18.07.2017

Leserbrief

Mediation: Wirkung ist fraglich

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
zu: Mediations- und Dialogverfahren in Sachen Plettenberg.
In Absprache mit dem Landrat, Herrn Pauli, und der Bürgermeisterin von Dotternhausen, Frau Adrian, sowie unter Beteiligung der Firma Holcim, soll mit Hilfe eines externen Mediators die Dialogfähigkeit mit den Bürgern von Dotternhausen wieder hergestellt werden.
Die Ursachen für den gestörten „Dorffrieden“ in einigen Zollernalbgemeinden sowie der Unfähigkeit zum Dialog sehen der Landrat, die Gemeindeleitung sowie die Werksleitung Holcim offenbar bei den Bürgern. Hier werden wieder einmal, wie in der Vergangenheit, Ursache und Wirkung verwechselt. Bürger sind die Opfer, werden jedoch als Täter dargestellt.
Mit einem eindeutigen Bürgerentscheid haben die Bürger von Dotternhausen ihre Vorstellungen als Gesprächs- und Verhandlungsgrundlage zum Ausdruck gebracht. Als wichtige Voraussetzung können die Bürger von der Gemeindeleitung und der Werksleitung Holcim u.a. folgendes erwarten: 1.) Offenheit, Vertrauen und Dialogfähigkeit 2.) Glaubwürdigkeit und Bürgernähe 3.) Team- und Kooperationsfähigkeit.
Soweit diese vorgenannten allgemein gültigen Verhaltensweisen seitens der Gemeindeleitung sowie der Werksleitung Holcim eingehalten werden, ist der „Dorffrieden“ in Dotternhausen gesichert und die Mithilfe eines externen Mediators überflüssig. Der externe Mediator ist u.U. in dieser einen Aufgabe hilfreich, was geschieht jedoch mit den weiteren Tagesaufgaben in der Gemeinde?
Eine nachhaltige Wirkung einer einmaligen externen Mediation ist mehr als nur fraglich, verursacht Kosten für den Steuerzahler und ist keine Problemlösung.
Helmut Gimbel
Schafbergweg 1, Dotternhausen

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