikel deaktiviert

Zwar verraten die Etiketten in der Bekleidung das Material, aus dem der Strampler, das T-Shirt oder die Socken bestehen. Doch sie sagen nicht, was sonst noch drinsteckt. Die Bezeichnung „100 Prozent Baumwolle“ heißt zum Beispiel, dass die Fasern aus reiner Baumwolle bestehen. Doch es wird nicht erklärt, was bei der Verarbeitung des Rohstoffs hinzukommt. Das können zum Beispiel Farbstoffe, Weichmacher, Aufheller oder Formaldehyd sein. Nicht zu vergessen Pestizide, die beim Anbau der Baumwolle zum Einsatz kommen. Auch Schafswolle ist davor nicht geschützt. Um Parasitenbefall zu verhindern, werden Schafe zum Teil mit Insektiziden behandelt.

Vor rund drei Jahren untersuchte Greenpeace stichprobenartig Kinderkleidung internationaler Modemarken und von Discountern. Die meisten der sowohl teuren als auch billigen Kleidungsstücke im Test waren mit Giftstoffen belastet. Diese können Allergien auslösen, Organe schädigen oder krebserregend sein. Hinzu kommt die Belastung von Mensch und Umwelt an den Produktionsstandorten.

Aufgrund der vielen Berichte über Giftstoffe raten Experten, Kinderkleidung vor dem Tragen mehrmals zu waschen. Noch besser ist es allerdings, wenn Eltern im Vorfeld auf unbelastete Produkte achten. Diese sehen heute längst nicht mehr „typisch öko“ aus. Laut „Öko Test“ gibt es zwei Siegel, die ökologische Standards des Produzenten sicherstellen. Das ist zum einen „IVN Best“ vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft, und zum anderen „GOTS“ – Global Organic Textile Standard.

Wenn ein Produzent solch ein Siegel tragen will, muss er auf eine Vielzahl an Chemikalien verzichten. Beide Kontrollorganisationen betrachten bei der Zertifizierung darüber hinaus die gesamte textile Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum fertigen Produkt.

Greenpeace empfiehlt neben den oben genannten Siegeln zudem „Öko Tex – Made in Green“, „EU-Ecolabel“ und „Cradle to Cradle“. Die Standards dieser Labels bieten zwar bereits eine gewisse Sicherheit, kommen aber nicht an die strengen Anforderungen von „IVN Best“ oder „GOTS“ ran. Das Siegel der Fair Wear Foundation sichert dagegen gerechte Arbeitsbedingungen an den Produktionsstandorten zu.

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