Gut geschützt in die neue Saison
Leder und Textil schützen beim Motorradfahren.
Leder und Textil schützen beim Motorradfahren. Foto: TÜV SÜD
Leder und Textil schützen beim Motorradfahren.
Leder und Textil schützen beim Motorradfahren. Foto: TÜV SÜD

Gut geschützt in die Saison

Leder, Textil, Protektoren – wer sich aufs Motorrad setzt, sollte nicht nur gut aussehen, sondern optimale Kleidung tragen. TÜV Süd gibt Tipps für den Kauf.

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Helm, Kleidung, Stiefel, Handschuhe – dass die richtige Ausrüstung für den Motorradfahrer nicht Jacke wie Hose ist, das ist inzwischen den meisten Bikern klar. Wer auf der Suche nach einer guten Ausrüstung ist, sollte sich fragen: Wie, wofür und wann kommt das Motorrad zum Einsatz? Für kurze Ausfahrten ist der Einteiler gut. Er liegt eng am Körper, bietet wenig Windwiderstand und kann nicht verrutschen. Geht es auf längere Touren oder will man mit dem Bike zum Arbeitsplatz pendeln, sind zweiteilige Textil- oder Lederkombinationen die richtige Wahl, denn sie können auch abseits des Motorrads getragen werden. Wichtig bei allen Anlässen ist, gut gesehen zu werden. Deshalb: helle Farben wählen.

Leder und Textil sind die sichersten Materialien fürs Motorradfahren. Beim Leder ist die Stärke entscheidend: Das Material sollte mindestens 1,2 Millimeter stark sein, dann reicht die Abriebfeste aus. Moderne Ledermonturen sind wasserfest und haben Klimamembranen. Sie können daher bei Wind und Wetter angezogen werden.

Textilbekleidung ist leichter, bequemer und bietet besseren Schutz gegen Wind und Regen. Größter Vorteil gegenüber der Lederkleidung: Man kann die Textilkleidung über der normalen Kleidung tragen. In Sachen Klima ist die Textilbekleidung der Ledervariante immer noch ein Stück voraus.

Schultern, Ellenbogen, Rücken, Hüfte und Knie – moderne Protektoren schützen und bieten einen hohen Tragekomfort. Protektoren sind entweder direkt in die Kleidung integriert oder separat zu erhalten. Beim Kauf sollte man auf die Prüfsiegel achten: EN 1621-2 gilt für Rückenprotektoren und EN 1621-1 für alle anderen.

Bei der Anprobe kann man Sitz und Komfort testen. Man sollte ausreichend Bewegungsfreiheit haben und bedenken, dass Funktionswäsche darunter passt. Textile Stretch-Einsätze dienen bei Lederbekleidung für mehr Agilität in den Bewegungszonen und sorgen für Luftzirkulation. Bei angewinkelten Ellenbogen muss der Bund der Ärmel bis über das Handgelenk reichen. Auch die Hosenbeine müssen die richtige Länge haben. Sportliche Fahrer sollten darauf achten, dass sich der Halsabschluss ausreichend verstellen lässt. Bei der gebeugten Haltung drückt oft der Kragen. Textilbekleidung sollte immer einen Gürtel in der Taille haben, der vor Flattern schützt. Thermo-Innenfutter sollte verstellbar sein, damit Kleidung und Protektoren immer exakt und eng anliegen.

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