29.03.2017

Leserbrief

Gespannt auf die Klage von Norbert Majer

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: Bürgertreff in Schömberg zum Thema Ersatzbrennstoffe bei Holcim.
„Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.“ Nach dieser Devise verfährt Holcim auch mit den Abgaswerten seines Werkes in Dotternhausen. Das wurde am Montag auf der gut besuchten Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative „Pro-Plettenberg“ klar und ist auch vollkommen legitim. Die Vertreter des Zementwerkes betonten mehrfach, dass das Werk alle Werte aufzeichnet, kommuniziert und vor allen Dingen einhält.
Offensichtlich liegen die Grenzwerte einfach zu hoch. Denn die Luft- und die Bodenbelastung in Windrichtung Nordost – hinter Dotternhausen, also in Erzingen, Endingen, Balingen, Frommern mit Kohlendioxid, Stickstoff und Schwermetallen ist hoch. Die berechtigte Frage: Woher kommt's?
Deshalb sehen wir alle gespannt der Klage des ehemaligen Dotternhauser Bürgermeister Norbert Majer entgegen. Diese soll eine Umweltverträglichkeitsprüfung zur Folge haben, damit geklärt wird, wie hoch der Ausstoß an Schadstoffen maximal sein darf. Werkleiter Schillo hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass die Dotternhauser Fabrik das sauberste Zementwerk des Landes werden soll. Das kann nur begrüßt werden. Denn, eines ist auch klar: Das Werk schafft Arbeitsplätze und zahlt Steuern und auch auf die jährliche Einnahme von knapp 300 000 Euro für die Kalksteinentnahme wird die Kommune nicht auf weiteres verzichten können und wollen.
Dirk Mrotzek
Mozartstraße 16
Hechingen

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