Streitereien nachhaltig beilegen
Mediation hilft, die Gegenseite zu verstehen und eine einvernehmliche Konfliktlösung mit zwei Gewinnern zu finden.
Mediation hilft, die Gegenseite zu verstehen und eine einvernehmliche Konfliktlösung mit zwei Gewinnern zu finden. Foto: ots/HUK-COBURG
Mediation hilft, die Gegenseite zu verstehen und eine einvernehmliche Konfliktlösung mit zwei Gewinnern zu finden.
Mediation hilft, die Gegenseite zu verstehen und eine einvernehmliche Konfliktlösung mit zwei Gewinnern zu finden. Foto: ots/HUK-COBURG

Streitereien nachhaltig beilegen

Immer mehr Bürger ziehen eine Mediation einem Gerichtsprozess vor. Konflikte lassen sich damit schneller und langfristig aus dem Weg räumen.

von ots   Die Kommentarfunktion ist bei diesem Artikel deaktiviert

Seit 2012 ist das Mediationsgesetz in Kraft. Bundesbürgern bleibt mit einer Mediation oftmals ein langwieriger, nervenaufreibender Gerichtsprozess erspart. Rechtschutzversicherer erkennen einen klaren Trend zur konstruktiven Problemlösung. So verzeichnete eine Gesellschaft bereits 80 000 Kunden, die sich in den vergangenen fünf Jahren für eine Mediation entschieden haben. In 70 Prozent aller Fälle war sie erfolgreich.

Trotzdem ist das Thema Mediation noch nicht völlig in unserer Gesellschaft angekommen: Viele Menschen wissen nicht, wie solch ein Verfahren abläuft. Mediation bedeutet im Wortsinn Vermittlung. Zwei Menschen streiten sich. Eine einvernehmliche Einigung ist nicht in Sicht. Jetzt schlägt die Stunde des Mediators: Zur Einigung auf Augenhöhe bringen beide Parteien ihre eigenen Vorschläge mit. Der Mediator führt die Meinungen in einem Verfahren so zusammen, dass die Kontrahenten den Streitfall jeweils aus der Perspektive des anderen betrachten können. Am Ende steht eine einvernehmliche Konfliktlösung mit zwei Gewinnern. Mediation ist eine echte Alternative zum Prozess – insbesondere für Menschen, die danach weiter miteinander auskommen wollen, wie beispielsweise Mieter und Vermieter oder Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

In der Regel dauert ein Mediationsverfahren nur wenige Tage. Es beginnt mit einer genauen Analyse des aktuellen Falls. Den Mediator interessieren nicht nur die reinen Fakten, er hat auch das Umfeld im Blick, denn häufig spielen Konflikte eine Rolle, die schon lange im Verborgenen schwelen. Sie gilt es, anzusprechen und auszuräumen, sonst können sie nach einer Einigung ganz schnell wieder eskalieren. Nur wenn die Chemie zwischen den Parteien wieder stimmt, lässt sich eine nachhaltige Konfliktlösung finden.

Ein Mediator muss sich immer unparteiisch verhalten. Trotzdem dürfen juristische Fragestellungen – wie zum Beispiel gesetzliche Fristen – nicht unbeachtet bleiben. Und auch wenn sich ein Mediator jeder rechtlichen Bewertung enthält, steht den Beteiligten der reguläre Rechtsweg jederzeit offen. Welche Fristen einzuhalten, wie juristische Sachverhalte zu bewerten sind, weiß ein Advokat am besten, weshalb meist Rechtsanwälte als Mediatoren beauftragt werden. Sie sorgen dafür, dass juristische Sachverhalte nicht in Vergessenheit geraten und die Parteien sich bei Bedarf ergänzend durch unabhängige Anwälte beraten lassen können.

Statt jahrelange Gerichtsprozesse zu führen, bietet Mediation oft einen schnellen Interessenausgleich. Rechtsschutzversicherungen helfen Kunden, diesen Weg eigenverantwortlicher Streitbewältigung zu gehen: Die Mediation ist in Policen vieler Anbieter mitversichert.

counter