05.08.2017

Leserbrief

Mangelnde Informationen

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.
 
Zu: „Abwärme vom Zementwerk statt Geld für die Scheichs“, vom 28. Juli.
Werden zukünftig
Zurück zum Umweltschutzgedanken. Wie umweltfreundlich wird denn die Abwärme erzeugt, wenn dafür das Heizöl ersetzt werden soll? Hier vergleiche ich die Luftschadstoffe von Dotternhausen der Industrie (Erzeuger der Nahwärme) und Schömberg von den Kleinfeuerungsanlagen (die ersetzt werden sollen).
Stickstoffdioxid in Tonnen pro Jahr: Industrie 1185 t, Kleinfeuerungsanlagen 9 t; Schwefeldioxid: Industrie 858 t, Kleinfeuerungsanlagen 9 t. Alleine diese Zahlen sagen aus, wie absurd die Idee ist, hier das Heizöl aus den Häusern zu verdammen und mit viel schmutzigerer erzeugter Abwärme zu ersetzen.
Solange Holcim keine Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen einbaut, kann von einem ökologischen Projekt nicht die Rede sein. Fragt sich ohnehin, was die großen Energieversorger sagen, wenn sie erfahren, dass Holcim bei den Luftschadstoffgrenzwerten zur Stromerzeugung einen Sonderstatus genießt. Hier müssen saubere Energieversorger z.B. 25 mg/m³ bei Schwefeldioxid einhalten und Holcim 800 mg/m³. Wenn das mal nicht Wettbewerbsverzerrung ist?
Nahezu lächerlich zu behaupten, dass es in Schömberg kein Erdgas gibt, wo die Erdgas- leitung sogar über die Gemarkung von Schömberg läuft. Erdgas wäre auch ein Brennstoff für Holcim, das dann eines der umweltfreundlichen Zementwerke wäre.
Zurück zur Nahwärme made by Holcim. Leider, auch in diesem Projekt werden die Gemeinderäte nur einseitig informiert, wie schon zu „100 Prozent Müllverbrennung im Zementwerk“. Die BI pro-Plettenberg durfte nicht informieren. Mangelnde Informationsgewinnung, ausschließlich zum Wohle von Holcim. Warum auch immer?
Martin Stussak
Römerweg 2,
Schömberg

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
counter