Dickster Brocken ist ein Fonds für Gründer

Stuttgart/Balingen, 29.03.2017

Dickster Brocken ist ein Fonds für Gründer

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gilt in der politischen Landschaft im Ländle als besonnen und detailinteressiert, kompetent und vorausschauend. Die Balingerin zieht eine erste Bilanz.

von Harald Ritter  

Seit knapp einem Jahr ist sie CDU-Abgeordnete im Stuttgarter Landtag und Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg: Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gilt in der politischen Landschaft im Ländle als besonnen und detailinteressiert, kompetent und vorausschauend, sachorientiert fokussiert und ausdauernd.

Sie hat sich als Newcomerin in den zurückliegenden zwölf Monaten auch auf Bundesebene, beispielsweise in der Wirtschaftsministerkonferenz, dem wichtigsten Instrument der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit der Länder untereinander, einen guten Namen gemacht. Im Gespräch mit der Redaktion nimmt sie Stellung, zu ersten Erfolgen, den noch zu erledigenden „dicke Brocken“ und zur Arbeit im Wahlkreis.

Ministerin, Abgeordnete, Ehefrau und Mutter: Dr. Nicole Hoffmeister Kraut versucht über verbessertes Zeitmanagement, allen Anforderungen gerecht zu werden.
Ministerin, Abgeordnete, Ehefrau und Mutter: Dr. Nicole Hoffmeister Kraut versucht über verbessertes Zeitmanagement, allen Anforderungen gerecht zu werden. Foto: Landtag

Was war für Sie die größte Errungenschaft in ihrer bisherigen Amtszeit?

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: Entscheidend ist, dass mit dem wieder eigenständigen Wirtschaftsministerium der Wirtschaft die Aufmerksamkeit zukommt, die nötig ist. Als Ministerin bin ich damit für Themen verantwortlich, von denen Baden-Württembergs Zukunft entscheidend abhängt: Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Größte Errungenschaften waren dementsprechend zum Beispiel die von mir eingerichtete Wohnraum-Allianz oder jetzt Anfang Mai dann der Start unserer Initiative Wirtschaft 4.0, mit der wir über die Industrie hinaus alle Branchen für die digitale Zukunft fit machen wollen.

Was ist der „dickste Brocken“, an dem Sie zurzeit arbeiten?

Hoffmeister-Kraut: Die interessantesten Themen sind oft auch die, die einen am meisten beschäftigen. Unsere neue Gründer-Offensive ist so ein dicker Brocken. Wir wollen einen neuen millionenschweren Fonds für Gründerkapital einrichten, um mehr Unternehmensgründungen zu ermöglichen. Denn oft sind es diese, die der Wirtschaft neue Impulse vermitteln. Ein zweiter solcher Brocken und eine drängende gesellschaftliche Frage, die mich umtreibt, ist das Thema bezahlbarer Wohnraum. Genau deshalb habe ich die Wohnraum-Allianz ins Leben gerufen, mit der wir zügig mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen wollen. Dafür müssen wir einiges an Hürden beseitigen.

Wie haben sich die Landkreisarbeit und die familiären Lebensumstände verändert?

Hoffmeister-Kraut: Mein Amt erfordert natürlich ein verbessertes Zeitmanagement. Aber ich schaue sehr darauf, dass ich weiter genügend Zeit für die Familie einplane. Im Wahlkreis versuche ich, so viele Termine wie möglich wahrzunehmen und diese auch zu bündeln. Ich bin natürlich weiterhin enge Ansprechpartnerin für die Menschen, den Landrat, die Bürgermeister hier. Das ist mir sehr wichtig. Durch die guten Kontakte, die ich in Stuttgart und darüber hinaus geknüpft habe, lassen sich aber auch Anliegen von Menschen aus dem Wahlkreis Balingen oft besser vermitteln und adressieren.

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